29. MAI – 2. JUNI IN INNS­BRUCK/TIROL

Es herrscht wieder „Gedränge“

Österreichs Rugby-Szene ist aus der Winterpause erwacht.

Zunächst das klare 51:7 des männlichen 15s-Nationalteams zum WM-Quali-Auftakt in Pristina gegen den Kosovo und nun – am vergangenen Wochenende – der spektakuläre erste Spieltag der Women’s 7s Series. Gerade der Auftakt zur Turnierserie der Frauen bot einen ersten echten Vorgeschmack auf die Sport Austria Finals 2023 powered by Holding Graz.

Denn im Rahmen des Events – genauer gesagt am 8. Juni – ermittelt die weibliche Rugby-Elite im Rahmen der Multisportveranstaltung in der steirischen Landeshauptstadt ihren Staatsmeisterinnen.

Neuer Champion gesucht

Titelverteidigerinnen sind die Frauen der Spielgemeinschaft Celtics/Stade. Die Wienerinnen werden ihren Titel aber in dieser Saison nicht gemeinsam verteidigen können. Das hat einen einfachen Grund: Die Vienna Celtics und Stade Rugby Wien treten diesmal – vorausgesetzt die Qualifikation gelingt – jeweils mit einem eigenen Team an.

Es wird also definitiv einen neuen Champion geben. Auch die im Vorjahr im Finale mit 0:25 unterlegenen Kontrahentinnen von Rugby Union Donau Wien schielen wieder auf den Staatsmeister-Titel.

Die Wienerinnen von „Stade Rugby“ wollen – diesmal ohne Spielgemeinschaft – wieder nach Gold greifen.

Damen-Rugby auf dem Vormarsch

Die Qualifikation erfolgt über das Gesamt-Ranking der heimischen Women’s 7s Series. Diese erfreut sich nach einigen Jahren loser Turnierserien durch regen Zulauf mittlerweile eines waschechten Ligabetriebs.

Sechs Spieltage stehen 2022/23 auf dem Programm, Ligakoordinator Stefan Pauser zeigt sich mit der Entwicklung zufrieden. „Dass wir nunmehr einen konstanten Ligabetrieb organisieren können, zeigt die enorme Entwicklung, die der Rugby-Sport gerade bei den Damen genommen hat.“ Drei Turniere stehen auf dem Weg zu den Sport Austria Finals 2023 noch im Kalender – die bis zu zehn Vereine dürfen sich also Chancen auf die Teilnahme an den Staatsmeisterschaften ausrechnen.

In Graz treten jedenfalls die besten sechs Teams an. Gespielt wird im ASKÖ Sportcenter nach den Regeln der (olympischen) 7er-Rugby-Variante, also mit je sieben Spielerinnen pro Team und einer verkürzten Spielzeit von zweimal sieben Minuten.

Nationalteams wollen Ausrufezeichen setzen

Dass in diesem Jahr in Graz kein Herren-Bewerb ausgespielt wird, liegt übrigens keinesfalls am Desinteresse an den Sport Austria Finals 2023, sondern hat erfreuliche sportliche Gründe: Das Nationalteam ist zur selben Zeit in der „European Conference One“ des europäischen Rugby-Verbandes im Einsatz und peilt den Aufstieg in die nächsthöhere „European Trophy“ an. Generell wollen die Nationalteams von Rugby Austria in den europäischen Bewerben in diesem Jahr international Ausrufezeichen setzen. Den Damen ist bereits im letzten Jahr der Aufstieg in den „Trophy“-Bewerb gelungen, wo weitere Top-Platzierungen folgen sollen.

Viele dicke Ausrufezeichen wird es in jedem Fall im ASKÖ Sportcenter geben, wenn Österreichs beste Damen-Rugby-Teams im Rahmen der Sport Austria Finals 2023 powered by Holding Graz um den Staatsmeistertitel rittern.

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