Maximum ausge”schöpft”: Racketlon-Titel ohne Tennis
Hätte Racketlon-Staatsmeister Emanuel Schöpf beim Einzel-Bewerb am Sonntag seinen Tennisschläger zu Hause vergessen, wäre er trotzdem erneut Staatsmeister geworden.
Der Vorarlberger präsentierte sich beim Saisonhöhepunkt des “Schlägervierkampfs” aus Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis bärenstark und pflügte förmlich durch das Feld. Dabei gewann der 28-Jährige jedes seiner Spiele bereits in der Squash-Box, also schon in der dritten Disziplin.
“Es ist alles sehr gut gelaufen”, gab Schöpf zu. Dabei hatte der Spieler des Sportverein Nussdorf-Debant in den vergangenen Wochen noch nicht einmal Sondereinheiten eingeschoben. “Ich habe am Freitag Doppel gespielt und dabei gemerkt, dass ich doch länger kein Turnier mehr gespielt habe. Aber heute ist es gut gegangen”, so der alte und neue Staatsmeister.
In Runde eins setzte sich Schöpf gegen Gustav Andree durch, im Viertelfinale war dann Markus Perschinka kein Stolperstein. Im Semifinale wartete mit Romeo Sam ein aufstrebendes Talent. “Er hat einen guten Schritt nach vorne gemacht. Vor zwei Jahren war er noch weit weg, aber er kommt immer näher”, streute der Meister dem Youngster Rosen. Dennoch war die Begegnung nach einem 21:15, 21:8 und 21:11 nach dem Squash vorbei.
Im Endspiel stand Schöpf dann Johannes Sgiarovello gegenüber, der im Tischtennis 21:14 gewann, aber im Badminton (4:21) und Squash (6:21) keine Chance hatte.
Bei den Damen gewann Sandra Ettenauer in Abwesenheit von Irina Schöpf – die Staatsmeisterin und Ehemann Emanuel erwarten ihr erstes Kind – ihren ersten Staatsmeistertitel. Die Spielerin der Racketlon UNION Afghanistan gewann im Round-Robin-Format gegen Clarissa Steiner, Romy Nothegger und Karolin Radl.
