Mit viel Herzblut!

Florian Blümel, 22 Jahre alt, Lehramt-Student! Der Niederösterreicher, der neben seinem Studium eine Ausbildung zum Notfallsanitäter absolviert, hat auf sportlicher Ebene eine große Liebe: Das „Rope Skipping“!

Als „gelernter“ Kunstturner wurde Blümel eher zufällig auf die ihm nicht wirklich bekannte Sportart „Rope Skipping“, aufmerksam. Eine defekte Trennwand in der Turnhalle ermöglichte dem 22-Jährigen den Erstkontakt mit seiner heutigen großen Leidenschaft. „Während einer kurzen Verschnaufpause habe ich der dortigen Trainingsgruppe zugeschaut – ich wusste echt nicht, dass es das gibt. Es hat echt cool und genial ausgeschaut und mich irgendwie sofort gepackt. Ich habe dann relativ schnell ein Schnuppertraining absolviert und war bei einem Trainingslager im Waldviertel dabei. Die Trainer haben mich als sehr talentiert eingestuft und mich schnell in die Wettkampfgruppe aufgenommen“, strahlt Blümel, als er von seinen „Rope Skipping“-Anfängen erzählt.

Grundstimmung sowie Resonanz äußerst positiv

Schnell machte der Niederösterreicher seine Erfahrungen, sowohl im Einzel als auch im Team-Bewerb, den er als sehr interessant und spannend einordnet.  „Das war das, was mich bewegt hat. Bei den Tricks gibt es keine Grenzen und es sieht schnell cool und dynamisch aus. Man springt sehr viel und es ist viel Akrobatik gefordert. Da kommt mir, speziell bei den Überschlägen und Rädern, meine Turnvergangenheit definitiv entgegen. Im Team unterstützt man sich gegenseitig, man interagiert miteinander und muss synchron bleiben“, schwärmt der Lehramt-Student über die Team-Bewerbe, die aufgrund der Corona-Pandemie und der Eigenständigkeit des Verbandes seit Jänner 2020 etwas zu kurz gekommen sind. Mit großer Leidenschaft und viel Herzblut betreibt der amtierende österreichische Meister „Rope Skipping“. In der Öffentlichkeit beziehungsweise im Freundeskreis können viele Menschen mit dem neuen Sport nicht viel anfangen und stempeln es schnell als „Das ist ja nur Seilhüpfen“ ab

„Wenn man es ihnen dann aber vorführt und Videos zeigt, sind die meisten Personen wirklich begeistert und haben es dann auch zu Hause ausprobiert. Der Erstkontakt ist immer schwierig – ok, etwas Neues, ich weiß nicht, was ich damit anfangen soll“, ist eine positive Mund-zu-Mund-Propaganda das Um und Auf. Im Freundeskreis des 22-Jährigen ist die Sportart mittlerweile aber schon fest verankert und er kann bei Wettkämpfen in seiner Heimat auf die tatkräftige Unterstützung zählen. Auch auf seinen Social-Media-Kanälen sind die Grundstimmung sowie Resonanz äußerst positiv. „Vor kurzem war ich bei der Show ‚Fakt oder Fake‘ beim ORF. Die Leute haben dort dann richtig geschaut, hatten andere Erwartungen und sich unter Rope Skipping nicht wirklich etwas vorstellen können. Für unseren Sport war der Gastauftritt sicherlich sehr gut.“

Online-WM als wichtiges Ziel

Während die AthletInnen des „Rope Skipping“-Verbandes auch in der Corona-bedingten Pause ihr Training nach Hause verlagerten und im Freien trainieren konnten wurde ihre Sportart online bekannter, ohne dass dies ein beabsichtigter Vorgang war. Viele SportlerInnen haben Videos vom klassischen Schnurspringen inkl. einiger Variationen, während ihrem Workout, viral verbreitet und dadurch medial Aufmerksamkeit erregt.

Anfang Juni wird die lange Wettkampfpause ein Ende nehmen und die erste „Österreichische Meisterschaft“ des neuen Verbandes im Zuge der Sport Austria Finals powered by Intersport & Holding Graz ausgetragen. „Ich finde die Sport Austria Finals eine richtig gute Idee. Man erreicht viele neue Leute und erlangt mehr Bekanntheit bei anderen Zielgruppen, aber auch bei anderen Sportlerinnen und Sportler“, freut sich Blümel auf die Premiere in Graz und ergänzt: „Ich hoffe, dass ich meinen Titel verteidigen kann und somit die Qualifikation für die Online-WM (Anm.: die ersten drei schaffen die Qualifikation) schaffe. Bei den Herren ist die Wertung immer ganz eng, daher ist es schwer eine Prognose abzugeben. Die anderen Sportler haben sich super entwickelt. Ich hatte aufgrund meiner Kampfrichterausbildung weniger Zeit zum Trainieren, aber ich werde mein Bestes für die Titelverteidigung geben.“

In seiner Karriere hat der Niederösterreicher schon ein paar Highlights erleben dürfen. So belegte der 22-Jährige 2017 bei der Weltmeisterschaft in Florida mit einer ungarischen Athletin den dritten Platz im Speed-Double-Under-Bewerb (in 30 Sekunden so viele Doppelzüge wie möglich) und konnten sich somit für die Grand World Championships qualifizieren, wo erneut Platz drei heraussprang. „Wenn ich mir das Video meiner Mutter von der Siegerehrung heute noch anschaue, bekomme ich jedes Mal eine Gänsehaut – es waren einfach unglaubliche Momente für mich“, schilderte Blümel sein bisher größtes internationales Highlight.

Neben seiner eigenen aktiven Karriere gibt der Niederösterreicher bereits sein Wissen als Trainer weiter und versucht den Kindern das Rope Skipping schmackhaft zu machen. „Man kann es den Kindern nur empfehlen. Es werden alle Muskelgruppen trainiert und man hat für viele andere Sportarten eine super Grundlage. Vor allem in puncto Koordination ist Rope Skipping sehr hilfreich. Es geht einfach darum, die Kinder ‚einzufangen‘ und sie nachhaltig zu begeistern“, findet Blümel schöne Schlussworte.

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