Bewegung für jedermann

Im Mai warten die Bezirkssportplätze und ein besonderer Fitness-Zehnkampf auf alle Sporthungrigen. Die Öffnungsschritte für den Sport am 19. Mai entfachen für das Grazer Sportjahr ein neues Feuer. Neben den vielen Vereinen, die mit ihren Projekten in den Startlöchern stehen, werden im Mai vor allem die Bezirkssportplätze ins Rampenlicht gerückt. Zusätzlich startet die Stadt Graz im Juli eine noch nie dagewesene Schwimmkursoffensive.

Der dritte Monat des Sportjahres hat begonnen. Und alle Sportfans blicken schon sehnsüchtig auf den 19. Mai, wenn nach langer Pause die Öffnungsschritte für den Sport, sowohl outdoor als auch indoor, erfolgen sollen. Auch für das Sportjahr haben diese Schritte entscheidende Auswirkungen, wie Sportstadtrat Kurt Hohensinner erklärt: „Wir können uns jetzt noch stärker entfalten und bekommen mehr Möglichkeiten für die vielen Projekte.“ Bedeutet vor allem, dass auch die Vereine, die mit ihren Ideen und Aktionen schon in den Startlöchern scharren, nun eine gewisse Planungssicherheit haben und zum Teil auch schon mit der Organisation beginnen können. „Jetzt kommen die Tage und Wochen, in denen wir unseren Terminkalender auf der Homepage so richtig befüllen können“, schmunzelt Programmkoordinator Markus Pichler, „verschobene Events werden nachgeholt und neu datiert, mit Mai starten wir sozusagen noch einmal durch, schließlich sind die zahlreichen Projekte der Vereine ja das Herzstück unseres Sportjahres.“ So werden zum Beispiel Lauftreffs in allen 17 Bezirken oder E-Bike-Trainings angeboten.

Ein solches Herzstück ist auch das Projekt „Wir machen Sport“ und wird vom ASVÖ Steiermark umgesetzt. Auf 16 Bezirkssportplätzen werden jeden Tag Sportprogramme für Senioren und Junggebliebene angeboten. „Das wöchentliche Programm geht bis Ende Oktober und wird stets am gleichen Tag zur gleichen Zeit – immer vormittags – stattfinden. In jedem Grazer Bezirk gibt es mindestens ein Angebot, welches auch zuhause in Eigenregie als „Homeworkout“ leicht nachzumachen ist“, erklärt Projektleiterin Nadja Büchler vom ASVÖ. Die Teilnahme am Programm ist unverbindlich und kostenlos für alle TeilnehmerInnen – einfach hinkommen, mitmachen und Freude an der Bewegung haben! Hohensinner ergänzt: „Ziel dieser Initiative ist es, die Bezirkssportplätze in Graz auch für andere Altersgruppen attraktiv zu machen und so neue Zielgruppen und Angebote zu schaffen. Viele ältere GrazerInnen sind nämlich der Meinung, dass die Sportanlagen im öffentlichen Raum nur den Jungen gehören.“

Court Culture App und Street League

Die Bezirkssportplätze stehen auch bei der „Court Culture App“ im Mittelpunkt. Auf dieser App (www.courtculture.cc) finden sich alle frei zugänglichen Sportflächen der Stadt wieder. Über die Court Culture App konnte man bislang Plätze reservieren und sich auch für gemeinsame Sportaktivitäten verabreden. Ab dem 19. Mai wird ein neues Feature freigeschaltet: die „Freizeitliga“ in verschiedenen Sportarten. „Mit der Court Culture App wollen wir alle Menschen für Sport motivieren und vernetzen“, meint Torben Hecht, Gründer der App.

