Comeback der Weltmeisterin

Alisa Buchinger gibt ihr Comeback bei den Sport Austria Finals. Die Ex-Weltmeisterin, die im Vorjahr nach Silber bei den World Games ihre aktive Karriere beendet hatte, steht bei den Karate-Staatsmeisterschaften als Landestrainerin neben der Matte.

„In meiner Sportlerinnen-Pension arbeite ich mehr als je zuvor“, lacht die 30-jährige Salzburgerin. Seit Alisa Buchinger ihren Universitätslehrgang für Sportjournalismus erfolgreich beendet hat, macht sie ihr Praktikum bei Servus TV. „Ich arbeite dort Fulltime in der ,Sport und Talk‘-Redaktion, bin hauptsächlich für Recherchearbeiten, Fotos für Einblendungen und Sendenachbearbeitung zuständig. Seit Anfang des Jahres bin ich außerdem hauptamtliche Landestrainerin des Salzburger Karateverbandes. Ich habe nach dem Rücktritt meines Trainers Manfred Eppenschwandtner unseren Verein, die Karate Union Shotokan Salzburg, übernommen. Da ist jede Menge für mich zu tun.“

Herz brennt für große Ziele

Es wäre nicht Alisa Buchinger, Welt- und Europameisterin von 2017, Silbermedaillen-Gewinnerin bei European Games (2015) und World Games (2017 und 2022), wenn sich die ehemalige Heeressportlerin nicht wieder höchste Ziele gesetzt hätte: „Mein Herz brennt für den Sport, meine Leidenschaft liegt dort, das macht mir Freude. Deshalb lässt mich Karate nicht los, außerdem möchte ich etwas von dem weitergeben, was ich von Menschen wie Eppi (Anm.: Manfred Eppenschwandtner) bekommen habe. Ich werde mich als Trainerin weiterbilden und mich, wie als Sportlerin, für das Nationalteam qualifizieren. Jemanden Richtung WM-Titel begleiten, das ist das Ziel!“

Derzeit pendelt Buchinger zwischen Einheiten im Olympiazentrum Salzburg-Rif und dem Union Sportzentrum Mitte in Salzburg hin und her, kümmert sich als Chefcoach um alle Leistungstrainer:innen, betreut die Nachwuchs-Kader und trainiert die beiden Heeressportler Luca und Robin Rettenbacher.

Sport Austria Finals: „Geniale Sache“

„Unser Verein hat in der Pandemiezeit viele Mitglieder verloren, da arbeiten wir jetzt verstärkt mit Anfänger:innenkurse dagegen“, erklärt Buchinger, die sich auf die Karate-Staatsmeisterschaften am Samstag, 10. Juni im Rahmen der Sport Austria Finals im ASKÖ Sportcenter in ihrer neuen Rolle freut. „Die Finals sind eine geniale Sache für uns und alle anderen teilnehmenden Verbände. Durch das gemeinsame Auftreten erhöhen wir die Sichtbarkeit für Sportarten, die sonst eher nicht so im medialen Fokus stehen. Außerdem hoffe ich, dass wieder viele Eltern sich mit ihren Kindern in und um Graz auf den Weg machen, um Sportarten kennen zu lernen und selbst auszuprobieren!“

Weitere Meldungen

Floorball boomt – leise, aber stetig!

Was lange Zeit als Nischensport galt, entwickelt sich in Österreich zu einer dynamischen Bewegung. Vor allem an Schulen und im Nachwuchsbereich wächst das Interesse rasant. Dahinter stecken viel Engagement, neue Strukturen und ein frischer Blick auf die Zukunft. Karl Zehetner, Präsident des Österreichischen Floorball Verbands, spricht im Interview über die Fortschritte des letzten Jahres, Herausforderungen im Ehrenamt, internationale Kooperationen

weiterlesen

„Allein auf der Matte – und im Kopf frei“

Wenn Johannes Ludescher über seine letzten Monate spricht, schwingt Ehrlichkeit mit – und ein guter Schuss Selbstreflexion. Der 32-jährige Vorarlberger blickt auf eine Ring-EM zurück, die wie eine Sinus-Kurve verlaufen ist. „Erster Kampf gut, zweiter Kampf schlecht“, fasst er nüchtern zusammen. „Am meisten ärgert mich, dass es nicht mit der Hoffnungsrunde geklappt hat. Ich wäre so gern noch einmal auf die Matte gegangen.“

weiterlesen

Reaktionsschnell zum Erfolg

Für Kevin Masser ist Kickboxen mehr als nur ein Sport – es ist eine Passion, die ihn seit seiner Kindheit begleitet. „Ich habe damals gar nicht gewusst, dass mein Bruder schon beim Kickboxen war“, erinnert sich der 19-jährige Steirer mit einem Schmunzeln. „Ich habe einfach gesehen, dass er zum Training geht und wollte es auch mal ausprobieren. Seitdem bin ich dabeigeblieben.“

weiterlesen