29. MAI – 2. JUNI IN INNS­BRUCK/TIROL

Abteilung Attacke: Graus will Finals-Titel!

Der Österreichische Segelverband wird bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien zum ersten Mal Teil der Woche der Entscheidungen sein – und hat die geballte Inklusion im Gepäck. Einer der Topfavoriten auf den Titel ist Mario Graus, der sich schon 2020 zum Staatsmeister krönte.

Am Achensee, der sich knapp 50 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums von Innsbruck befindet, wird die internationale österreichische Staatsmeisterschaft in der Bootsklasse 2.4mR stattfinden. Das Besondere dabei: Sportler mit und ohne Behinderung treten in ein und derselben Klasse an!

Ein Konzept, dass auch bei den Teilnehmern für Begeisterung sorgt: „Unsere Regatta ist gesamtgesellschaftlich gesehen eine Klasse für sich! Die bunte Mischung von Sportlern mit und ohne Behinderung ist jedenfalls positiv zu bewerten – und stärkt den Sportsgeist unter den Teilnehmern. Als Athlet mit Behinderung ist es für mich natürlich besonders schön, dass ich mich mit Menschen ohne Behinderung um den Staatsmeistertitel matchen kann. So geht Inklusion!“, meint Mario Graus, der seit einem Hängegleiten-Unfall im Jahr 2017 auf einen Rollstuhl angewiesen ist.

Heimvorteil?

Aber „sich um die Titel matchen“ ist dem Tiroler nicht genug. Er will gewinnen, wie schon im Jahr 2020. „Natürlich sind mehrere gute Segler am Start, es wird sicherlich ein Kräftemessen auf Augenhöhe. Das Ziel ist aber jedenfalls bester Österreicher zu werden und somit den Staatsmeistertitel mit nach Hause zu nehmen!“

Bei den Entscheidungen baut Graus – neben akribischer Vorbereitung auf den Bewerb -auch auf den Heimvorteil am Achensee: „Ich kenne das Gewässer und die Bedingungen vor Ort sehr gut. Natürlich ist es ein Vorteil, auf seinem „Haus-See“ zu starten, aus welcher Richtung der Wind weht kann ich aber trotz Heimvorteil nicht sagen.“, scherzt er.

Multisportler trifft auf Multisportveranstaltung

Sport spielte im Leben des Tirolers schon immer eine wichtige Rolle, und auch die Faszination für das Element Wasser ist schon seit Kindestagen präsent. Damals probierte Graus sich im Windsurfen und Kitesurfen aus, bevor er die Leidenschaft zum Segeln entdeckte. Aber damit nicht genug. Er entwickelte einen „Hang“ zu den Extremsportarten – und startete mit dem Hängegleiten, Fallschirmspringen und Paragleiten. Im Jahr 2017 sollte ihm das zum Verhängnis werden, seit einem Unfall beim Hängegleiten ist Graus auf einen Rollstuhl angewiesen – die Leidenschaft für den Sport ist aber nicht verloren gegangen.

Schon während der Reha begann er damit, sich Gedanken über seine sportliche Zukunft zu machen: „Ich habe viel darüber nachgedacht, was ich jetzt machen kann – und mit vielen Leuten mit einem ähnlichen Schicksal darüber gesprochen. Dann wurde ich auf das inklusive Segeln am Achensee aufmerksam und habe im darauffolgenden Sommer ein Schnuppertraining absolviert.“

Und er hat Gefallen an seiner neuen „alten“ Sportart gefunden. So richtig ist der Funke allerdings erst bei seinem ersten Wettkampf übergesprungen: „Ich bin ein Wettkampftyp, liebe es mich mit anderen zu messen und brauche die Competition!“

Und weil Graus den Konkurrenzkampf nicht nur im Sommer braucht, misst er sich im Winter als Monoskifahrer bei unterschiedlichen Skirennen in Tirol. In diesem Jahr will er auch in dieser Sportart den nächsten Schritt machen: „Ich will mich klassifizieren lassen und dann an Fis-Rennen teilnehmen. Der Europacup und in weiterer Folge der Weltcup sind zwar ein fernes Ziel, aber nicht unerreichbar. Ich brauche die Herausforderung!“, so Graus.

Die nächste Challenge steht für Graus aber bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien an.

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