Wien, Istanbul, Los Angeles: Fischer ist bereit
Dass Sarah Fischer eine Affinität für Multisport-Events hat, ist kein Geheimnis. Im Alter von 20 Jahren erfüllte sich die Gewichtheberin bei den Olympischen Spielen Tokio 2020 ihren Olympia-Traum, auch bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien war sie in Innsbruck mit großer Begeisterung am Start. Wenn es nach der Niederösterreicherin geht, sollen noch einige Highlights folgen.
Wien, Istanbul, Los Angeles. Das sind die großen Ziele von Sarah Fischer. In Österreichs Bundeshauptstadt finden 2026 erstmals die Sport Austria Finale powered by Österreichische Lotterien statt. „Mir hat es schon in Innsbruck sehr viel Spaß gemacht, die ganze Stadt war im Finals-Fieber. Wien ist noch einmal eine ganz andere Nummer. Für mich natürlich ein sehr cooles Heimspiel.“
Gewichtheben erhält dabei eine besondere Bühne: Die Entscheidungen fallen am Rathausplatz. Fischer: „Leider wird Gewichtheben oft mit staubigen Kraftkammern in Verbindung gebracht. Ich finde, man sollte unseren Sport viel mehr inszenieren. Es gibt viele junge Leute, die Kraftsport oder Fitness betreiben – aber kaum zum Gewichtheben kommen. Da ist ein Bewerb am Rathausplatz natürlich sensationell. Ich konnte es kaum glauben, als ich davon erfahren habe.“
In Istanbul steigen nächstes Jahr die Europaspiele, Gewichtheben ist dabei. Die genauen Gewichtsklassen stehen noch nicht fest, auch nicht, ob es Qualifikationsmöglichkeiten für die Olympischen Spiele gibt. Diese steigen 2028 in Los Angeles und sind Fischers ausgesprochenes Ziel.
„Ich habe in Tokio erlebt, welche Kraft Olympia hat – das will ich noch einmal erleben. In Paris hat es leider nicht geklappt, meine Motivation für Los Angeles ist riesengroß. Das einzige Problem ist, dass in unserer Sportart die Qualifikation schon einem Olympiasieg gleicht, weil nur acht Leute pro Gewichtsklasse zugelassen sind“, so Fischer.
Zuletzt hatte Fischer mit starken Trainingsleistungen aufgezeigt, bei den Europameisterschaften im georgischen Batumi vor wenigen Wochen konnte sie diese jedoch nicht im Wettkampf zeigen. Sie belegte in der Klasse über 86 Kilogramm mit 230 Kilogramm im Zweikampf den 14. Platz.
„Meine Vorbereitung war sehr gut, deswegen habe ich einfach sehr viel von mir selbst erwartet. Im Aufwärmen lief alles schon nicht mehr optimal. Ich habe mir wegen der guten Vorbereitung selbst so viel Druck gemacht, dass im Endeffekt nicht viel dabei rauskam. Die Konkurrenz wird immer stärker, wenn man sich die Ergebnisse in der B-Gruppe anschaut“, so Fischer, die den Blick nach vorne richtet. „Ich bin natürlich enttäuscht von meiner Leistung, aber im Leistungssport gehört das leider dazu, der nächste Wettkampf kommt bald und dann heißt es wieder zeigen, wer ich bin.“
Im Idealfall schon bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien von 3. bis 7. Juni in Wien.
