29. MAI – 2. JUNI IN INNS­BRUCK/TIROL

„Knopf aufgegangen“

Eine unnachahmliche Stimme bringt mit den Worten „One hundred and eigthy“ nicht nur die Fans zum Jubeln, sondern bringt auch den Darts-Spieler:innen auf den großen internationalen Bühnen Momente des Glücks. Die Rede ist von „The Voice of Darts“, Russ Bray. Und genau auf diese Bühne will der Wiener Patrick Tringler. Sein Vater war vor vielen Jahren einer der besten Darts-Spieler in Österreich und hat den Weg für seinen Sohn sozusagen geebnet. „Sobald ich auf eigenen Füßen stehen konnte, habe ich auf die Darts-Scheibe geworfen. Das hat mich immer schon fasziniert. Mit 12 Jahren habe ich dann meine ersten eigenen Darts bekommen, das war ein spezieller Moment. Ich hatte immer schon sehr viel Talent und wollte an Turnieren teilnehmen. Da war ich speziell in meiner Jugend sehr erfolgreich und habe fast alles gewonnen. Danach habe ich meinen Weg konsequent verfolgt. Seit knapp 4 Jahren spiele ich auf einem konstant hohen Niveau, bin aktuell richtig gut drauf und habe noch viel vor“, berichtet Tringler, der aktuell einen Average von 80-95 Punkten spielt. Die 180er gehen momentan leicht von der Hand. Und die dicken Punkte wird der 27-Jährige – 104 und 110 sind übrigens seine Lieblingsfinishes – auch brauchen, wenn er seine hochgesteckten Ziele erreichen möchte.

Suljovic als wichtiger Mentor

Das Jahr 2019 sollte für Tringler ein wichtiges sein. Erstmals trat der Wiener bei einem Qualifier der PDC für die European Tour in Graz an und qualifizierte sich prompt für die große Bühne. „Das war bislang sicherlich der schönste und emotionalste Moment meiner Karriere. Ich konnte mich bei meinem ersten Qualifier gleich für das Hauptevent qualifizieren. Es war ein Traum. Die Leute rufen deinen Namen und feuern dich bedingungslos an. Ich konnte es am Anfang gar nicht glauben, dass mir das gelungen ist. Auch wenn ich gegen Jamie Hughes verloren habe, wird dieser Moment immer in meinen Kopf bleiben. Aber man kann sagen: Mir ist im Kopf zu diesem Zeitpunkt der Knopf aufgegangen“, erklärt Tringler, der damals bei seinem Einmarsch zu „How You Remind Me“ von Nicklback sicherlich eine Gänsehaut gehabt hat. Und genau diese Momente sollen in Zukunft öfters auf der Tagesordnung stehen.

Gemeinsam mit Mensur Suljovic trainiert der Wiener, der auch mit Rusty-Jake Rodriguez gut befreundet ist, oftmals im „The Gentle“. Österreichs Darts-Aushängeschild hat für den 27-Jährigen eine wichtige Mentoren-Rolle eingenommen, die ihm auf dem Weg ins Profigeschäft helfen soll. „Jeder Sportler hat sein Vorbild. Ich trainiere sehr viel mit Mensur, das hilft mir sehr. Er ist auf sportlicher Ebene eine wichtige Bezugsperson für mich. Er nimmt mich ein wenig an der Hand und zeigt mir, in welche Richtung es gehen kann. Davon profitiere ich natürlich. Er hat auf der Tour schon sehr viel Erfahrung gesammelt, und die gibt er an mich weiter. Aber auch mit Rusty habe ich eine tolle Freundschaft, ich schätze ihn sehr. Er hat einen unglaublich schönen Wurf, das kann man nur bewundern“, so Tringler, der sich am 20. April 2023 erneut für die Austrian Darts Open in Graz qualifizieren möchte.

Großes Ziel: Tour Card

Neben der European Tour in Graz, der Qualifikation für die Weltmeisterschaft spielen auch die Sport Austria Finals powered by Holding Graz heuer eine große Rolle. Sie sind wichtige Events auf dem Weg zur nächsten Q-School. 2023 war der Wiener schon knapp dran, um sich die Tour Card der PDC zu erspielen. Auch wenn es am Ende nicht geklappt hat, wird der 27-Jährige im Jänner 2024 wieder voll angreifen und einen neuen Versuch starten: „Die Tour Card ist mein großes Ziel. Ich habe heuer richtig gut gespielt, aber kleine Fehler werden sofort bestraft. Es gehört einfach auch das notwendige Glück dazu, der Moment muss dann einfach passen. Es nehmen so viele Spielerinnen und Spieler teil, dass es schwierig wird. Aber es ist machbar, und das treibt mich an. 2024 will ich es schaffen, das ist das Wichtigste für mich“, gibt der leidenschaftliche Darts-Spieler, der für seinen Ehrgeiz bekannt ist und seine Ziele hartnäckig verfolgt, zu Protokoll.

Sein Beruf als Briefzusteller lässt sich gut mit dem umfangreichen Training verbinden, sodass auch genug Zeit für seine Familie und sein Kind bleibt. Der Tanz auf drei Hochzeiten ist nicht immer einfach, aber der Wiener hat seinen Tag gut durchgetaktet, sodass alle drei wichtigen Lebenssäulen nicht zu kurz kommen.

Titelträume in Graz

2021 war Tringler bereits Österreichischer Staatsmeister. Nach einem Jahr „Pause“ will sich der Wiener den Titel bei der dritten Auflage der Sport Austria Finals powered by Holding Graz wieder zurückholen. „Ich freue mich auf die Finals. Im letzten Jahr war das für uns alle ein super Event. Ich will 2023 wieder den Titel holen, das ist das einzige Ziel, was ich in Graz habe. Ein Selbstläufer wird das aber mit Sicherheit nicht, da einige starke Konkurrenten warten. Es wird viel von der Tagesform abhängig sein“, sagt der 27-Jährige, der jeden Sonntag bei der Fußball-Kleinefeld Liga und am Kahlenberg in Wien seine Akkus wieder auflädt und sich bewusst Zeit für sich nimmt.

Ein Mann, ein Wort! Wir sind uns sicher, dass Patrick Tringler seinen Weg vorantreiben wird und irgendwann Österreich auf den großen Darts-Bühnen in Europa präsentieren wird, zu wünschen wäre es ihm allemal.

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