Technik, Taktik, Tempo

Im Vorjahr feierte Inline Speedskating seine Premiere bei den Sport Austria Finals powered by Intersport & Holding Graz. 2022 kommt es zur Neuauflage – spannende Duelle, hochklassiger Sport und mehrere Kilo Bolognese inklusive.

Die Grazer Lokalmatadore SC Highlanders waren im letzten Jahr der erfolgreichste Verein. Geht es nach Trainer Hans-Peter Kraus, soll das 2022 erneut der Fall sein: „Ich würde mich freuen, wenn die Sport Austria Finals erneut so gut ablaufen wie im Vorjahr. Wir sind sehr stolz, wieder auf unserer Heimbahn zu fahren.“

Gefahren wird erneut im Center West, besser gesagt auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums. „Das Center West hat uns letztes Jahr ganz toll unterstützt und wird das erneut tun. Eigentlich ist unsere Wettkampfstätte ein Parkplatz, wir adaptieren das Gelände und sichern alles ab“, so Kraus. Nachsatz: „Heuer erwarten wir etwas mehr Fans, das müssen wir einrechnen.“

Einrechnen müssen das auch die „kochenden Mütter“ des SC Highlanders. Im Vorjahr wurden 12 Kilogramm Faschiertes zu Spaghetti Bolognese verkocht. Kraus lacht: „Da mache ich mir keine Sorgen, es wird wieder ein großartiges Buffet geben. Die Mütter versorgen unsere Gäste mit Speis und Trank.“

Auch die Athletinnen und Athleten dürfen am Buffet zuschlagen. Nach den kräfteraubenden Rennen müssen die Energiespeicher schließlich gefüllt werden. In allen Altersklassen stehen zwei Kurz- und zwei Langstreckenrennen auf dem Programm. Auf der Kurzstrecke zum einen „One Lap“, also eine Runde mit rund 280 Metern, zum anderen – je nach Altersklasse – 500 oder 1.000 Meter. Auf der Langstrecke stehen der Eliminator, die längste Distanz, und das Punkterennen an. Gestartet wird als Massenstart, beim Eliminator wird alle zwei Runden der oder die Letzte aus dem Rennen genommen, bis die Top-3 über sind und wer dann zuerst im Ziel ist, gewinnt. Beim Punkterennen ist nicht entscheidend, wer zuerst die Ziellinie überquert, sondern wer im gesamten Rennen die meisten Punkte gesammelt hat.

Tanja Wachswender vom SC Highlanders gewann im Vorjahr in der Jugendklasse vier Mal Gold und will auch heuer wieder abräumen. „Am liebsten will ich Meisterin werden, das ist klar. Aber insgeheim mache ich auch Jagd auf das EM-Limit“, so Wachswender, deren Lieblingsdisziplin der Eliminator ist.

Zum Speedskating kam sie eher durch Zufall: „Unser Sport ist nicht so bekannt, das hat mich von Anfang an gereizt. Ich wollte es unbedingt ausprobieren und es hat mir sofort Spaß gemacht. Davor bin ich nie auf Skates gestanden, doch ich habe es überraschend schnell gelernt.“

Obwohl beim Inline Speedskating immer ein:e Athlet:in gewinnt, ist das Teamgefüge sehr wichtig. Coach Kraus: „Man muss es sich vorstellen wie bei einem Langdistanz-Radrennen: Man versucht, einen Athleten in die beste Position zu bringen. Ohne ein starkes Team wäre das nicht möglich. Die Taktik ist sehr entscheidend.“

Technik, Taktik, Tempo. Geschwindigkeiten von über 55 km/h und 70 Rennen in eineinhalb Tagen. Auf all das und viel mehr dürfen sich die Zuseher:innen beim Inline Speedskating bei den Sport Austria Finals powered by Intersport & Holding Graz freuen.

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