29. MAI – 2. JUNI IN INNS­BRUCK/TIROL

Spionage-Alarm bei ÖCCV-Nationalteams

Diese Premiere macht Lust auf mehr! Österreichs Cheerleading-Nationalteams zeigten am Sonntag beim International Cheer Masters im BSFZ Südstadt erstmals ihre neuen Routinen für die Weltmeisterschaften in Orlando, Florida (USA, 19. bis 21. April 2023). Die spektakuläre Vorführung war exklusiv für die Zuschauer:innen in der Halle, auf einen Live-Stream wurde wegen erhöhter „Spionage“-Gefahr durch die WM-Konkurrenz verzichtet.

Der Countdown für die ICU World Cheerleading Championships in Orlando läuft. In 30 Tagen werden die Titelkämpfe der weltbesten Cheerleader:innen im ESPN Wide World of Sports Complex eröffnet. Österreich geht mit insgesamt acht Teams – je vier im Cheerleading und Performance Cheer – und in verschiedenen Divisions an den Start. Am Sonntag präsentierten die neu zusammengesetzten Cheerleading-Nationalteams ihre WM-Routinen erstmals der Öffentlichkeit. Der Premiere vorausgegangen war ein Tryout im Herbst, gefolgt von mehreren Sichtungstrainings und vielen gemeinsamen Trainings-Sessions.

Spektakuläre Routine bleibt geheim

Das Senior-Team startet nach dem letztjährigen WM-Titel (Level 5) erstmals im Level 6, der Cheerleading-Königsklasse – und hat für den Showdown mit Top-Nationen wie USA und Finnland eine spektakuläre Routine zusammengestellt. Diese bekamen aber nur die Fans in der Halle zu sehen, zu groß die Gefahr, dass die Konkurrenz „spioniert“. Der geplante Live-Stream wurde kurzerhand abgesagt.

„Beim Cheerleading geht es nicht um Tore oder Punkte, wir haben ein Wertungssystem, in dem Kreativität und Schwierigkeitsgrad eine Hauptrolle spielen – deshalb sind wir auf Nummer sicher gegangen. Wir möchten nicht vorab unsere Konkurrentinnen auf Ideen bringen, sondern bei der WM in Orlando die Jury mit einem einzigartigen Programm überzeugen“, erklärt Nationaltrainerin Jannine Körber, die aber zumindest so viel verrät: „Es wird definitiv richtig hoch bei Stunts und Pyramiden, mit viel Bewegung und jeder Menge Ausstrahlung.“ Und mit einem Abschluss, den man auf der WM-Matte so noch nicht gesehen hat.

Perfekte Standortbestimmung

Für Magdalena Bramböck, im Vorjahr mit WM-Gold und Championship-Ring dekoriert, war der Auftritt beim International Cheer Masters in der Südstadt einen Monat vor dem ersten WM-Einsatz die perfekte Standortbestimmung. „Es war für alle Athlet:innen eine intensive Woche, weil der Fokus auf den ICM-Einsätzen mit den Vereinen lag. Aber wir haben jetzt auch für die Nationalteams einen guten Status-quo unter Wettkampfbedingungen, wissen, woran wir in den nächsten Wochen noch arbeiten müssen. Wichtig ist, dass wir in Orlando unsere Trainingspeaks haben, um auch gegen die besten Teams der Welt abzuliefern.“

Die Erwartungshaltung ist bei Athlet:innen, Trainer:innen und Betreuer:innen hoch, die Nationalteams – nach der Aufnahme als assoziiertes Mitglied bei Sport Austria dürfen sich die ÖCCV-Teams heuer auch offiziell so nennen – wollen wieder nach möglichst vielen Medaillen greifen. Petra Gruber, sportliche Leiterin der Nationalteams, schätzt die Chancen durchaus gut ein. „Gerade der Nachwuchs hat heute gezeigt, dass sie in Orlando zum Kreis Mitfavoritinnen gehören. Und auch die Senior-Units sind auf einem sehr guten Weg. Für uns ist es immer wieder eine riesengroße Ehre, bei der WM für Österreich an den Start zu gehen – diesen Spirit bringen wir mit Athlet:innen aus verschiedenen Vereinen im Nationalteam auf einen Nenner!“

Die ICU World Cheerleading Championships finden von 19. bis 21. April 2023 in Orlando statt. Bevor es am 12. April für die ersten Athlet:innen nach Florida geht, findet am Ostersonntag in der Sporthalle Brigittenau noch ein Showcase und also die offizielle WM-Generalprobe statt.

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