Großes Nervenflattern vor Titelverteidigung

Titel verteidigt. Nach dem Gewinn der nachgeholten Staatsmeisterschaft 2021 im Februar dieses Jahres war Catalina Pasa auch im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Intersport & Holding Graz das Maß der Dinge und setzte sich gegen ihre Konkurrentin Bianca Serloth in einer nervenaufreibenden Partie mit 5:3 durch. Am Beginn sah es zunächst nach einer klaren Sache für die Titelverteidigerin aus, die schnell mit 3 Legs in Führung ging. Serloth, die im Finale zweimal 180 geworfen hat, kämpfte sich zurück. Am Ende zeigten beide Spielerinnen Nerven, wackelten beim Ausmachen der Legs und sorgten so für ein hochspannendes Finale. Nach 11 vergebenen Matchdarts fielen Pasa einige Steine vom Herzen, als sie mit der Doppeleins und einem Average von 49,48 letztendlich ihren nächsten Staatsmeistertitel einfuhr.

„Am Anfang habe ich versucht locker zu sein, das hat super geklappt. Irgendwann habe ich realisiert, dass ich es innerhalb von wenigen Monaten wieder schaffen kann. Ich habe zu diesem Zeitpunkt zum Nachdenken begonnen, dann bin ich nervös geworden und habe meinen Faden verloren. Bianca hat super Runden gespielt und richtig Druck aufgebaut. Als der letzte Dart dann am Schluss den Weg ins richtige Feld gefunden hat, sind mir 1.000 Felsen vom Herzen gefallen. Es ist dann alles abgefallen und die Emotionen sind hochgekommen. Die Titelverteidigung hat einen enorm hohen Stellenwert für mich – so ein Gefühl hatte ich noch nie. Es ist der größte Erfolg, den ich in meiner Karriere selbst erreicht habe“, konnte Pasa ihr Glück kaum in Worte fassen.

Bei den Herren sollte das Finale auf den ersten Blick eine klare Angelegenheit werden. Patrik Gosnak fand von Anfang an seinen Rhythmus, spielte sich in einen Flow und holte sich gegen Christian Kallinger mit einem 6:2 den Sieg. Auch wenn das Ergebnis auf eine klare Partie schließen ließ und Gosnak verdient seinen siebten Matchdarts verwandelte, sah es in der Praxis ein wenig anders aus. Während der Sieger auf einen Punkteschnitt von 68,82 kam, hielt sein Konkurrent dagegen und beendete das Finale mit einem Average von 68,80.

„Ich bin echt erleichtert und froh, dass es vorbei ist. Die Leistung hat super gepasst, auch wenn es aufgrund der warmen Bedingungen in der Halle nicht leicht war. Ich bin sehr optimistisch in das Finale gegangen und konnte von Anfang an mein Spiel durchziehen. Wir haben unsere Premiere bei den Sport Austria Finals genossen, die Organisation war perfekt. Jetzt genieße ich den Sieg in Ruhe und freue mich auf die Europameisterschaft im August, für die ich mich mit dem heutigen Sieg qualifiziert habe“, resümierte Gosnak nach der Siegerehrung.

„Unsere Eindrücke waren bislang sehr positiv. Wir haben alles so vorgefunden, wie wir uns das vorgestellt haben. Die Bedingungen in der Halle waren nahezu perfekt und haben für eine perfekte Dartsveranstaltung gesorgt. Die erstmalige Teilnahme an den Sport Austria Finals hat uns eine erweiterte Außenwirkung ermöglicht. Wir hoffen und rechnen damit, dass wir dadurch langfristig in puncto Mitgliederzahl zulegen können und es auch schaffen, in den noch vier offenen Bundesländern auch Landesverbände installieren können. Wir sind auf einem sehr guten Weg und bekommen langsam aber doch den Stempel „Kneipensport“ weg“, zeigte sich ÖDV-Präsident Dr. Friedrich Frühwald erfreut.

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