29. MAI – 2. JUNI IN INNS­BRUCK/TIROL

Inline-Skates statt Playstation

In den 2000er-Jahren überrollte ein regelrechter Inline-Speedskating-Boom die Nation – die Sportart war in aller Munde. Knapp 25 Jahre später erlebt Inline-Speedskating einen zweiten Frühling – Grund dafür ist die gute Nachwuchsarbeit des Verbandes und der einzelnen Vereine. Ein Zugpferd dieser Bewegung ist der Grazer Verein SC Highlanders, der bei den Sport Austria Finals powered by Holding Graz auch dieses Jahr wieder hoch hinauswill und eine Tradition aus den Vorjahren in petto hat.

Ein Sprichwort besagt, dass sich die Mode alle 20 bis 30 Jahre wiederholt – dies trifft offensichtlich auch auf den Sport zu. Inline-Speedskating ist im Aufschwung, wie Andreas Wutte, stellvertretender Landespräsident des Steirischen Rollsportverbandes und Vereinsobmann der SC Highlanders, bestätigt: „Die Begeisterung für die Sportart ist in den letzten Jahren spürbar gestiegen. Im Verein hat sich die Mitgliederstruktur stark verändert – wir haben mittlerweile wieder viel mehr Kinder als Erwachsene im Verein und fokussieren uns auch sehr stark auf die Nachwuchsarbeit.“

Top Jugendarbeit

Und der Fokus auf die „Next Generation“ zahlt sich aus: Ständig dürfen sich die Highlanders über Zuwachs freuen, denn die angebotenen Schnupperkurse finden Anklang. Dabei forciert der Verein keine Wettkampfkarriere – im Vordergrund steht die Begeisterung für den Sport und die körperliche Betätigung der Kinder und Jugendlichen. Nach dem Motto „Inline-Skates statt Playstation“ setzt der Verein Initiativen, um neue Mitglieder:innen anzuwerben: „Wir versuchen immer neue Möglichkeiten zu finden, um die Aufmerksamkeit für unseren Sport zu erhöhen. Dabei sind die Sport Austria Finals natürlich eine super Gelegenheit. Auch am Grazer Tag des Sports werden wir im September erstmals mit von der Partie sein. Inline-Speedskating ist ein Ausdauersport, der enorme Koordination und Fitness erfordert. Obendrein ist es auch noch gelenksschonend und die meisten Kinder, die unser Schnupperangebot wahrnehmen, erkennen das und werden Vereinsmitglieder!“

Bei den Highlanders wird aber nicht nur Nachwuchsförderung großgeschrieben, sondern auch Integration. „Wir haben einen Mix an Kulturen. Wir sind stolz Vereinsmitglieder mit ukrainischen, indischen und chinesischen Wurzeln zu haben! Außerdem ist Rollsport für alle da: Unser jüngstes Vereinsmitglied ist 5 Jahre alt, der älteste ist 61.“

Apropos für alle da: Der steirische Rollsportverband legt Wert darauf, die Jugendarbeit in allen Sparten zu verbessern, so werden beispielsweise Synergien zwischen Inline-Speedskating und Inlinehockey erzeugt: „Ob die Kinder jetzt Inline-Speedskating betreiben oder Inlinehockey spielen ist uns im Prinzip egal – Hauptsache sie sind auf Rollen!“, so Wutte.

Ein Sport für Jung und Alt: Inline-Speedskating begeistert nicht nur bei den Finals!

Finals als Highlanders-Highlight

Am 10. Und 11. Juni wird am Center West Parkplatz in Graz wieder der Ausnahmezustand ausgerufen, wenn die Inline-Speedskater:innen aus Nachwuchs und allgemeiner Klasse wieder ihre Besten küren. Bereits zum dritten Mal sind die Highlanders Organisator der Titelkämpfe im Rahmen der Sport Austria Finals. Wutte: „Die Finals sind  sicher unser Saisonhighlight – auf nationaler Ebene geht nicht mehr als dieser Bewerb! Das Heimrennen ist auch für unseren Nachwuchs sehr wichtig, weil viele zum ersten Mal Teil einer solchen Veranstaltung sein können und wir dort auch medial die größte Aufmerksamkeit bekommen.“

In allen Altersklassen stehen zwei Kurz- und zwei Langstreckenrennen auf dem Programm. Auf der Kurzstrecke zum einen „One Lap“, also eine Runde mit rund 300 Metern, zum anderen – je nach Altersklasse – die 1.000 Meter-Distanz oder weniger. Auf der Langstrecke stehen der Eliminator und das Punkterennen an. Gestartet wird als Massenstart, beim Eliminator wird alle zwei Runden der oder die Letzte aus dem Rennen genommen, bis die Top-3 über sind und wer dann zuerst im Ziel ist, gewinnt. Beim Punkterennen ist nicht entscheidend, wer zuerst die Ziellinie überquert, sondern wer im gesamten Rennen die meisten Punkte gesammelt hat.

Für die Jüngsten geht es bei den Finals um die Österreichischen Meistertitel

Nach den kräfteraubenden Bewerben geht es zuerst zur Siegerehrung am Karmeliterplatz, die für Wutte „ein weiteres Highlight“ ist und im Anschluss an den Esstisch, denn eine Tradition aus den Vorjahren lassen sich die Highlanders nicht nehmen: Auch dieses Jahr dürfen sich die Athlet:innen wieder auf hausgemachte Spaghetti freuen – der dazu benötigte Basilikum wächst seit Wochen auf dem Balkon des Vereinstrainers Hans-Peter Kraus!

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