Irres Finish! Raggl sprintet Foidl nieder

Bei der Short Track-Entscheidung der Männer im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Intersport & Holding Graz war der Track in Stattegg für Top-Favorit Maximilian Foidl im wahrsten Sinne des Wortes zu short.

Denn der Lokalmatador musste sich nach neun intensiven Runden über Stock, Stein und künstliche Hindernisse Gregor Raggl um wenige Zentimeter geschlagen geben. Der Tiroler wehrte alle Attacken von Olympia-Teilnehmer Foidl – der Steirer war bei den Spielen 2020 in Tokio am Start – ab, blieb immer im Windschatten und ging auf der Ziellinie vorbei.

Aus dem Auto zum Titel

„Max ist ein brutales Rennen gefahren, ich musste hart kämpfen, um sein Hinterrad zu halten. Aber ich wollte alles auf den Zielsprint ankommen lassen – in dem Fall ist es gut für mich ausgegangen“, jubelte Raggl, der erst am Vormittag zu den Finals gereist war.

„Ich bin fünfeinhalb Stunden im Auto gesessen, wollte das Rennen unbedingt mitnehmen. Umso cooler, dass es sich so rentiert hat“, holte sich der 30-Jährige bei der Siegerehrung am Karmeliterplatz auch noch sein Meister-Trikot ab. „Das gewinnt man auch nicht alle Tage. Nur schade, dass sich die Party danach nicht ausgeht, aber wir sind mitten in der Saison und morgen geht es schon wieder in die Schweiz zu den nächsten Rennen.“

Falsche Taktik bei Foidl

Bei Max Foidl hielt sich die Enttäuschung über Platz zwei in Grenzen. „Es war ein extrem schwieriges Rennen, ich habe mir schon gedacht, dass eine Gruppe bis zum Ende zusammenbleiben wird. Ich habe alles probiert und gedacht, dass ich Gregor am letzten Anstieg davonfahren kann. Aber am Ende ist mir ein bisschen der Dampf ausgegangen“, ärgerte sich der 26-Jährige nur über die falsche Taktik-Wahl.

„Selber schuld, aber mit meiner Leistung bin ich dennoch zufrieden. Es war ein gutes Rennen, ich bin Zweiter – wenn wir es noch einmal starten, würde ich alles gleich machen.“

Platz drei ging an Kilian Feurstein.

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