In Innsbruck hat mit den Staatsmeisterschaften im Schnellschach eines der großen Highlights der heimischen Schachszene begonnen – und das Austria Trend Hotel Congress Innsbruck wird seinem Ruf als perfekter Turnierort einmal mehr gerecht. Vier von neun Runden wurden zum Auftakt gespielt, und die Favoriten zeigten sich in Bestform.
Großmeister Valentin Dragnev und Internationaler Meister Georg Fröwis marschierten mit voller Punkteausbeute vorneweg, dicht gefolgt von einem stark aufspielenden Großmeister-Trio: Felix Blohberger, Dominik Horvath und Kirill Alekseenko, die allesamt drei Siege erringen konnten und einmal remisierten. „Es war ein unglaublich spannender Schach-Nachmittag. Die Vorfreude auf die finalen Runden ist schon sehr groß. Das Niveau ist wirklich sehr gut. Ich bin gespannt, wer sich letztendlich durchsetzen kann“, sagt Ina Anker, Präsidentin des Tiroler Landesverbandes.
Wenn sich Liebe und Leidenschaft für den Sport auf dem Spielfeld treffen, entsteht ein ganz besonderer Teamspirit. Lisa Pichler und Daniel Thurner, beide 24 Jahre alt und aus Salzburg, sind nicht nur ein Paar, sondern auch ein eingespieltes Duo auf dem Floorball-Feld. Bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien standen sie gemeinsam im Mixed-Bewerb für die TVZ Wikings in den Startlöchern – und holten mit ihrem Team den starken dritten Platz.
„Es ist cool, wenn wir gemeinsam was machen können“, sagt Lisa mit einem Lächeln. Zum dritten Mal standen die beiden gemeinsam bei einem Turnier auf dem Feld – und der Spaß steht für sie dabei immer im Vordergrund. Reibungspunkte? Fehlanzeige. „Wir trainieren oft gemeinsam – Damen und Herren zusammen. Das geht sich richtig gut aus“, erklärt die 24-Jährige.
Daniel sieht das ähnlich. „Wir sind vom Spielstil her sehr ähnlich – Spielmacher, Assists statt Tore. Da ergänzen wir uns prima“, sagt er. Dass sie sich beim Mixed-Bewerb mit der Kombination aus Spaß und Ernsthaftigkeit richtig wohlfühlen, merkt man. „Das Tempo ist hoch, Männer und Frauen müssen wirklich gut zusammenspielen. Genau das macht’s so spannend. Es unterscheidet sich einfach vom Liga-Alltag, daher sind diese Spiele etwas Besonderes.“
Liebe auf den zweiten Ballkontakt
Ihren ersten gemeinsamen Mixed-Auftritt hatten sie übrigens in Graz, ebenfalls bei Österreichs größtem Multi-Sportevents – und das war auch sportlich wie persönlich ein besonderes Wiedersehen. Die beiden kannten sich noch aus der Schulzeit, verloren dann aber den Kontakt. „2022 hat uns der Floorball wieder zusammengebracht“, erzählt Daniel. Heute verbindet sie nicht nur der Sport, sondern ein gemeinsames Ziel: „Noch viele coole Momente erleben, lange dabeibleiben – und vor allem, dass immer mehr Leute den Weg zu unserem Sport finden“, sagt Lisa.
Ob mit oder ohne Torerfolg – mit ihrer Leidenschaft und Spielfreude sind Lisa Pichler und Daniel Thurner echte Botschafter:innen für Floorball.
Für nicht weniger als 1.500 Athlet:innen in 75 Teams ist der erste Wettkampftag bei den diesjährigen Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien gleich der „Tag der Entscheidung“.
Neben den Österreichischen Meisterschaften und den Staatsmeisterschaften standen am frühen Vormittag bereits die Entscheidungen im sogenannten Österreichischen Cheersport Cup auf dem Programm.
19 Teams kämpften um die Medaillen und boten den schon zu diesem Zeitpunkt zahlreichen Fans in der Olympiaworld – 3.000 werden im Tagesverlauf erwartet – eine Cheer-Show der Extraklasse.
