Vom 24. bis 27. April fand in Prag das Czech Aerobic Open statt. In den stark besetzten Altersklassen mit teilweise bis zu 100 Teilnehmerinnen aus 13 Ländern traten auch fünf österreichische Athletinnen an.
Drei von ihnen erreichten Top-10-Platzierungen und qualifizierten sich für das Finale: Lea Robl (Oberösterreich) belegte in der Elite-Kategorie den achten Platz, Jana Kaar (Oberösterreich) wurde Siebte in der Jugendwertung (siehe Foto) und Valentin Poigner (Niederösterreich) erreichte Rang sechs in der Jugendklasse.
Valerie Paßecker (Niederösterreich) belegte in der Jugend weiblich den 42. Platz, Norah Rötzer (ebenfalls Niederösterreich) landete in derselben 79-köpfigen Kategorie auf Rang 61.
Das nationale Highlight in der Sportaerobic folgt bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien. Am Fronleichnam-Donnerstag (19. Juni) wird – wie schon im Vorjahr – die Österreichische Staatsmeisterschaft und Österreichische Meisterschaft in der Sportaerobic ausgetragen.
Vom 24. bis zum 27. April fand in Prag (CZE) das Czech Aerobic Open statt. In den teils bis zu knapp 100 Aktive starken Altersklassen-Feldern aus 13 Ländern befanden sich fünf österreichische Sportler:innen.
Drei von ihnen schafften es in die Top-10 bzw. in die Finalentscheidungen: Lea Robl (OÖ, 8. Platz Elite), Jana Kaar (OÖ, 7. Platz Jugend) und Valentin Poigner (NÖ, 6. Platz Jugend).
Valerie Paßecker (NÖ) belegte in der Jugend-Wertung weiblich Rang 42, Norah Rötzer (NÖ) kam in derselben, 79 Teilnehmer:innen umfassenden Klasse, auf Platz 61.
Die Österreichischen Staatsmeisterschaften in der Sportaerobic steigen 2025 im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien in Innsbruck (18. bis 22. Juni).
Der Squashsport hatte es in Österreich in den vergangenen Jahrzehnten nicht wahnsinnig leicht. Nach dem großen Boom in den 1980er-Jahren folgte Ende der 1990er der noch größere Abstieg. Viele Squashcourt-Betreiber trugen der immer schwächer werdenden Nachfrage Rechnung und widmeten die Räume zu Fitnessstudios um.
„Vom wirtschaftlichen Aspekt muss man das auch verstehen“, erklärt ÖSRV-Präsident Thomas Wachter und führt als Beispiel Graz an, wo die Sport Austria Finals drei Jahre (2021-2023) stattfanden. „Als ich in den 1990er-Jahren dort Bundesliga gespielt hab‘, gab es im Umfeld von Graz fast 100 Courts. Mittlerweile haben wir gerade noch drei Anlagen in Graz.“
Zwei ÖSRV-Hoffnungen mit Potenzial
Die mangelnde Infrastruktur wirkte sich auch dementsprechend auf die Präsenz von österreichischen Squash-Spieler:innen auf internationaler Ebene aus. Bis auf Aqeel Rehman, der seit über 20 Jahren die rot-weiß-rote Fahne hochhält, und Birgit Coufal waren Top-Spieler:innen in den vergangenen 15 Jahren Mangelware. Ohne Breite keine Spitze, ohne Spitze keine Breite. Ein Teufelskreis. Der aber durchbrochen werden könnte. Denn Squash ist dabei, in Österreich eine kleine Renaissance zu erleben. Zwar sieht es infrastrukturell nicht recht viel besser aus, dafür gibt es in der Spitze erfreuliche Entwicklungen.
Mit Jacqueline Peychär und Daniel Lutz hat der Österreichische Squash Rackets Verband nämlich zwei Asse im Ärmel, die Österreich in Zukunft noch viel Freude machen werden und auch schon gemacht haben. „Sie haben beide das Potenzial für die Top-50 der Weltrangliste“, so Nationaltrainer Heribert Monschein über seine beiden Schützlinge. Gerade bei Peychär merke man, dass sie nun den vollen Fokus auf Squash gelegt hat bzw. legen konnte. „Sie ist erst seit Juli vergangenen Jahres beim Heeressport und damit Vollzeit als Squash-Profi unterwegs. Davor war sie Physiotherapeutin und musste nebenbei arbeiten. Das ist für ein Profi-Metier natürlich nicht ideal. Jetzt kann sie sich voll auf den Squashsport konzentrieren“, erklärt Monschein.
Jacqueline Peychär ist Österreichs große Hoffnung im Damen-Squash.
Mentaler Bereich als größter Hebel
Für die 29-Jährige ist es mittlerweile fast unvorstellbar, wie sie ihr „altes“ Leben gemeistert hat. „Rückblickend weiß ich gar nicht mehr, wie sich das alles ausgegangen ist“, lacht Peychär. „Es ist schon ein gigantischer Unterschied zu vorher. Es fällt viel Stress und Zeitdruck weg – das Zeitmanagement ist jetzt viel einfacher. Auch finanziell ist der Druck weg, das ist eine riesige Entlastung.“ Jetzt müssen sich nur noch mehr sportliche Erfolge einstellen. Peychär ist oft dran, den nächsten Schritt zu gehen, scheitert dann aber immer wieder an sich selbst. „Der größte Hebel bei Jacqui liegt im mentalen Bereich. Sie muss die Trainingsleistungen ins Match transferieren – da hat sie aktuell zu viele Ups and Downs. Aber das wird mit zunehmender Spielpraxis besser“, ist Monschein zuversichtlich, dass Peychär mit Ende 2025, Anfang 2026 an die Top-50 der Weltrangliste anklopfen kann.
