Premiere mit Signalwirkung
Mit den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien schlägt der heimische Gehsport im Juni ein neues Kapitel auf. Erstmals ist die traditionsreiche olympische Disziplin Teil des größten Multisport-Events Österreichs – ein Schritt, der für die kleine, aber engagierte Szene enorme Bedeutung hat. Auf der Wiener Prater Hauptallee werden am 4. Juni nicht nur Staatsmeistertitel vergeben, sondern auch neue Aufmerksamkeit für eine Sportart geschaffen, die in Österreich bislang oft unterschätzt wurde.
Denn Gehen zählt zu den technisch anspruchsvollsten Disziplinen der Leichtathletik. Anders als beim Laufen muss dabei stets ein Fuß Bodenkontakt haben, zudem muss das vordere Bein beim Aufsetzen durchgestreckt sein. Was simpel klingt, verlangt höchste Konzentration und eine perfekte Technik über die gesamte Distanz hinweg. Fehler werden von Kampfrichter:innen konsequent geahndet – bis hin zur Disqualifikation.
Wichtiger Meilenstein
Für ÖLV-Gehsportreferentin Gabriele Schwarz ist die Aufnahme ins Finals-Programm deshalb ein wichtiger Meilenstein: „Für unseren Sport ist das eine große Chance. Die Sport Austria Finals bringen unglaublich viel Aufmerksamkeit und zeigen, dass Gehen ein moderner, anspruchsvoller Leistungssport ist.“ Gerade in Österreich, wo die Szene vergleichsweise klein ist, sei Sichtbarkeit entscheidend, um neue Athlet:innen und vor allem Nachwuchs zu gewinnen.
Austragungsort der Bewerbe ist die Wiener Prater Hauptallee – eine Kulisse, die wie gemacht scheint für hochklassigen Gehsport. Die flache Strecke mitten im Grünen bietet ideale Bedingungen und zugleich ein besonderes Ambiente im Herzen der Bundeshauptstadt. „Die Prater Hauptallee ist ein fantastischer Rahmen für unsere Premiere. Mitten in Wien, mitten im Geschehen – besser kann man unseren Sport kaum präsentieren“, heißt es aus dem Organisationsteam. Ausgetragen werden die Staatsmeisterschaften im olympischen Halbmarathon-Gehen, ein Mixed-Bewerb sowie Nachwuchsklassen in der U23 und U18.
Klare Favoritenrollen
Im Fokus stehen dabei vor allem zwei Namen: Theresia Mohr und Thomas Hollegger. Mohr gilt seit Jahren als großes Aushängeschild des österreichischen Gehsports. Die junge Niederösterreicherin sammelte bereits internationale Erfahrung und überzeugt vor allem durch ihre enorme Konstanz. Ihr großes Ziel bleibt die Qualifikation für internationale Großereignisse – langfristig sogar die Olympischen Spiele. Nun liegt der Fokus aber auf den Finals. “Ich freue mich riesig, erstmals Teil dieses großen Events sein zu dürfen. Es wird sicherlich einzigartig. Mein Ziel ist natürlich der Titel”, sagt die große Favoritin.
Bei den Herren liegt die Favoritenrolle bei Thomas Hollegger. Der Steirer sorgte in den vergangenen beiden Jahren national wie international für Aufsehen und entwickelte sich rasant zur Nummer eins in Österreich. Das will er nun bei den Finals bestätigen: “Für unseren Sport ist das eine perfekte Bühne und natürlich möchte ich die Chance nutzen, mich bestmöglich zu präsentieren“, blickt Hollegger voraus.
Die Premiere bei den Sport Austria Finals könnte für den heimischen Gehsport weit mehr sein als nur ein einzelner Wettkampf. Vielmehr versteht man die Teilnahme als Signal für die Zukunft. Die Verantwortlichen wollen den Sport sichtbarer machen, neue Zielgruppen erreichen und langfristig eine breitere Basis schaffen.