Cheersport-Austria-Vizepräsidentin Petra Gruber zeigte sich ob des Niveaus beeindruckt. „Die Vereine zeigen, an welch tollen Routines in den letzten Wochen und Monaten hart gearbeitet wurde. Als Cheersport Austria schaffen wir es, dass wir nicht nur die Anzahl der Athletinnen und Athleten steigern, sondern uns auch sportlich entwickeln.“
Die Medaillen beim Cheersport Cup – und damit die ersten der diesjährigen Finals – gingen an die Formationen der Tyrolean Angels (Open Age All Girl Elite, Open Age All Girl Advanced), SWARCO Raiders (Open Age Pom, Open Age Intermediate), Milleniumdancers (Junior Doubles Pom, Senior Doubles Pom), Royals (Open Age Novice) und TVP (Open Age All Girl Median).
Die Angels überzeugten die Jury.
“Königsklassen” ab 17:00 Uhr live in ORF Sport+
Weiter geht es mit dem umfangreichen Programm in der Olympiaworld um 10:45 Uhr in mit den Österreichischen Meisterschaften in den Kategorien Mini und Primary (Cheersport) sowie Peewee und Youth (Performance Cheersport). Am Nachmittag werden dann die Medaillen in den Kategorien Youth und Junior (Cheersport) sowie Junior (Performance Cheersport) vergeben.
Wenn ab 17:00 Uhr die Staatsmeistertitel im Cheersport und Performance Cheersport vergeben werden, ist auch ORF Sport+ wieder live auf Sendung. Die Milleniumdancers (Performance Cheersport) und die Vienna Vikings (Cheersport) schicken sich an, ihre Staatsmeistertitel erneut zu verteidigen. Die Danube Dragons gelten aber nach den Ergebnissen der bisherigen Wettkampfsaison als Favoritinnen. Weitere Kandidaten für die Medaillen sind die Graz Cheersport Royals (GCR) und der Turnverein Perchtoldsdorf (TVP).
Den Livestream von allen Kategorien und Altersklassen gibt es auf sportaustriafinals.tv!
Mit einer anderen Ausrüstung als die Konkurrenz und vollem Risiko kürte sich Martin Knapp am Donnerstag bei den Sport Austria Finals zum Staatsmeister im Skibob. Der Tiroler distanzierte bei seinem Heimspiel am Bergisel den zweitplatzierten Titelverteidiger Roland Wlezcek trotz eines Sturzes über die Ziellinie um mehr als viereinhalb Sekunden. Der Abflug ging glimpflich aus, die Freude kannte anschließend keine Grenzen: “Es war mega. Super Wetter, super Aussicht, tolle Leute. Zuhause zu gewinnen, ist einfach wunderschön.”
Als einziger der elf Starter nahm Knapp den 620 Meter langen Kurs mit Inline-Skatern in Angriff. Eine Tüftelei, die sich vorerst als sehr vorteilhaft erweisen sollte. “Meine Theorie ist, dass es möglichst ähnlich wie beim Wintersport ist. Ich bin flexibler und die Skates geben mir auch ein bisserl mehr Stabilität”, verriet der frischgebackene Staatsmeister.
Wunderwaffe und All in
Neben dieser “Wunderwaffe” machte Knapp auch seine All-in-Mentalität für den klaren Sieg verantwortlich. Er habe vor dem Rennen gewusst, dass es eng werden könnte. “Meine Lösung war daher Vollgas und volles Risiko”, erklärte Knapp, der in jungen Jahren den Traum vom Skispringen verfolgte. Nur wenige Meter von der legendären Bergisel-Schanze feierte er nun einen seiner größten Erfolge.
Titelverteidiger Wlezcek musste sich diesmal klar geschlagen geben. Ein Missgeschick kostete ihm wohl die ein oder andere Sekunde, Knapp wäre an diesem Tag aber wohl unerreichbar gewesen. “Ich bin eigentlich zufrieden. Bis auf den Fehler ist es ansonsten gut gelaufen”, resümiert der Niederösterreicher. Dritter wurde Heimo Stadler.
Bei den österreichischen Meisterschaften im Rollenrodeln gibt es die erwarteten Favoritensiege. Riccarda Ruetz siegt bei den Damen im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien letztlich klar vor Alina Schaffenrath und Michelle Schnepfleitner.
Ruetz letztlich souverän
Dabei sieht es lange Zeit nach einem Hundertstel-Krimi aus. Die erst 14-jährige Schaffenrath kann ihre Tiroler Landsfrau in Durchgang eins voll fordern und liegt nur sieben Hundertstel hinter Ruetz. Im zweiten Durchgang spielt die Titelverteidigerin aber ihre ganze Routine aus und distanziert Schaffenrath, die wie im Vorjahr Zweite wird, mit einer starken Fahrt letztlich um 1,21 Sekunden.
