Fair, fairer, Ultimate Frisbee

Sportarten mit Frisbee gibt es einige. Ultimate Frisbee ist sicher die bekannteste davon. Zwei Teams spielen sich mit schnellen Pässen aus dem Handgelenk die Scheibe zu und versuchen diese in die gegnerische Zone am anderen Ende des Spielfeldes zu bekommen. Wird sie dort von einem Spieler oder einer Spielerin gefangen, gibt das einen Punkt. So weit, so einfach. 

Aber Ultimate Frisbee ist mehr, viel mehr. Weil die Spiele ohne SchiedsrichterInnen auskommen, Fouls und Regelverstöße also selbst geahndet werden, gilt Ultimate Frisbee als fairste Sportart der Welt. 

Wurftechnik und Athletik

Für Marlen Kainzmayer, eine der besten Spielerinnen des Landes, ist ihr Sport noch viel mehr. Zwei Mal pro Woche steht sie auf dem Feld, um mit ihren TeamkollegInnen Spielzüge zu üben, an Technik und Taktik zu feilen. Dazu kommen Laufeinheiten und gemeinsames Krafttraining.

„Ultimate Frisbee ist die perfekte Kombination aus Technik beim Werfen und Athletik auf dem großen Feld“, weiß Kainzmayer, die im letzten Jahr bei den Sport Austria Finals mit ihrem Verein Flying Disc Club Sportunion Catchup Graz die Staatsmeisterschaften gewinnen konnte. Zum bereits dritten Mal in Folge.

Titelverteidigung "dahoam"

Heuer soll die Serie – wieder mit Heimvorteil – ausgebaut werden. „Wir machen uns schon sehr große Hoffnungen, dass wir unseren Titel verteidigen können. Aber die Finals sind für uns auch die perfekte Möglichkeit, unsere Sportart zu präsentieren. Wir freuen uns riesig, dass wir noch einmal die Gelegenheit haben, das Finalturnier in Graz auszutragen. Hoffentlich kommen heuer viele Sportfans zu unseren Spielen nach Weinzödl“, wünscht sich die Nationalteamspielerin ein volles Haus. Und möglichst viele hochkarätige Duelle, sind die Sport Austria Finals doch zugleich auch die Generalprobe für die Klub-Weltmeisterschaft in Cincinnati Ende Juni.

„Wir werden bei den Finals mit dem WM-Kader antreten, also 12 Damen und 12 Herren, und noch einmal die Form überprüfen.“ Sind in Graz zehn Teams mit dabei, treten bei der Klub-WM 128 Mannschaften an, rund ein Drittel davon im Mixed Bewerb, in dem auch Catchup Graz vertreten sein wird.

„Unser Ziel bei der WM ist ein Ergebnis unter den Top-20“, sagt Kainzmayer. Zumindest in Europa zählt man bereits zu den Allerbesten. Vor Ostern war Catchup Graz zu einem hochkarätigen Turnier in Bologna eingeladen, als eines der acht besten Teams des Kontinents, und belegte den vierten Platz. Anfang Juni wartet noch ein internationales Kräftemessen in Genf. „Es ist eine Saison mit einigen Höhepunkten – und die Sport Austria Finals gehören zu den ganz großen Highlights!“

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