Fitness-Zehnkampf für jedermann

Bis zum 19. Mai brauchen die GrazerInnen aber nicht zu warten, um sich sportlich betätigen zu können. Wie schon im März und April gibt es auch im Mai besondere Bewegungsinitiativen zum Mitmachen. Diesmal wartet ein „Fitness-Zehnkampf“ für jedermann auf die GrazerInnen. Auf www.letsgograz.at/zehnkampf gibt es den „Let’s Go Zehnkampf Sammelpass“ zum Downloaden und Ausdrucken. Darauf sind zehn „Disziplinen“ beschrieben, die man in den nächsten Wochen absolvieren soll. Zum Beispiel geht es darum, einmal einen Grazer Bezirkssportplatz zu besuchen und dort eine Sportart (Tischtennis, Tennis, Fußball, Basketball, …) auszuüben. Oder in einem der acht Calisthenics-Anlagen in Graz eine Fitnesseinheit durchzuführen. Aber auch etwa drei Tage lang auf den Lift zu verzichten und stattdessen immer die Stufen zu nehmen. „Auf dem Sammelpass kann man dann die Übungen, die man erledigt hat, abhaken. Danach heißt es bis 18. Juni den ausgefüllten Pass ans Sportamt schicken oder vorbeibringen – dann bekommt man als Belohnung eine Zehnkampf-Medaille und nimmt an einem Gewinnspiel teil“, so Pichler. Er appelliert an die sportliche Fairness jedes einzelnen: „Natürlich können wir niemanden kontrollieren, ob er den persönlichen Zehnkampf auch tatsächlich absolviert – aber in erster Linie ist es unsere Aufgabe, die Menschen zu motivieren und letztendlich belügt man sich ja nur selbst.“

Als Schirmherr des Fitness-Zehnkampfes konnte mit Thomas Tebbich übrigens der erfolgreichste Grazer Zehnkämpfer gewonnen werden. Der jetzige Wirtschafts-Geschäftsführer des SK Sturm holte in seiner Karriere drei Staatsmeistertitel im Zehnkampf, drei Titel im Hallen-Siebenkampf und einen im Stabhochsprung. „Es ist eine tolle Idee, die ich sehr gerne unterstütze. Gerade in der heutigen Zeit braucht es niederschwellige Initiativen, um die Menschen zum Sport zu bringen. Ich werde auf jeden Fall meinen persönlichen Let’s-Go-Zehnkampf mit meinen Kindern absolvieren“, freut sich Tebbich schon auf die Bewegung.

Schwimmkursoffensive im Juli

Eine ehemalige Spitzensportlerin als Schirmherrin hat auch eine weitere Initiative in diesem Sportjahr. Wenn man in Graz an Schwimmen denkt, kommt man an einer Dame nicht vorbei: Jördis Steinegger. Die dreifache Olympia-Teilnehmerin hat mehr als 100 Staatsmeistertitel im Schwimmen erobert. Auch nach ihrem Karriereende 2017 ist der Schwimmsport nach wie vor ihre Leidenschaft: „Jede Initiative, die gestartet wird, um Kinder für das Schwimmen zu motivieren und zu gewinnen, kann ich nur begrüßen und unterstützen. Corona hat gerade im Schwimmen viel verhindert – es ist höchste Zeit, die Kinder wieder zum Schwimmen zu bringen.“

 

Und genau dort setzt die Schwimmkursoffensive der Stadt Graz an – eine Herzensangelegenheit für den Stadtrat: „Viele selbstverständliche Programme konnten aufgrund der Corona-Pandemie in den letzten Monaten nicht stattfinden, zum Beispiel die regelmäßigen Schwimmkurse. Hier geht es nicht um den Sport per se, sondern darum, dass es lebensgefährlich ist, wenn Kinder nicht schwimmen lernen.“ Hohensinner kann daher mit Stolz verkünden: „Im Juli öffnen wir drei Wochen lang die Bäder im ATG und in der Union und können so eine noch nie dagewesene Schwimmkursoffensive starten. Wir reden dabei von zusätzlichen Kursen für rund 500 Kinder.“ Zwei Drittel der Kurse sind für Anfänger ab vier Jahren, an fünf Tagen (jeweils 1,5 Stunden) sollen die Kinder das lebensnotwendige Schwimmen erlernen. Alle Kurse der Offensive kosten einheitlich 99 Euro. „Als Stadt wollen wir aber gerade in diesem Jahr besonders unterstützen und fördern. Deshalb gibt es heuer einmalig über das Sportamt einen 50 Euro-Gutschein für alle, die einen Schwimmkurs buchen.  Mit diesem kostet der Kurs pro Kind also nur noch 49 Euro“, so Hohensinner. Infos zur Schwimmkursoffensive gibt es demnächst auf www.graz.at bzw. im Sportamt der Stadt Graz.

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