“Alina ist super gefahren und ich musste deshalb nochmal alles geben. Die Jungen rücken nach und machen Druck”, grinst die selbst erst 21-jährige Ruetz, die in Innsbruck ihren dritten Meistertitel in Serie holt. “Man freut sich schon immer über einen Sieg – und Meistertitel ist Meistertitel”, wollte die Vizeweltmeisterin im Naturbahnrodeln nichts von einer Pflichtaufgabe wissen.
Achenrainers räumen ab
Bei den Herren ist der Verlauf ähnlich wie bei den Damen. In Durchgang eins ist das Feld extrem eng beisammen: Zwischen dem Führenden Fabian Achenrainer und dem Siebtplatzierten Gerhard Zöhrer liegt nicht mal eine Sekunde. Im Finale lässt Favorit und Lokalmatador Achenrainer dann aber nichts mehr anbrennen und gewinnt am Ende mit 1,34 Sekunden Vorsprung auf Thomas Sölkner. Dritter wird Fabians Cousin Simon. Titelverteidiger Andreas Sölkner muss sich mit dem dritten Platz begnügen.
“Die Freude ist riesig, weil es die letzten Jahre immer nur zu Platz zwei oder drei gereicht hat – darum bin ich jetzt sehr glücklich über den ersten Platz”, jubelt Achenrainer, der mit Simon vor dem Einsitzer auch noch den Titel im Doppelsitzer holte. “Ich fahre mit einer Riesenfreude nach Hause. Du hast als Favorit natürlich gewisse Erwartungen an dich und dementsprechend schon ein bisschen Druck.”
Überraschung und Rekorde bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften (ÖSTM) im Speed im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien: Bei den Herren sicherte sich Alexander Bergmann seinen ersten Staatsmeistertitel, bei den Damen feierte Johanna Nagl ihren dritten Titel in Serie.
Kevin Amon galt vor dem Bewerb als Favorit auf den Sieg. Seine nationale Erfolgsserie sollte nach drei Staatsmeistertitel in Serie jedoch reißen. Nach starken Leistungen in der Qualifikation unterlief dem 20-jährigen Niederösterreicher im Semifinale gegen Lukas Windischer ein Fehler, den er nicht mehr gutmachen konnte.
Amon hatte am Ende dennoch Grund zur Freude: Mit 4,981 Sekunden stellte er im kleinen Finale einen neuen österreichischen Speed-Rekord auf – und unterbot als erster Österreicher die 5-Sekunden-Schallmauer. „Die Freude über die Bestzeit überwiegt, ich wusste bereits in den letzten Wochen, dass ich das draufhabe. Das ist eine große Erleichterung“, so der 20-jährige Niederösterreicher. „Ich finde es gut, dass die Jungen anschieben und man sich noch weniger Fehler leisten kann. In den letzten drei Jahren ist mir bei den ÖSTM immer alles aufgegangen, diesmal eben nicht.“
Die Gunst der Stunde nützte Alexander Bergmann. Der 17-jährige Tiroler arbeitete sich mit konstanten Zeiten ins Finale und behielt auch dort die Nerven. Gegen seinen gleichaltrigen Tiroler Landsmann Windischer (6,932 Sekunden) gewann er in 5,872 Sekunden seinen ersten Staatsmeistertitel. „Ich habe nichts erwartet und alles gewonnen. Die Konstanz meiner Läufe war heute mit Sicherheit ausschlaggebend. Der Titel Staatsmeister hört sich auf jeden Fall sehr gut an“, so Bergmann.
Hattrick und Rekord
Bei den Damen feierte die 17-jährige Niederösterreicherin Johanna Nagl ihren bereits dritten Staatsmeistertitel in Serie. In der Qualifikation stellte sie mit 7,72 Sekunden den österreichischen Rekord von Laura Stöckler ein. „Siege sind immer besonders, heute freue ich mich aber speziell über die neue Bestzeit“, jubelte Nagl nach Gold und Rekord.
Ihre Gegnerin im Finale? Die bisherige Rekordhalterin Stöckler, inzwischen KVÖ-Coach. Für die ÖSTM wagte sie ein eintägiges Comeback. Nagl: „Es ist immer seltsam, gegen seinen Coach zu klettern. Aber sie unterstützt mich mit vielen Tipps und Tricks, ich kann enorm von ihr profitieren.“
Mission accomplished! Tamara Lehner war auch 2025 bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien eine Klasse für sich.
