7. – 11. JUNI
IN GRAZ

Höck: Reinhängen für die EM

Das Ringe-Finale des Turnweltcups in Baku lief für Vinzenz Höck nicht nach Wunsch: Trotz erhöhtem Schwierigkeitsgrad, blieb dem 26-jährigen Grazer in der Entscheidung nur der achte Platz (14.066 Punkte). Es gewann Italiens aktueller WM-/EM-Dritter Salvatore Maresca (14.800) vor dem türkischen 2019-Weltmeister Ibrahim Colak (14.766) und Aserbaidschans Lokalmatador Nikita Simonov (14.500).

Vinzenz Höck selbst trug es mit Fassung: „Nach dem Vorkampf wusste ich, dass es mit einem 5.9er-Ausgangswert schwierig wird, eine Medaille zu gewinnen. Aus diesem Grund haben Petr (Koudela, Nationaltrainer, Anm.) und ich uns dazu entschlossen, das Risiko einzugehen und einen neuen Teil in die Übung einzubauen. Stemme-Kopfkreuz habe ich zum ersten Mal im Wettkampf gezeigt, konnte nicht ganz die Balance finden, das hat Unruhe in die weitere Übung gebracht. Es ist immer ein längerer Prozess, neue Elemente im Wettkampf abzugsfrei zu bekommen. Heute war das dazu mein erster Schritt Richtung EM im Sommer und WM im Herbst.“

Höck erhöht Schwierigkeitsgrad

ÖFT-Kunstturner-Sportdirektor Fabian Leimlehner erläutert: „Vinzenz stockt sein Programm weiter auf. Er spürt allerdings noch die Nachwirkungen seiner Corona-Erkrankung. Die kraftraubende Balandin-Kombination zu Beginn lässt er deshalb derzeit aus, das neu erarbeitete Kopfkreuz (das Ringe-Signatur-Element Kreuzhang/Iron Cross, allerdings mit Kopf unten und Füßen oben, Anm.) hat er erstmals im Ernstfall getestet. Es gelang leider noch nicht gut: Vinzenz war zu hoch, zu schräg und hielt es nicht lange genug. Das waren mindestens sechs Zehntel Abzug. Sobald er alles sauber schafft, turnt er besser denn je und ist ganz vorne dabei.“

Als zweiter österreichischer Kunstturner war Xheni Dyrmishi am vergangenen Wochenende beim Baku-Weltcup am Pauschenpferd im Einsatz. Der 30-jährige Wahl-Innsbrucker musste in der Qualifikation einmal unfreiwillig vom Gerät, das bedeutete für ihn im 45-köpfigen Feld den 25. Rang. Dyrmishi absolvierte somit zwischen Ende Februar und jetzt alle vier Meetings der heurigen A-Weltcup-Serie (23./Cottbus, 7./Doha, 20./Kairo, 25./Baku). Dreimal war wegen Fehlern bereits im Vorkampf Endstation. In Doha konnte der vorjährige EM-Zehnte sein Potenzial ausspielen und in das Top-8-Finale vordringen.

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