Squash
Squash ist wie Schach auf Speed. Du stehst in einem geschlossenen Court, der kleine Gummiball zischt mit unfassbarem Tempo an dir vorbei, und du musst in Sekundenbruchteilen reagieren. Jeder Ballwechsel fordert deine komplette Konzentration, treibt deinen Puls ans Limit und schüttet pures Adrenalin aus.
Wenn du eine Sportart suchst, die dich physisch und mental innerhalb kürzester Zeit absolut auspowert, hast du sie hiermit gefunden.
Squash
bei den Sport Austria Finals 2026
Was ist Squash? – Grundlagen
Squash ist ein rasanter Rückschlagssport, den du dir mit deinem Gegner auf demselben Spielfeld teilst.
Anders als beim Tennis oder Badminton gibt es kein Netz in der Mitte, das euch voneinander trennt. Ihr bewegt euch stattdessen gemeinsam in einem umschlossenen Raum – dem Court.
Das Ziel des Spiels ist simpel, aber extrem fordernd: Du musst den Ball so geschickt gegen die vordere Wand schlagen, dass dein Mitspieler ihn nicht mehr gültig erreichen oder zurückspielen kann. Die Seiten- und Rückwände sind dabei deine Verbündeten. Du kannst sie taktisch nutzen, um Winkel zu verändern und den Gegner quer über den ganzen Platz zu jagen.
Die wichtigsten Regeln im Überblick
Damit du direkt auf den Court starten kannst, sind hier die zentralen Fakten für dein erstes Match:
- Spielfeld: Gespielt wird in einem geschlossenen Court. Alle vier Wände dürfen bespielt werden, solange der Ball danach die Frontwand oberhalb der unteren Blechleiste (Tin) und unterhalb der roten Aus-Linie trifft.
- Spieleranzahl: Im Normalfall ist Squash ein Eins-gegen-Eins, es stehen sich also zwei Einzelspieler gegenüber.
- Ballberührung: Der Ball darf vor deinem Schlag maximal einmal auf dem Hallenboden aufkommen. Du darfst ihn aber auch jederzeit direkt aus der Luft als Volley nehmen.
- Punktevergabe: Es gilt das Rally-Point-System. Jeder gewonnene Ballwechsel bringt einen Punkt, unabhängig davon, wer aufgeschlagen hat. Ein Satz geht bis 11 Punkte, wobei du am Ende zwei Punkte Vorsprung brauchst.
- Spieldauer: Ein reguläres Match wird auf drei Gewinnsätze (Best of Five) gespielt und dauert je nach Intensität knackige 30 bis 45 Minuten.
Ausrüstung & Equipment
Die Basis für den Court
Du brauchst erfreulicherweise gar nicht viel, um mit dem Squash-Training loszulegen.
Dein wichtigstes Werkzeug ist der Squashschläger. Er ist deutlich leichter und schmaler gebaut als ein Tennisschläger, damit du ihn primär aus dem Handgelenk blitzschnell manövrieren kannst.
Der richtige Ball
Der kleine Gummiball ist entscheidend für den Spielspaß und deinen Fortschritt. Für Anfänger gibt es Bälle mit blauem oder rotem Punkt, die eine höhere Sprungkraft besitzen. Fortgeschrittene und Profis greifen zum Ball mit zwei gelben Punkten. Dieser springt anfangs kaum und muss erst durch hartes Warmspielen auf Temperatur gebracht werden, um seine volle Dynamik zu entfalten.
Kleidung und Schutz
Zwingend vorgeschrieben sind in fast allen österreichischen Hallen abriebfeste Hallenschuhe mit heller Sohle. So wird sichergestellt, dass der Parkettboden keine unschönen schwarzen Streifen abbekommt. Normale, atmungsaktive Sportkleidung reicht völlig aus. Eine Schutzbrille wird gerade Einsteigern und Jugendlichen dringend empfohlen, da der Ball bei hohem Tempo tückisch werden kann.
Für wen ist Squash geeignet?
Das sportliche Anforderungsprofil
Squash ist im Kern ein klassischer Einzelkämpfer-Sport, bei dem du dich voll und ganz auf dich selbst verlassen musst.
Du brauchst auf dem Platz keine massiven Muskelberge, sondern vor allem Spritzigkeit, eine enorme Ausdauer und Reaktionsschnelligkeit. Es ist ein hochintensives Intervalltraining. Du sprintest, stoppst ab, schlägst und sprintest wieder – das pusht deine Kondition massiv.
Taktik schlägt rohe Kraft
Neben der körperlichen Fitness ist das taktische Verständnis extrem wichtig. Wer schlau spielt und die Spielfeldmitte dominiert, lässt seinen Gegner weite Wege laufen und spart selbst wertvolle Energie.
Generationenübergreifend spielen
Für Kinder ist Squash eine großartige Möglichkeit, die Hand-Auge-Koordination zu schulen. Für sie gibt es spezielle, weichere Bälle und altersgerechte Trainingsmethoden. Für Senioren gilt: Wer körperlich fit ist und intakte Knie hat, kann problemlos spielen. Da die Sportart durch die vielen abrupten Abstopp-Bewegungen jedoch die Gelenke fordert, ist eine saubere Schlagtechnik und ein ausgiebiges Aufwärmprogramm absolute Pflicht.
Geschichte der Sportart
Die Wurzeln von Squash liegen im 19. Jahrhundert in England. Schüler der elitären Harrow School erfanden das Spiel eher aus der Not heraus, als sie mit einem kaputten, weichen Gummiball (auf Englisch „squashy“ für zerquetschbar) gegen die Hofwände schlugen.
Von dort aus eroberte der schnelle Sport die gesamte Welt. In Österreich erlebte Squash besonders in den späten 1970er und 1980er Jahren einen gigantischen Boom. Überall, von Wien bis in die westlichen Bundesländer, schossen Squash-Anlagen aus dem Boden. Heute feiert die Sportart ein wohlverdientes Comeback, da immer mehr Menschen nach einem zeitsparenden, aber extrem effizienten Workout für den Feierabend suchen.
Galerie
FAQs
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Beim Squash stehst du mit deinem Gegner im selben, geschlossenen Court und ihr spielt den Ball abwechselnd gegen eine gemeinsame Frontwand. Beim Tennis trennt euch ein Netz und ihr spielt euch den Ball auf einem offenen Feld direkt zu.












