Sportfest der Superlative

Nach der erfolgreichen Premiere der Sport Austria Finals powered by Intersport & Holding Graz im letzten Jahr legt das Multisport-Event 2022 noch einen drauf. Mehr teilnehmende Verbände, mehr Sportler:innen und vor allem: Graz verwandelte sich von 15. bis 19. Juni 2022 von Sportstadt in die sportlichste Stadt Österreichs. Dafür sorgten mehr als 6.000 Athlet:innen aus 27 Verbänden gemeinsam mit Tausenden Zuschauer:innen an den 22 Sportstätten in und um Graz.

„Es war wieder ein Fest des Sports für Athlet:innen, Fans und die Grazer Bevölkerung. Die erste Ausgabe der Finals musste aufgrund der Pandemie noch bei fast leeren Tribünen stattfinden, aber heuer war es bereits richtig gut besucht“, freut sich Sport Austria-Präsident Hans Niessl. Und zieht zufrieden Bilanz: „Die tolle Sportinfrastruktur in Graz bewährt sich, es war in diesem Jahr noch attraktiver. Das Rodeln vom Schlossberg, der Orientierungslauf durch die halbe Stadt, Stockschießen und Minigolf am Karmeliterplatz, die Sieger:innenehrungen im Finals Dome und natürlich die vielen Sportarten auf den Freiluftanlagen und in den Hallen. Danke an die Stadt Graz, das Land Steiermark und das Sportministerium für die hervorragende Zusammenarbeit. Die Sport Austria Finals sind die größte Sportveranstaltung des Jahres österreichweit, was die Beteiligung von Sportler:innen angeht.“

Für den Burgenländer sind die vielen unterschiedlichen Sportarten die DNA der Finals. „Wir wollen in Österreich die Vielfalt des Sports erhalten, mehr noch, wir sind stolz auf diese Vielfalt, die ein Markenzeichen des Sports in Österreich ist. Das einzige Limit, das wir haben, ist die Zahl der Veranstaltungsstätten, aber wir wollen auch zukünftig um die 30 Verbände bei den Finals erlebbar machen.“ Zum Vergleich: Das sind rund doppelt so viele wie beim deutschen Finals-Pendant.
Für Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler macht genau das die Sport Austria Finals so wertvoll. „Man muss Sport Austria dankbar sein für die verschiedenen Initiativen, sei es für die Bemühungen um das #comebackstronger-Paket nach der Pandemie oder eben für die Durchführung der Finals, die viele unterschiedliche Sportarten und Leistungen von tollen Athlet:innen sichtbar machen.“

Viele Sportarten bedeutete auch viele Höhepunkte an den vier Wettkampftagen. Nach der Eröffnungsfeier im Finals Dome – dem Hot-Spot des Multisport-Events – machten die Rollenrodler den spektakulären Auftakt und rasten mit bis zu 100 km/h den Schlossberg hinunter, um am Karmeliterplatz von den Zuschauer:innen begeistert empfangen zu werden. „Es war gewaltig, hier in Graz zu fahren, die Kulisse war beeindruckend“, jubelte die steirische Rodel-Legende Michael Scheikl beim Heimspiel über zwei Titel. Im Herren-Einsitzer und im Mixed-Doppelsitzer.

Richtig laut wurde es im Grazer Eisstadion beim Cheerleading. Mehr als 1.000 Athlet:innen kamen aus ganz Österreich – rund die Hälfte davon im Rahmen eines Mobilitätsangebots mit den ÖBB – und begeisterten mit ihren Performances das Publikum. Gleiches galt für die Olympia-Stars Laura Stigger und Vanessa Herzog. Die eine, Stigger, durfte in Stattegg über die Titel im Eliminator und im Short Track jubeln. Die andere, Herzog, holte bei den Finals 2022 „nur“ drei von vier Medaillen, weil am Sonntag eine lange Trainingseinheit auf dem Programm stand. Von Graz ging es mit dem Rad heim nach Kärnten – mit viel Begeisterung im Trikot. „Die Finals bieten echtes Olympia-Flair! Die vielen Sportler:innen verwandeln die Stadt in einen großen Sportplatz, man kann sich andere Sportarten anschauen und sich vernetzen. Für kleinere Sportarten wie Inline-Speedskating ist es die perfekte Bühne.“

Dementsprechend spielten die Sport Austria Finals im steirischen Event-Kalender bei der zweiten Austragung bereits eine Hauptrolle. „Die Finals haben einen ganz besonderen Stellenwert, der maximal mit dem Formel 1-Wochenende in Spielberg oder dem Nightrace in Schladming zu vergleichen ist. Alles andere ist getoppt“, weiß Christopher Drexler, bei den Finals noch Sportlandesrat, mittlerweile Landeshauptmann.
Auch für Sportstadtrat Kurt Hohensinner sind Sportveranstaltungen wie die Finals nicht wegzudenken. „Das ist in der Sport-Strategie der Stadt Graz fest verankert, weil sie die Menschen an den Sport binden. Und die Finals wirken in drei Richtungen: Sie bieten allen Sportarten eine riesengroße Bühne, wir haben in der Stadt Graz durch das Event 20.000 Nächtigungen und vor allem reißen wir die Jugend mit und begeistern sie für den Sport.“

Diese Begeisterung wurde auch von den Volunteers gelebt. Meist am Rande des Geschehens hatten die mehr als 300 freiwilligen Helfer:innen doch eine Hauptrolle. „Ohne Volunteers wäre eine Veranstaltung dieser Dimension nicht möglich. Danke für diesen Einsatz, der nicht selbstverständlich ist und großen Anteil daran hat, dass wir wieder ein Sport-Fest der Superlative erlebt haben“, weiß Sport Austria-Geschäftsführer Gerd Bischofter. Deshalb wurde den Volunteers auch ein Finals-Package der Extraklasse geboten: mit Ausstattung, hochwertigem Goodie-Bag, Live-Konzert im Finals Dome, einer Ö3-Party und einem täglichen Lunchbag von Billa.

Superlative gab es auch im Bereich der Digitalisierung – und neue Rekordwerte! Auf SportPass Austria (www.sportpassaustria.at) gab es inklusive Eröffnungsfeier 73 Live-Streams und mehr als 200 Stunden Programm. 21 der 27 teilnehmenden Sportarten wurden live produziert – von der High-End-Produktion mit sieben Kameras bis zu vollautomatischen Kamerasystemen von RS Digital. Alleine am Samstag gab es bis zu 11 parallel laufende Streams. Publikumshit waren einmal mehr die Cheerleader:innen mit 15.000 Zuschauer:innen an den unterschiedlich dimensionierten Bildschirmen. Starke Quoten brachten auch das Rugby-7-Turnier, Kickboxen oder Racketlon. Insgesamt wurden die Sport Austria Finals von mehr als 130.000 User:innen digital verfolgt – in Österrreich und der Welt. Neben dem Interesse aus den Nachbarländern waren auch mehrere Hundert Zuschauer:innen as Brasilien, den USA, Australien oder Mali dabei.

Die einzelnen Entscheidungen wurden mittels revolutionärer Tagging-Technologie in Echtzeit aufbereitet. Dadurch waren unmittelbar nach dem Event bereits die Highlight-Clips auf SportPass Austria abrufbar. Zusätzlich wurden Highlight-Clips und Social Media-Formate von allen Verbänden produziert und diesen zur Verfügung gestellt. Und im SportPass-Studio powered by Kronen Zeitung traf sich das Who is Who des heimischen Sports.

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