29. MAI – 2. JUNI IN INNS­BRUCK/TIROL

Die größte Rivalität der Finals ist zurück

„Simmering gegen Kapfenberg – das ist Brutalität“, so hat es einst der legendäre Kabarettist Helmut Qualtinger formuliert. 

Gut, brutal wird es zwischen den Slowpitch-Softballer:innen von Wiener Neustadt und Linz in den kommenden Tagen sicher nicht zugehen, aber zumindest ein bisschen hitzig könnte es einmal mehr werden. 

Seit der Erstauflage der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien im Jahr 2021 hat sich das Duell zwischen den Rubberducks Wr. Neustadt und den Witches & Bandits Linz im Mixed-Bewerb leise, still und heimlich zur vielleicht größten Rivalität der Multisportveranstaltung entwickelt. Zumindest auf dem Platz.

Christian Scherz hat den Ball – und den erstmaligen Titel – im Visier.

Der Ursprung der Rivalität

Dabei gab es vor drei Jahren, bei der Premiere in Graz, noch nicht einmal ein Finale zwischen den beiden Teams. Aufgrund eines „Rainouts“, einer wetterbedingten Absage, wurde die Tabelle des Grunddurchgangs zur Ermittlung des Meisters herangezogen – der Titel ging an die Linzer:innen, vor den Ducks. 2022 gab es dann die Final-Chance für die „Baseball-City“, doch Gold ging dank eines klaren 17:7 erneut an die Witches & Bandits. Die bislang jüngste Pleite der Niederösterreicher:innen gegen die Rival:innen datiert aus dem Grunddurchgang der Finals 2023 (9:18). Am Ende gab’s Platz vier für die „Enten“ und den „Titel-Hattrick“ für die Oberösterreicher:innen, die nach drei Jahren Sport Austria Finals überhaupt noch ohne Niederlage sind.

„Sicher wollen wir die Witches & Bandits schlagen. Es hat sich durch die Finals eine richtige Rivalität entwickelt“, sagt Ducks-Manager Christian Scherz im Vorfeld des am Donnerstag beginnenden Slowpitch-Bewerbes. Nachsatz: „Wenn du zu den Finals fährst, um nur dabei zu sein, dann machst du etwas falsch. Es ist ja nicht so, dass wir mit einem schwachen Team anreisen“, so der 55-Jährige, der nach wie vor als Pitcher im Einsatz ist und den „fehlenden“ Titel diesmal endlich erobern will. Die Favoritenrolle sehe er aber neuerlich eher bei den Seriensieger:innen.

„Wir sind gerne wieder die, die von allen besiegt werden wollen“, nimmt Gabriele Hardinger die Favoritenrolle gerne an. „Wir haben wieder ein kompetitives Team aufgestellt“, verspricht die Softball-Legende. Die erfahrene Hardinger, seit 1999 in der Slowpitch-Szene aktiv, sieht in den Neustädter:innen einmal mehr die größte Konkurrenz auf Titel Nummer vier. „Es ist eine gesunde Rivalität, eine Competition, die dem Bewerb und unserem Sport, der früher oft als langweilig und unspektakulär abgetan wurde, guttut.“

Konkurrenten auf dem Feld, aber Freunde außerhalb des Feldes

Ein wenig überraschend ist es also schon, dass eine der größten Rivalitäten, die die Sport Austria Finals bislang hervorgebracht hat, ausgerechnet aus dem Slowpitch-Softball kommt. Die Sportart gilt grundsätzlich als äußerst fair. Familiäres Flair steht bei allem sportlichen Ehrgeiz im Vordergrund. Nach den Games ist ein gemütliches Zusammensitzen der Teams und deren Familien mehr als üblich. 

„Aber das ist auch zwischen uns so“, versichern Hardinger und Scherz. Die beiden „Urgesteine“ treffen seit vielen Jahren auf den Softball-Plätzen in und rund um Österreich aufeinander, kennen und schätzen sich. Bei aller Verbissenheit sind die Manager faire Sportsleute. „Vielleicht sind wir auf dem Feld keine Freunde, weil wir ehrgeizig sind und versuchen, jeweils das Beste für unser Team rauszuholen“, sagt Scherz. „Wir brennen beide für die Sache, klar kracht’s auch mal, aber sobald wir vom Feld sind, sitzen wir zusammen und haben eine gute Zeit“, ergänzt Hardinger.

„All love“ zwischen den Rubberducks und den Witches & Bandits – aber erst nach dem Spiel.

Sport Austria Finals ein Gewinn

Die Vorfreude auf die Sport Austria Finals ist sowohl bei den Witches & Bandits als auch bei den Rubberducks spürbar. „Die Sport Austria Finals sind eine super Sache. Die Idee, mehrere Sportarten bei einer Veranstaltung zu versammeln ist voll aufgegangen. Die Aufmerksamkeit für kleinere Sportarten ist dadurch viel größer“, sagt die Oberösterreicherin. Ihr Gegenüber sieht es ähnlich: „Gerade die Fotos und Videos, die im Rahmen der Finals entstehen, helfen uns das ganze Jahr über bei unserer Öffentlichkeitsarbeit.“

Neben den beiden rivalisierenden Teams nehmen auch die Spielgemeinschaft Rohrbach Crazy Geese/Stockerau Racoons und die Dornbirn Indians an den Österreichischen Meisterschaften teil. Gespielt wird ab Donnerstag außerhalb von Innsbruck, am Tigersfield in Schwaz. Die Finalspiele sind für Samstag angesetzt.

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