Die erst 16-Jährige konnte ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen, setzte sich im Kata-Finale gegen die Vorarlbergerin Sarah Flaschberger durch.
“Es war unglaublich heiß in der Halle, die Bedingungen waren eine Herausforderung. Man schwitzt viel, ist unter Stress, aber ich habe meine Leistung auf die Tatami gebracht”, war die Burgenländerin, die in der Entscheidung ihren Lieblings-Kata gezeigt hat, mit ihrer Performance zufrieden. Erst recht, als sie mit ihrer Goldmedaille um die Wette strahlte.
Talent ist nicht alles
Apropos Gold: das hat Lehner stets vor Augen. “Mein größtes Ziel ist es, Weltmeisterin zu werden!”
Der Shooting-Start vom Frieways Karateklub weiß aber auch, dass der Weg an die absolute Weltspitze noch steinig und lang, dass Talent nicht alles ist.
“Der Unterschied zwischen Junior und Elite ist sehr groß, speziell was das Selbstbewusstsein auf der Matte angeht. Aber ich habe auch bei der Athletik noch Aufholbedarf, um die Allerbesten zu fordern.”
Mehr als verdient
Von den Sport Austria Finals nimmt sie neben der Goldmedaille auch die Erfahrung eines Multisport-Events mit. Multi auch deshalb, weil die Erfahrung sehr vielschichtig waren – begonnen bei der Stimmung in der Halle über die Live-Übertragung im ORF und auf Sport Austria Finals TV (www.sportaustriafinals.tv) bis zur Sieger:innenehrung auf der großen Finals-Stage im Herzen der Innsbrucker City.
“Es macht ein bisschen nervös, wenn man weiß, dass so viele Menschen zuschauen. Aber auf der anderen Seite möchte man als Athletin gerne mehr davon haben, weil es sich unsere Sportart mehr als nur verdient hat.”
Hitzeschlacht in der Mittelschule Olympisches Dorf! Also wurden bei den Karate-Entscheidungen im Rahmen der Sport Austria Finals die Karten neu gemischt, gab es Favorit:innensiege ebenso wie Überraschungen. Im Kata-Bewerb der Damen legte die erst 16-jährige Tamara Lehner eine weitere Talentprobe ab. “Ich konnte meine Leistung trotz der schwierigen Umstände auf die Matte bringen”, freute sich die Burgenländerin. Bei den Herren setzte sich Florian Zöchling im Kata-Finale durch.
Spannende Entscheidungen gab es auch im Kumite. Cetin Ceylin (-61 kg) kämpfte sich bis ins Finale, wo sie Sophie Kemetinger besiegte. Für die 17-jährige Salzburgerin der erste große Erfolg in der Allgemeinen Klasse, kurz darauf gewann sie mit dem Team des Salzburger Landesverbands auch den Team-Bewerb. “Das war ein perfekter Tag”, jubelte die 17-Jährige, die von der mehrfachen Medaillengewinnerin Alisa Buchinger betreut wird, über Doppel-Gold. In den Gewichtsklassen -68 kg und +68 kg setzten sich mit Marina Vukovic und Lora Ziller die Top-Favoritinnen durch.
Bei den Herren feierte Mykyta Hrihorashenko bis 75 kg seinen zweiten Staatsmeistertitel in Folge, den ersten als Österreicher. Denn der gebürtige Ukrainer wurde Anfang des Jahres eingebürgert, will zukünftig für Rot-Weiß-Rot auch international für Furore sorgen. “Mein Ziel sind Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften!” Die weiteren Titelträger: Hamsat Israilov (bis 60 kg), Tobias Fleisch (bis 67 kg), Adrian Nigsch (bis 84 kg) und Vincent Kleinekathöfer (+84 kg). Den Mannschaftstitel sicherte sich Karate Vorarlberg mit einem Final-Erfolg gegen Karate Vorarlberg. Abschließender Höhepunkt war die abendliche Sieger:innenehrung auf der Mega-Finals-Bühne auf dem Landestheatervorplatz in der Innsbrucker City.
Packende Entscheidung bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften in der Sportaerobic im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien in Innsbruck. Am Ende jubelte Katharina Wild über die erfolgreiche Titelverteidigung.
