29. MAI – 2. JUNI IN INNS­BRUCK/TIROL

Tradition, Teamsport, Tore

Wasserball ist die älteste olympische Teamsportart und scheint seit dem Jahr 1900 im Programm der größten Sportveranstaltung der Welt auf. Und weil Wasserball und Großveranstaltungen eine lange Tradition verbindet, sind die besten österreichischen Vereine in diesem Jahr bereits zum dritten Mal bei der größten österreichischen Sport-Veranstaltung – nämlich den Sport Austria Finals powered by Holding Graz – mit von der Partie.

Der österreichische Schwimmverband (OSV) ist wie schon in den Vorjahren mit drei Sparten dabei. Neben dem Wasserball-Cup der Herren werden auch die Staatsmeisterschaften im Wasserspringen und Schwimmen ausgetragen. OSV-Sportdirektor Walter Bär ist begeistert: „Im Juni liegen alle Augen auf Graz, deshalb freuen wir uns sehr mit drei Sparten bei der Multisportveranstaltung dabei sein zu dürfen. Zu diesem Zeitpunkt in der Saison wäre es für uns nicht möglich eine eigene Veranstaltung auf die Beine zu stellen – da kommen uns die Finals natürlich sehr gelegen.“ Der OSV wird die Grazer Auster bei der viertägigen Veranstaltung zum absoluten Hotspot für Sportbegeisterte machen.

Mittendrin statt nur dabei: Die Wasserball-Asse. Am 10. Und 11. Juni werden ASV Wien, der 1. Linzer Schwimmclub Heindl, Paris Lodron Salzburg, der Wasserball Club Tirol und WBV-Graz den österreichischen Wasserball-Cup-Sieger unter sich ausmachen. WBV-Graz geht als Titelverteidiger und Lokalmatador zugleich ins Turnier.

Gespielt wird in einem eigens für die Sport Austria Finals konzipierten Spielsystem. Im sportlich sinnvollsten Modus wird zunächst eine Runde mit kurzen Spielen zu je zwei Mal acht Minuten Spielzeit ausgetragen. Das siegreiche Team erhält drei Punkte auf ihr Konto, bei unentschiedenem Endstand wird ein Penalty-Schießen ausgetragen, bei dem das Gewinnerteam zwei Punkte und das Verliererteam einen Punkt erhält.

Die beiden Teams mit den meisten Punkten stehen sich dann in einem Finale gegenüber, bei dem vier mal acht Minuten gespielt wird. Bei Punktegleichheit zweier Teams nach der ersten Runde entscheidet zunächst das direkte Duell, danach das bessere Torverhältnis, die geschossenen Tore, weniger rote Karten und weniger gelbe Karten. Sollte sich nach Anwendung all dieser Kriterien noch immer keine endgültige Rangordnung ergeben, wird ein Penalty-Shootout eingeschoben.

Die wichtigsten Eckdaten

Im Wasserball wird auf einem 30 x 20 Meter großem Feld gespielt, dass eine Wassertiefe von 1,80 nicht unterschreiten darf. Das Spielgerät – der Wasserball – hat ein Gewicht von 400-500 Gramm und einen Umfang von 68-71cm. Zum Vergleich: Das ist nur wenig kleiner und leichter als ein Basketball, dafür aber größer als ein Handball. Die Teams bestehen aus sechs Feldspielern und einem Goalie. Apropos Goalie: Das Tor ist drei Meter breit und 90 cm hoch.

Der Ball darf laut Reglement nur mit einer Hand berührt werden. Die reguläre Spielzeit eines Matches beträgt vier mal acht Minuten. Ein Angriff darf maximal 30 Sekunden dauern, wenn ein Angriff diese Zeit überschreitet, geht der Ballbesitz auf das gegnerische Team über. Bei gröberen Fouls wird eine Zeitstrafe von 20 Sekunden vergeben.

Die Rahmenbedingungen in Graz sind für die Wasserball-Asse gut, wie Bär bestätigt: „Die Grazer Auster ist für uns ein guter Standort. Gerade im Wasserball finden wir sehr gute Bedingungen vor: Die Dimensionen des Beckens sind genau richtig und es hat die optimale Tiefe. Da wir mit drei Sportarten in der Auster sind, profitieren wir natürlich davon, dass wir das Becken problemlos zweiteilen können, um mit zwei Sparten gleichzeitig zu trainieren.“

 

 

 

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