„Perfekter Abschluss“

Josef Mahringer ist im Fechten eine große Nummer. Der Oberösterreicher ist EM-Fünfter und hat in diesem Jahr das Olympia-Ticket nur knapp verpasst.

Bei den Sport Austria Finals powered by Intersport & Holding Graz wird der Heeressportler in den Degen-Bewerben an den Start gehen. Die Favoritenrolle ist ihm dabei sicher. Im Interview spricht Mahringer über die Finals, die Faszination Fechten und seine Ziele.

Die Sport Austria Finals powered by Intersport & Holding Graz stehen an, wie groß ist die Vorfreude?

Josef Mahringer: Es ist das letzte Turnier der Saison, ein perfekter Saisonabschluss. Ich freue mich schon sehr darauf, man merkt auch, dass alle im Team heiß sind. Wir hatten zwar internationale Turniere, aber national ist es das erste richtig große Event seit über eineinhalb Jahren. Und dann gleich die Staatsmeisterschaften in diesem großen Rahmen.

In welchen Disziplinen werden wir dich sehen?

Mahringer: Ich starte im Herren-Degen und Degen-Team. Beide Bewerbe finden am Samstag statt, die Ziele sind groß.

Verrate sie uns doch…

Mahringer: Wir sind mit der Fechtunion Linz seit einigen Jahren Titelträger und wollen erneut gewinnen. Mit einem Sieg würde ich – kombiniert in Einzel und Team – meinen 10. Staatsmeistertitel holen. Das wäre schon ein geniales Jubiläum, aber die Konkurrenz ist groß. Die Saison dauert schon lange, das große Highlight Olympia-Quali ist abgehakt. Die Form ist nicht mehr ideal, passt aber noch ganz gut.

Was erwartest du dir von der Veranstaltung? 24 Sportverbände werden ihre Meisterschaften in Graz austragen.

Mahringer: Es wird sicher ein richtig cooles Event. Unsere Staatsmeisterschaften finden öfter in Graz statt, wir haben also fast Heimvorteil. Vielleicht trifft man außerhalb der Sportstätte den einen oder die andere SportlerIn. Das Format mit mehreren Sportarten an einem Ort ist sehr interessant und wird hoffentlich in den nächsten Jahren fortgesetzt.

Wie wichtig wird es für euch als Sportart sein, euch hier zu präsentieren?

Mahringer: Es wird auf jeden Fall helfen, Fechten bekannter zu machen. Jede Publicity hilft dem Fechtsport, es müssen mehr Leute wissen, wie großartig unser Sport ist. Die Aufmerksamkeit ist hier gebündelt, die Medientermine, Livestreams und Übertragungen im ORF sind enorm wichtig für uns und die Zukunft unserer Sportart.

Was können sich Fans, die vielleicht noch nicht mit Fechten in Berührung gekommen sind, erwarten?

Mahringer: Die Faszination am Fechten ist ganz einfach erklärt: Du musst deinen Gegner treffen, bevor er dich trifft. Das klingt einfach, aber je einfacher etwas klingt desto schwieriger ist es oft. Es warten jede Menge Action, ganz unterschiedliche Gefechte und verschiedene Stile. Es werden sicher knappe Matches, es wird taktisch und auch mentale Tricks werden zu sehen sein.

Was sind deine langfristigen Ziele?

Mahringer: Grundsätzlich habe ich in dieser Saison meine Soll-Ziele erreicht und bin sogar darüber hinausgekommen. Ich war bei vier Weltcups in den Top-32, davor war es immer ein Kampf um die besten 64. Durch die Konstanz habe ich meine Weltranglistenposition verteidigt, jetzt müssen die nächsten Schritte folgen. Die Olympia-Quali für Tokio hat leider nicht geklappt, war aber auch sehr schwer. Das nächste große Ziel ist Paris 2024, dazwischen warten mit Europa- und Weltmeisterschaften aber auch einige Zwischenziele.

Die Fecht-Bewerbe bei den Sport Austria Finals powered by Intersport & Holding Graz im Livestream:

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