Episch! Dickert jubelt nach Gummiarm

Vier Wettkampftage bei den Sport Austria Finals powered by Intersport & Holding Graz, vier Racketlon-Turniertage im Racket Sport Center Graz. Vollgepackt mit hochklassigen Duellen an der Tischtennis-Platte, am Badminton-Platz, in der Squash-Box und am Tennisplatz.

Zum Abschluss standen am Sonntag die Einzel-Entscheidungen bei Damen und Herren auf dem Programm. Und da kam es im Herren-Finale zum Giganten-Duell zwischen dem ungesetzten Michael Dickert, Gewinner des Doppel-Bewerbs, und RFA-Präsident Marcel Weigl – das an Spannung nicht zu überbieten war.

Und erst mit dem allerletzten Punkt, dem sogenannten Gummiarm, entschieden wurde. Der Entscheidungspunkt wird im Tennis ausgespielt, wenn die Gesamtpunktezahl der Spieler nach vier Sätzen unentschieden ist. Das Los entscheidet über das Service und es gibt keinen zweiten Aufschlag.
Weigl gewann das Los und entschied sich für Rückschlag, dieser landete jedoch im Netz. So hieß es am Ende 18:21 (Tischtennis), 21:14 (Badminton), 15:21 (Squash), 25:22 (Tennis) für Dickert, der vor dem Gummiarm drei Matchbälle abwehren konnte.

„Alleine mit dem Präsidenten im Finale am Platz stehen zu dürfen – und dann noch so eine Entscheidung zu haben, das macht diesen Titel ganz besonders“, freute sich Dickert über ein erfolgreiches Wochenende. „Ich konnte vor den Finals nur ein paar Wochen trainieren, deshalb ist es extrem cool, dass ich mit zwei Titeln nach Hause fahren kann.“

Des einen Freud, des anderen Leid. Der RFA-Präsident hielt mit seinem Frust nicht hinter dem Schlossberg: „Es tut einfach nur weh! Ich habe drei Matchbälle vergeben – unmöglich normal! Dass es überhaupt zu diesem Gummiarm gekommen ist, ist eine Frechheit. Davon werde ich mich so schnell nicht erholen.“

Zum Glück geht’s für Weigl, der die Chance ausließ, zum zweiten Mal nach 2004 und also 18 Jahre später den Einzel-Titel zu gewinnen, nun eine Woche auf Urlaub. Ein neues Ziel hat er sich bereits gesteckt: „Ich möchte bei der Heim-Weltmeisterschaft in Graz den WM-Titel in der Kategorie 45+ holen. Wenn ich die Leistung vom heutigen Finale wiederholen kann, stehen meine Chancen nicht so schlecht.“ Der dritte Platz im Herren-Einzel ging an Emanuel Schöpf.

Bei den Damen holte sich Bettina Bugl den Titel, sie setzte sich im Finale gegen Irina Olsacher durch. Clarissa Steiner jubelte über Bronze.

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