29. MAI – 2. JUNI IN INNS­BRUCK/TIROL
Die Pyramide der G5 Ladies

Gi(ants)gantischer Cheerleading-Auftakt

Was für eine Show!

Steiermarks beste Cheerleaderinnen eröffneten am Samstag im Rahmen der Offenen Landesmeisterschaften („GRAZ Cheer Cup“), nicht nur die Saison 2024, sondern rissen die Cheerleading-Szene mit einem Mega-Spektakel nach 230 Tagen Wettkampf-Pause endlich aus ihrem „Winterschlaf“.

Die 25 Teams aus Ungarn, Slowenien, Oberösterreich, Wien und der Steiermark liefen getragen von einer einzigartigen Atmosphäre zu Höchstleistungen auf. Über 1.000 Fans sorgten im ASKÖ Sportcenter Eggenberg für eine standesgemäße Geräuschkulisse und verliehen den Athlet:innen im wahrsten Sinne des Wortes Flügel.

Giants bestehen Premiere auf höchstem Level eindrucksvoll

Die gastgebenden Thalheim Graz Giants, die in vielen Kategorien die „Mission Titelverteidigung“ ausgerufen hatten, blieben trotz voller (Heim-)Halle cool. „Gold and Blue“ sicherte sich mit seinen Teams in allen fünf Spitzensport-Kategorien die Landesmeisterinnen-Titel.

Mit besonderer Spannung erwartet wurde dabei der Auftritt der „G6 Pride“, die nach ihrem Aufstieg nun in der höchsten Kategorie der allgemeinen „Seniors“-Klasse antraten. Als einziges steirisches Team im sogenannten „Level 6“ blieb „Pride“ zwar im Kampf um den Landesmeisterinnen-Titel konkurrenzlos, doch die 65-Punkte-Hürde zur Qualifikation für die Sport Austria Finals 2024 powered by Österreichische Lotterien (29. Mai bis 2. Juni in Innsbruck) war nach dem Aufstieg höher denn je.
Coach Julia Mikosch und ihr Team scorten schlussendlich 70,0 Zähler und hatten doppelten Grund zum Jubeln. „Wir sind super zufrieden. Die Mädels haben die Leistung gebracht, die sie sich vorgenommen hatten, Level-6-Skills einfach aussehen lassen und Emotionen und Teamspirit ausgestrahlt. Mit der Qualifikation für die Sport Austria Finals, die unser wichtigstes nationales Event sind, haben wir den ersten Meilenstein der Saison erreicht. Für diese Momente lebe ich als Coach“, so Mikosch. „Wir haben die Emotionen und die Energie auf die Matte gebracht. Wir haben es gefühlt und es hat Spaß gemacht. Es war eine Team-Performance“, zeigte sich Athletin Gloria Philippsen emotional.

Jubel über die Landesmeisterinnen-Medaille bei G6 Pride.

Team um Junioren-Weltmeisterinnen enttäuscht nicht

Eine Stufe darunter („Level 5“) gelang den Giants mit ihrem Team „G5 Ladies“ der Landesmeisterinnen-Titel bei den Juniorinnen. Victoria Korell, amtierende Trainerin des Jahres in der Steiermark, war zufrieden. Auch, weil ihr Team, das gleich mit neun Weltmeisterinnen gespickt ist, dank 72,2 Punkten ebenfalls das Ticket für die Finals löste. „Wir sind sehr zufrieden und stolz. Die Mädels haben trotz vieler Ausfälle im Team jeden Part der Routine super gemeistert. Wir freuen uns auf die Finals und wollen dort auch ganz vorne mitmischen“, so Korell. „Die Stimmung im Team war fantastisch, wir haben auf der Matte eine Party gefeiert und freuen uns über unseren Erfolg“, jubelte „Backspot“ Lucia Molander.

Die Tageshöchstwertung in den Spitzensport-Kategorien holten sich die „G1 Blossoms“, die für ihre Routine von den Judges mit 76,0 Zähler belohnt wurden. Auch die übrigen Spitzensport-Kategorien gingen an die Giants: Die „G4 Royals“ (75,7) und die „G2 Grace“ (66,8) holten sich ebenfalls Landesmeisterinnen-Titel und Finals-Ticket.

Freude auch bei den „kleinsten“ Giants.

Vikings und Adaptive Abilities Team „highlighten“ Show- bzw. Breitensport-Block

Abseits der Spitzensport-Kategorien war unter anderem dank der internationalen Teams aus Ungarn (3) und Slowenien (1) sowie der ASKÖ Steelsharks Diamonds Traun (Oberösterreich), der Gmunden Rams Cheerleader (Oberösterreich), der AFC Vienna Vikings (Wien) und des Styrian Reavers Cheerclub (Steiermark) Cheerleading und Performance Cheer auf Top-Niveau geboten.

Vor allem die Reavers „Sparrow“ begeisterten mit ihrem Adaptive Abilities Team und bewiesen einmal mehr, dass Cheerleading und Inklusion Hand in Hand gehen. „Für uns ist die Teilnahme an so einem großen Event sehr emotional. Bei uns hilft die Große der Kleinen, die Kleine der Großen. Ich bin sehr stolz“, sagte Reavers-Sektionsleiterin Birgit Bäck. Groß war der Jubel auch bei den Auftritten der Diamonds-Stunt-Group und beim spektakulären Schlusspunkt, dem Show-Auftritt der Vikings „Fusion“. Das gemischte Coed-Team, das bei Wettkämpfen üblicherweise im „Level 5“ antritt, nutzte die Landesmeisterschaften als Vorbereitung auf die Wettkampfsaison.

ÖCCV-Generalsekretärin Magdalena Bramböck bedankte sich nach dem Event im Namen des Österreichischen Cheerleading und Cheer Performance Verbandes beim Organisationsteam rund um Victoria Korell, Sophie Ziegler, Yana Bieder und Vanessa Tanschek. Bramböck war von der sportlichen Qualität des Wettkampfes angetan. „Die heutigen Routines waren ein weiterer Beweis dafür, wie Niveau und Professionalität im österreichischen Cheerleading-Sport immer mehr steigen.“ ÖCCV-Präsidentin Julia Harrer unterstrich: „Wir hatten ausverkauftes Haus und eine super Stimmung. Alle Fans haben ausnahmslos alle Teams unterstützt. Es war ein großartiges Cheerleading-Fest für Graz.“

Die Sparrows traten auch mit einem Adaptive Abilities Team ein.

Dichtes Programm, reichlich Cheer-Action

Die erste Competition der neuen Cheerleading-Saison hat jedenfalls Lust auf mehr gemacht. Weiter geht es am 10. März in Perchtoldsdorf, wo die Wiener Meisterschaften über die Bühne gehen, gefolgt von den International Cheer Masters in der Südstadt (16. & 17. März). Der April steht dann ganz im Zeichen der ICU World Cheerleading Championships 2024 in Orlando (USA/24. bis 26. April). Im Mai werden bei den Landesmeisterschaften in Tirol (4. Mai) und Niederösterreich (11. Mai) dann die letzten Tickets für die Sport Austria Finals 2024 vergeben. Die ÖCM steigt dort am 1. Juni. Nach dem Newbie Cup (22. Juni) endet die Saison traditionell mit den ICU European Cheerleading Championships 2024, die diesmal von 28. bis 30. Juni in Oslo (NOR) stattfinden.

Pyramide zum krönenden Abschluss – das war der GRAZ Cheer Cup 2024.

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