28 Sportlerinnen gingen am Donnerstag im USI Innsbruck in der allgemeinen Klasse an den Start. Nur ein einziger Zehntelpunkt trennte am Ende die Top-3. Die 18-jährige Niederösterreicherin Katharina Wild verteidigte ihren Vorjahrestitel mit 19.400 Punkten erfolgreich. Tirols Lokalmatadorin Laura Baumgartner sicherte sich Silber, punktgleich mit 19.300 Zählern (aber mit dem besseren Execution Score) vor der Oberösterreicherin Lea Robl.
Österreichs arriviertes Sportaerobic-Top-Trio der letzten Jahre setzten sich somit auch bei der Staatsmeisterschaft 2025 durch. Jede der Medaillengewinnerinnen war zuvor schon ganz oben auf dem Siegerinnen-Podest gestanden (Wild 2024, Baumgartner 2023, 2022 und 2020, Robl 2021 und 2019). Wild, die zu James Bond ablieferte, freute sich über ihre Titelverteidigung: „In diesem Jahr bedeutet mir der Titel noch mehr, weil ich als Titelverteidigerin Druck hatte und es bestätigen wollte. Es war schon mein Ziel, auf das ich hintrainiert habe. Aber wirklich damit gerechnet habe ich nicht. Doch ich habe das Beste aus mir herausgeholt, bin jetzt sehr stolz und überwältigt.“
Im Damen-Einzelbewerb der Sportaerobic wird ein offiziell von der Sport Austria anerkannter Staatsmeistertitel vergeben. Darüber hinaus wurden unter den insgesamt 136 Teilnehmenden (135x weiblich, 1x männlich) die Österreichischen Meisterschaften der Allgemeinen Klasse, für den Nachwuchs und das B-Programm ausgetragen. Die Medaillen in den verschiedenen Einzel-, Trio-, Gruppen-, Dance- und Step-Bewerben gingen ebenso wie im Staatsmeisterschafts-Topbewerb alle nach Niederösterreich, Tirol und Oberösterreich.
Turnsport-Austria-Präsidentin Gabriela Jahn freute sich über die positive Entwicklung auch in dieser Verbandssparte: „Ich habe heute großartige Leistungen an der Spitze und einen stark aufstrebenden Nachwuchs erlebt, der uns noch viel Freude bereiten wird. Wir müssen uns keine Sorgen um die Sportaerobic-Zukunft machen.“ Bundesreferentin Nadja Grabler: „Wir werden nicht nur besser, wir werden auch wieder mehr, alle Zahlen gehen nach oben. Die erstklassige Organisation heute im Rahmen der Sport Austria Finals wurde unserem Aufwärtstrend gerecht.“
Laut chinesischem Horoskop ist 2025 das Jahr der Schlange. In Cheersport-Österreich ist 2025 seit Donnerstag-Abend aber endgültig das Jahr der Drachen!
Die Danube Dragons haben mit ihrem Sieg bei den Staatsmeisterschaften im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien Geschichte geschrieben. Die „Drachen“ durchbrachen dadurch die zehn Jahre dauernde Siegesserie der Vienna Vikings – Österreichs erfolgreichster Cheersport-Verein in der “Königsklasse” – hatte seit der Erstaustragung 2015 immer den Titel geholt.
Anders als 2024, als die Fierce Dragons den Titel nach einer Traumsaison in einem Herzschlagfinale Gold noch einmal den Dauerrivalinnen der Vikings Allstars überlassen mussten, klappte es diesmal mit einer nahezu fehlerfreien Performance.
“Zehn Jahre darauf hingearbeitet”
„Es ist nicht in Worte zu fassen. Wir haben zehn Jahre genau auf diesen Moment hingearbeitet. Es fällt so eine Last und so ein Druck ab. Ich kann die Glücksgefühle nicht beschreiben“, jubelte Nina Ringl von den siegreichen Dragons, die das Triple aus Wiener Landesmeisterschaften, International Cheer Masters und Staatsmeisterschaft schaffen.
Die Vikings Allstars mussten sich diesmal mit Platz vier begnügen. „Jetzt überwiegt die Enttäuschung, vor allem, weil wir so lange an der Spitze gestanden haben. Aber es war unser bester Wettkampfauftritt in dieser Saison. Wir haben nach den International Cheer Masters eine enorme Entwicklung hingelegt. Wenn wir das nächstes Jahr früher schaffen, geht es sich auch wieder mit dem Staatsmeistertitel aus“, sagt Sabrina Czerny.
