„Ich fühle mich stark!“

GAK-Wasserspringer Dariush Lotfi kehrt von 1. bis 6 Mai 2021 in Tokio nach langer Wettkampfpause auf die Weltcup-Bühne zurück – es werde noch 18 Olympia-Startplätze vergeben. Für den Grazer ist es die letzte Chance auf eine Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele. Und diese Möglichkeit wäre aufgrund einer Absage zunächst im wahrsten Sinn des Wortes fast ins Wasser gefallen.

Am Anfang war das natürlich sehr schwer und extrem bitter. Wir hätten aber im Mai zumindest noch die Europameisterschaft gehabt. Wir waren gerade im Trainingslager in Wien und ich hatte innerhalb von vier Tagen sechs Sprünge zur Weltcup-Vorbereitung absolviert, das war sehr anstrengend – normalerweise machen wir in fünf Tagen nur zwei maximal drei Sprünge“, blickt Lotfi auf ein intensives Training zurück und erzählt, wie er von der einstweiligen Absage des entscheidenden Weltcups erfahren hat: „Als wir dort die Info bekommen haben, dass unser Event abgesagt ist, war das im ersten Moment sehr hart. Wir haben dann einfach weiter trainiert und keine Pause gemacht. Ich wollte mich selbst überzeugen, dass ich auch ohne Wettkampf solide springen kann. Es war für mich einfach wichtig, dass es trotzdem geht.

10 Meter zum Olympia-Traum

Völlig unerwartet kam wenige Tage später erneut eine Information, dass der Weltcup der Wasserspringer in Japan doch stattfinden wird. Mittlerweile ist Lotfi bereits in Japan angekommen und brennt auf seinen Start. „Wir sind dort in einer „Bubble“, mussten glücklicherweise nicht in Quarantäne und konnten sofort trainieren. Es wäre für uns Sportler sehr schlecht, könnten wir vor einem Wettkampf zwei Tage lang nichts machen. Ich werde es mit Sicherheit genießen und versuchen das Optimum herauszuholen – einfach Gas zu geben. Für mich ist es ein großer Wettkampf, auch wenn es mit der Qualifikation letztendlich nicht klappen sollte“, gibt der GAK-Wasserspringer einen Überblick über seine persönlichen Erwartungen.

Mit der Qualifikation zu den Olympischen Sommerspielen würde für den Grazer, der in einer guten körperlichen und mentalen Verfassung ist, ein großer Traum in Erfüllung gehen, der ihn seit seinem ersten Tag als Wasserspringer begleitet: „Für mich persönlich wäre eine Teilnahme wirklich alles. Das ist einfach für einen Leistungssportler die größte Bühne, auf der man sich zeigen kann. Ich freue mich, dass ich jetzt noch diese Chance bekomme und um die Qualifikation kämpfen kann.“ Der Steirer nimmt diese wichtige Herausforderung an und will wertvolle Erfahrungen sammeln.

„Das ist die größte Bühne!“

In den Tagen vor der wichtigen Japan-Reise versuchte der Steirer so viele Sprünge vom 10-m-Turm wie möglich zu absolvieren und sich mental ideal vorzubereiten. „Ich muss körperlich definitiv bereit und mental fit sein sowie auf meine eigenen Fähigkeiten vertrauen. Wichtig ist es, dass ich den Input des Trainers umsetzte. Wenn irgendetwas falsch läuft, kann das schon gefährlich werden – in der Regel taucht man mit ungefähr 35 km/h ins Wasser, das ist nicht gerade langsam“, ist sich Lotfi dem bestehenden Risiko bewusst.

Am Ende des Tages hängt es am Tag X von Lotfis eigener Leistung ab – das Selbstvertrauen stimmt. „Ich fühle mich stark. Viel stärker als im Vergleich zum Vorjahr. Ich habe wirklich viel und hart trainiert.

Neben dem entscheidenden Wettkampf in Tokio und den Europameisterschaften im Mai wartet für Lotfi Anfang Juni im Zuge der Sport Austria Finals powered by Intersport & Graz Holding ein besonderes Heimspiel. „Für mich als Grazer war vom ersten Moment, als ich gehört habe, dass die ersten Sport Austria Finals in Graz stattfinden klar: Da muss ich dabei sein! Das Konzept mit einer gemeinsamen Plattform für so viele Sportarten ist unglaublich spannend und bietet großes Potenzial. Ich freue mich wahnsinnig darauf!

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