Tradition trifft Trendsport
Wien ist eine Stadt am Wasser – auch wenn der erste Gedanke nicht ans Meer führt. Ein Blick auf die Donauinsel und entlang ihrer Ufer zeigt aber schnell, welche Rolle der zweitlängste Fluss Europas im Alltag sowie auch für den Sport in Wien einnimmt. Anfang Juni wird dies bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien (3. – 7. Juni 2026) besonders sichtbar.
Auf der Neuen Donau, einem künstlich geschaffenen Entlastungsgewässer zum Hochwasserschutz, werden an vier Wettkampftagen Österreichs Beste im Rudern, Kanu, Wingfoil und Wakeboard gekürt.
Sport Austria-Präsident Hans Niessl weiß: „Wien und insbesondere die Donauinsel werden zeigen, welches Potenzial im heimischen Wassersport steckt. Von der breiten Bewegung bis hin zum Spitzensport. Die Sport Austria Finals machen diese Vielfalt sichtbar und holen die besten Athletinnen und Athleten dorthin, wo der Sport täglich gelebt wird. Wir können innerhalb von 2,5 Kilometern vier verschiedene Sportarten auf höchstem Niveau austragen – das ist ganz speziell!“
Auch Ernst Nevrivy, Bezirksvorsteher der Donaustadt, freut sich auf einen ganz besonderen sportlichen Spirit: „Die Donauinsel ist seit jeher ein Ort, an dem Wassersport gelebt wird – vom Freizeitsport bis zum Training und Wettkampf von Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern. Dank der Sport Austria Finals bekommen die Wienerinnen und Wiener sowie unsere herzlich willkommenen Gäste die Möglichkeit, die vielen Facetten des Wassersports auf allerhöchstem Niveau hautnah zu erleben.“
Zwischen Tradition und Trends
Wenn die Donauinsel Anfang Juni zum Eldorado des Wassersports avanciert, spannt sich der Bogen von traditionsreichen, etablierten Sportarten bis hin zu jungen, freshen Trendsportarten. So blickt etwa der Rudersport in der Bundeshauptstadt auf eine lange Geschichte zurück. Acht der zehn Wiener Vereine sind an der Alten Donau beheimatet, einige bestehen seit über 150 Jahren. Für Wettkämpfe wird seit geraumer Zeit – wie auch bei den Weltmeisterschaften 1991 – die Neue Donau genutzt. So auch bei den Sport Austria Finals. Auf einer 350 m langen Strecke beim Ruderzentrum an der Steinspornbrücke kommt ein spektakuläres Sprint-Format zur Austragung.
„Die Fans und uns Sportler:innen erwartet ein Bewerb voller Intensität, Spannung und Action. Auf dieser Distanz wird uns in kurzer Zeit alles abverlangt“, sagt die Olympia-Zehnte Lara Tiefenthaler, die ihre Finals-Premiere kaum erwarten kann: „Multisport-Events sind immer etwas ganz Besonderes. Es entsteht eine Atmosphäre, in der die ganze Stadt den Sport lebt und atmet, wie bei den Olympischen Spielen.“
Nur wenige Hundert Meter flussaufwärts zeigen die Wakeboarder:innen, wie spektakulär Wassersport aussehen kann. Über Schanzen, Wellen und Rampen katapultieren sie sich vor atemberaubender Kulisse durch die Luft. „Schon jetzt wächst meine Begeisterung jedes Mal, wenn ich auf der Donauinsel trainiere. Es wird etwas ganz Besonderes sein, vor dieser Skyline um die Medaillen zu fighten“, meint die sechsfache Staatsmeisterin Mariella Flemme, die auch international zu den Allerbesten zählt.
Scheinbar schwerelos
Während beim Wakeboarden Sprünge und Tricks im Vordergrund stehen, zeigt sich der heimische Wassersport nahe der Reichsbrücke von einer ganz anderen Seite. Beim Wingfoilen gleiten die Athlet:innen getragen von Wind und Technik scheinbar schwerelos über die Neue Donau. Scheinbar, denn ganz so einfach ist es nicht, wenn die Besten in den Disziplinen Speed und Freestyle an den Start gehen. Die Bedingungen auf der Donau stellen sogar die Elite, die sonst auf Seen oder am Meer ihrer Leidenschaft nachgeht, vor neue Herausforderungen: kürzere Distanzen, enger Raum, andere Materialwahl.
„Der Bewerb auf der Donau wird deutlich technischer und weniger vorhersehbar, weil die Bedingungen enger und stark von Wind und Umgebung abhängig sind. Gerade das macht es aber auch spannend. Man muss sich anpassen, etwas anderes Material fahren und kann sich nicht einfach auf gewohnte Abläufe verlassen“, erklärt Dieter Lang. Der Routinier weiß, wovon er spricht: Im vergangenen Jahr war er 185 Tage auf dem Donauwasser unterwegs. „Das ist nur möglich, weil beim Wingfoilen deutlich weniger Wind als bei ähnlichen Disziplinen wie Wind- oder Kitesurfen nötig ist.“ Und sollte der Wind Pause machen, tauschen die Athletinnen und Athleten ihr Wing- gegen ein Pumpfoil.
Timing, Teamwork und jede Menge Action
Ganz anders, aber nicht weniger intensiv, präsentiert sich der Kanusport. Die Donauinsel beheimatet Österreichs einzige künstliche Wildwasseranlage, die bei den Finals zur Wettkampfbühne der Rafting-Bewerbe wird. Vier Athlet:innen pro Boot kämpfen sich im Sprint und Slalom durch Wellen und Tore – entscheidend sind Timing, Teamwork und das richtige „Lesen“ des Wassers. „Rafting bedeutet volle Konzentration, perfektes Zusammenspiel im Team und jede Menge Action im Wildwasser“, meint Arnold Baumann, Mitglied des Nationalteams.
Ob traditionsreiche Sportarten oder neue Trends. Die Sport Austria Finals machen Anfang Juni sichtbar, was Wien und insbesondere die Donauinsel längst auszeichnet: Wassersport in all seinen Facetten.
