29. MAI – 2. JUNI IN INNS­BRUCK/TIROL

Mission Thunderdome

In knapp zwei Stunden war die Sache erledigt. Der „Thunderdome“ am Grazer Hauptplatz trägt seit Montag, nach einer Woche Basketball-3×3-Olympia-Qualifikation, das neue Kleid der Sport Austria Finals powered by Intersport & Holding Graz.

Im Nu waren die Transparente der Stahlkonstruktion (Umfang 96 Metern, Durchmesser 30 Meter), die mit ihren 58 Logen Platz für 500 ZuseherInnen bietet, getauscht. Dazu musste aber erst einmal die Grazer Bergrettung ausrücken.

„Arbeitshilfe ist für uns selbstverständlich“, erklärt Michael Miggitsch, Landesleiter der Steirischen Bergrettung, den ungewöhnlichen Einsatz der Ortsstelle Graz. Eingefädelt hatte den Einsatz in luftigen Höhen am Grazer Hauptplatz Regina Stanger, Sport Austria Finals-Koordinatorin in Graz, selbst seit vier Jahren eine von 1.700 ehrenamtlichen Mitgliedern bei der steirischen Bergrettung. „Ich habe den Aufbau des Thunderdomes beobachtet und gesehen, dass das Verkleiden der Stahlkonstruktion mit Transparenten mehr als zwei Tage gedauert hat. Wir hatten aber nicht einmal einen Tag Zeit dafür. Da wusste ich, ich muss meine Kolleginnen und Kollegen von der Grazer Bergrettung um Hilfe bitten, die schaffen das weit schneller!“

Bergrettung Graz gibt Arbeitshilfe

Und so kam es, dass mehr als 20 Männer und Frauen der Bergrettung Graz, ihre Kletterfähigkeiten auf den meterhohen Stahltürmen unter Beweis stellend, den Spezialauftrag ihrer Kollegin in weniger als zwei Stunden erledigten.

„Die Bergrettung ist immer zur Stelle, auch wenn es einmal schwierig werden sollte“, sagt Andreas Trügler, Landesleiter-Stellvertreter der steirischen Bergrettung. 21 Einsätze hätten Sie allein in der Ortstelle Graz in diesem Jahr gehabt. Vom verunglücken Mountainbiker, über Paragleiter und Drachenflieger, aber auch einfach schlecht ausgerüstete Wanderer, die in Not geraten waren.

Auf die Bewerbe bei den Sport Austria Finals freue man sich schon. „Es gibt viele sehr sportliche Leute bei uns“, erzählt Ortsstellenleiter Wolfgang Sattler stolz und zeigt auf seine Kollegin Ilse Koll. Sie war 1995 die erste Frau in der steirischen Bergrettung und ist eine erfolgreiche Triathletin mit Staats- und Europameistertiteln. „In meiner Altersklasse“, ergänzt Koll mit einem Lächeln.

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