Schwimmen
Spürst du das kühle Wasser auf der Haut und den ultimativen Drang, dich schwerelos nach vorne zu katapultieren? Schwimmen zieht dich sofort in seinen Bann, weil es rohe Kraft mit fließender Eleganz vereint. Du gleitest durchs Becken, blendest den Alltag völlig aus und spürst nur noch deinen eigenen Rhythmus.
Ob blitzschneller Sprint oder ausdauerndes Kraulen – diese Sportart fordert deinen ganzen Körper und belohnt dich mit einem unvergleichlichen Freiheitsgefühl. Spring rein und entdecke, warum das Element Wasser so viele Menschen elektrisiert!
Schwimmen
bei den Sport Austria Finals 2026
Was ist Schwimmen? – Grundlagen
Beim Schwimmen bewegst du dich aus eigener Kraft und ohne technische Hilfsmittel durchs Wasser. Das primäre Ziel im sportlichen Wettkampf ist dabei absolut simpel: Du musst eine vorgegebene Distanz in der schnellstmöglichen Zeit zurücklegen.
Vier Lagen, ein Ziel
Dabei treten die Athleten in vier verschiedenen Hauptstilen an, den sogenannten Lagen. Diese sind Schmetterling (oft auch Delfin genannt), Rücken, Brust und Freistil. Jeder Stil verlangt eine ganz eigene Technik, eine präzise Koordination und eine kontrollierte Atmung.
Die wahre Faszination beim Schwimmen liegt in der perfekten Symbiose aus Technik und Kondition. Wer mit purer Gewalt gegen den Wasserwiderstand ankämpft, verliert schnell an Kraft. Nur wer lernt, das Wasser zu spüren und den Widerstand durch eine gute Wasserlage zu minimieren, gleitet pfeilschnell durchs Becken.
Die wichtigsten Regeln im Überblick
- Das Becken: Offizielle Wettkämpfe finden entweder auf der Kurzbahn mit 25 Metern Länge oder auf der olympischen Langbahn mit 50 Metern Länge statt.
- Die Schwimmstile: Es gibt exakte technische Vorgaben für Brust-, Rücken- und Schmetterlingsschwimmen. Bei der Disziplin Freistil darfst du schwimmen, wie du möchtest, wobei fast immer das schnelle Kraulen gewählt wird.
- Der Start: Der Startschuss erfolgt bei Freistil, Brust und Schmetterling durch einen Kopfsprung vom Startblock. Beim Rückenschwimmen starten die Athleten direkt aus dem Wasser heraus.
- Die Wende: Bei jeder Wende am Beckenrand und beim Zieleinlauf muss die Wand berührt werden. Bei Brust und Schmetterling ist das zwingend mit beiden Händen gleichzeitig vorgeschrieben.
- Die Distanzen: Die klassischen Wettkampfstrecken reichen von rasanten 50 Metern für die Sprinter bis hin zu kräftezehrenden 1500 Metern. Im Freiwasser werden sogar Marathons über 10 Kilometer geschwommen.
Ausrüstung & Equipment
Das Geniale am Schwimmen ist, dass du extrem wenig Material brauchst, um direkt loszulegen. Die Einstiegshürde ist also für Familien und Anfänger minimal.
Die absolute Basis
Zwingend notwendig ist eigentlich nur eng anliegende Badekleidung, also eine Badehose oder ein sportlicher Badeanzug. Ein enganliegender Schnitt ist deshalb so wichtig, weil du damit den Wasserwiderstand enorm reduzierst und nicht ausgebremst wirst.
Sinnvolle Ergänzungen für dein Training
Für den regelmäßigen Sport solltest du dir unbedingt eine gut sitzende Schwimmbrille zulegen. Sie schützt deine Augen vor dem Chlorwasser und sorgt für eine klare Sicht unter Wasser. Eine Badehaube hält dir außerdem die Haare aus dem Gesicht und verringert den Widerstand zusätzlich. Mehr brauchst du nicht, um professionell durchzustarten!
Für wen ist Schwimmen geeignet?
Schwimmen ist der ultimative Allrounder unter den Sportarten und tatsächlich für ausnahmslos jede Altersgruppe hervorragend geeignet.
Das Anforderungsprofil
Um richtig Tempo zu machen, brauchst du vor allem Ausdauer, eine saubere Technik und eine gute Rumpfstabilität. Weil das Wasser einen Großteil deines Körpergewichts trägt, ist das Training extrem gelenkschonend. Deshalb ist der Schwimmsport sowohl für Kinder im Wachstum als auch für Senioren oder als Aufbautraining nach Verletzungen absolut ideal.
Einzelkämpfer oder Teamplayer?
Grundsätzlich bist du im Wasser auf dich allein gestellt und kämpfst als Einzelathlet gegen die Uhr und deine Konkurrenten. Doch der Schein trügt, denn Schwimmen ist auch ein starker Teamsport. Im Verein trainierst du gemeinsam, pusht dich mit deinen Trainingspartnern und bei den nervenaufreibenden Staffelwettkämpfen zählt am Ende nur die geschlossene Mannschaftsleistung.
Geschichte der Sportart
Menschen bewegen sich schon seit Jahrtausenden schwimmend durch Flüsse und Seen, wie Höhlenmalereien aus der Steinzeit eindrucksvoll beweisen. Als organisierter Wettkampfsport etablierte sich das Schwimmen jedoch erst im 19. Jahrhundert in Großbritannien, wo auch die ersten echten Hallenbäder gebaut wurden.
Die Tradition in Österreich
Auch in Österreich hat der Schwimmsport eine lange und sehr stolze Tradition. Bereits im späten 19. Jahrhundert wurden die ersten Schwimmvereine in Wien gegründet, oft rund um die Donau und die beliebten städtischen Freibäder. Einer der Pioniere war der Erste Wiener Amateur-Schwimm-Club, der 1887 ins Leben gerufen wurde. Bis heute bringen die heimischen Vereine immer wieder herausragende Athleten hervor, die bei Europameisterschaften, Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen für rot-weiß-rote Jubelmomente sorgen.
Galerie
FAQs
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Kinder können im Regelfall ab etwa vier bis fünf Jahren technisch richtig schwimmen lernen, da dann die motorischen Fähigkeiten ausreichen. Vorher sind spezielle Wassergewöhnungskurse oder Babyschwimmen ideal, um den Kleinen frühzeitig und spielerisch die Angst vor dem Wasser zu nehmen.