Neben den Dragons gehörten die Schlagzeilen in der Cheersport-Sparte aber auch den Graz Cheersport Royals(GCR) und dem Turnverein Perchtoldsdorf (TVP Union). Beide Klubs holten die erste Staatsmeisterschaftsmedaille ihrer Vereinsgeschichten. „Hammer! Dieses Silber strahlt für uns wie Gold“, sagte GCR-Athletin Jessica Farthofer. „Vor zwei Wochen hätten wir das nicht für möglich gehalten“, so Juli Maly von TVP Supersonic.
Sport Austria Finals 2025 – Cheersport, 19.06.2025, Innsbruck, Austria. (Photo: Michael Meindl)
Elfter Streich der Milleniumdancers
Im Performance Cheersport bleiben die Milleniumdancers weiterhin das Maß aller Dinge. Für die Wienerinnen, die sich seit 2015 bei jeder Staatsmeisterschaft durchsetzten, holte die Senior-Pom-Formation Gold.
„Der Titel wird nie zur Gewohnheit. Wir arbeiten extrem hart und die Freude wird nicht weniger“, so Viktoria Schellenbauer. Es sei vor allem eine mentale Challenge, Jahr für Jahr dem Druck stand zu halten. „Wir wissen schon, wenn wir in die Saison reingehen, dass wir besser sein müssen als im Jahr davor. All unsere Athletinnen geben immer 240 Prozent in jedem Training. Das ist, was Milleniumdancers ausmacht.“
Die Silbermedaille eroberten die Vikings mit Destiny Pom, Bronze ging ein wenig überraschend an die Raiderettes Senior Pom von den SWARCO Raiders.
Elfter Höhenflug für die Milleniumdancers.
Auch drei Nachwuchs-Goldmedaillen an die Dragons – TVP überrascht
Auch in den Nachwuchs-Kategorien, die als Österreichische Meisterschaften gewertet werden, ging es ebenso emotional wie dramatisch zu. Bei den Cheersport-Juniorinnen (15 bis 18 Jahre) nutzte TVP einen Fehler der Dragonszu Meisterschaftsgold. Für die Wiener blieb die Silbermedaille, Bronze ging an die Vikings.
In den niedrigeren Altersklassen führte kein Weg an den Danube Dragons vorbei. Sowohl im Youth (12 bis 14 Jahre) als auch im Primary (7 bis 13 Jahre) und Mini (9 bis 11 Jahre) behielten die Wienerinnen die Oberhand. Die Silbermedaillen gingen an TVP (Youth, Primary) und die Graz Royals (Mini). Über Bronze freuten sich die Vikings(Youth), und die Tirolerinnen der SWARCO Raiders (Primary) und des ACC Rum (Mini).
Im Performance-Cheer-Nachwuchs blieben die Milleniumdancers Gold und Bronze im
bei den Juniors (15 bis 18 Jahre) und Gold bei den Peewees (7 bis 13 Jahre) top. Die Premium Dancers gewannen Silber bei den Juniors und bei den Peewees. Weitere Bronze-Medaillen gingen nach starken Performances an die Thunders (Youth) und Vikings (Peewee).
Medaillenspiegel: Dragons mit fünf Medaillen am erfolgreichsten
An der Spitze des Medaillenspiegels standen bei diesen Meisterschaften die Danube Dragons mit fünf Medaillen, vier davon in Gold und eine in Silber.
Dicht dahinter reihen sich die Vienna Vikings mit zweimal Silber und dreimal Bronze ein. Vier Medaillen gewannen die Milleniumdancers (3x Gold, 1x Bronze) und TVP (1x Gold, 2x Silber, 1x Bronze).
Auch im Medaillenspiegel vorne dabei: Die Milleniumdancers.
Cheersport Cup als gebührender Finals-Auftakt
Schon am frühen Donnerstag-Vormittag kämpften die ersten 19 Teams im Rahmen des sogenannten „Österreichischen Cheersport Cup“ um die Medaillen. Dabei boten sie den schon zu diesem Zeitpunkt zahlreichen Fans in der Olympiaworld eine Cheer-Show der Extraklasse.
Die Medaillen beim Cheersport Cup – und damit die ersten der diesjährigen Finals – gingen an die Formationen der Tyrolean Angels (Open Age All Girl Elite, Open Age All Girl Advanced), SWARCO Raiders (Open Age Pom, Open Age Intermediate), Milleniumdancers (Junior Doubles Pom, Senior Doubles Pom), Royals (Open Age Novice) und TVP (Open Age All Girl Median).
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