„Manchmal fehlt – vielleicht auch unterbewusst – das Selbstvertrauen oder der Fokus, der in wichtigen Momenten woanders hingeht. Dann beginnt der Kopf zu denken. Wenn das Selbstbewusstsein da ist, werde ich viele Partien, die ich jetzt noch verliere, auch gewinnen“, weiß Peychär um ihr Potenzial. Von den Top-50 will sie im Gegensatz zu ihrem Nationaltrainer aber noch nicht sprechen. „Aktuell ist es schon ein Fortschritt, wenn ich meine Weltranglistenplatzierung halte, weil die Dichte im Damen-Squash einfach so hoch ist. Ich bin auch immer noch im Anpassungsmodus, dass ich jetzt Vollzeit als Squash-Profi unterwegs bin.“
Dani bringt alles mit: Er hat die körperlichen Voraussetzungen, er bewegt sich gut und er „sieht“ vor allem gut. Das räumliche Sehen, also, dass du früh genug erkennst, was der Gegner spielen will, ist beim Squash sehr wichtig. Zudem ist er auch irrsinnig schnell und beweglich
Nationaltrainer Heribert Monschein über Daniel Lutz
Matura, Bundesheer, Squash-Profi
Davon ist Daniel Lutz noch etwas weiter entfernt. Der Salzburger befindet sich aktuell im Maturajahr und muss im Herbst zum Bundesheer. Sollte er dort erwartungsgemäß im Heeressport aufgenommen werden, möchte er so wie Peychär als Profi durchstarten. Aktuell spielt er überwiegend Jugend-Turniere, so wie vor kurzem die U19-Europameisterschaft in Prag, bei der er starker Neunter wurde. Lutz erlitt im gesamten Turnierverlauf nur eine Niederlage – gegen die Nummer eins und späteren Europameister Amir Khaled-Joussein (FRA). „Auch da kann ich mit meiner Leistung zufrieden sein, auch wenn ich letztlich verloren habe. Die Rallys waren allesamt sehr knapp“, resümiert Lutz.
Fast alle Squash-Experten in Österreich sind sich einig: Lutz ist das seit Jahrzehnten größte heimische Talent. „Dani bringt alles mit: Er hat die körperlichen Voraussetzungen, er bewegt sich gut und er „sieht“ vor allem gut. Das räumliche Sehen, also, dass du früh genug erkennst, was der Gegner spielen will, ist beim Squash sehr wichtig. Zudem ist er auch irrsinnig schnell und beweglich“, analysiert Monschein und nennt zugleich auch jene Bereiche, in denen Lutz Luft nach oben hat. „Er muss noch die Kaltschnäuzigkeit und Ruhe am Court kriegen. Und lernen, zum richtigen Zeitpunkt zu attackieren. Er spielt oft zu brav.“
Auch Lutz weiß, dass er sich steigern muss, will er künftig bei den „Großen“ mithalten. „Wenn du von den Junioren zu den Erwachsenen umsteigst, ist es wichtig, dass du das Tempo mitgehen kannst und den Spielaufbau richtig hinbekommst. Du kannst nicht mehr irgendetwas ausprobieren und hoffen, dass man gewinnt. Du musst schlau spielen und wissen, wie du die Taktik umstellst, wenn es nötig ist. Bei den Erwachsenen kann sich die Taktik unterm Satz ändern, da musst du schnell reagieren.“
World Games als großes Highlight
Wie weit Peychär und Lutz tatsächlich sind, können sie im Sommer auf großer Bühne zeigen. Denn Squash ist erstmals bei den World Games dabei, die dieses Jahr im chinesischen Chengdu (7. – 17. August) stattfinden. „Die Teilnahme an den World Games bedeutet uns sehr viel. Es ist eine offizielle Beschickung des Sportministeriums mit Sport Austria und wir waren noch nie bei so einem Event dabei. Alleine die Einkleidung und die Verabschiedung durch den Bundespräsidenten bedeutet für uns als Sportart eine riesige Reputation“, fiebert Monschein dem großen Highlight bereits entgegen.
Auch Österreichs Damen-Nummer-1 kann es kaum noch erwarten, bis sie in China antreten darf. „Ich freue mich brutal auf die World Games. Es ist auch ein bisschen ein Reinschnuppern in ein Großereignis und immer eine große Ehre, Österreich vertreten zu dürfen.“ Auch Lutz ist bereits voller Vorfreude. „Als ich gehört habe, dass ich eine Wildcard bekomme, war ich glücklich und überrascht zugleich. Es wird eine coole Erfahrung, dort gegen die Profis zu spielen.“
Mir hat es schon einen großen Push gegeben, als ich erfahren habe, dass Squash olympisch ist. Der Gedanke daran schwingt eigentlich jeden Tag mit. Auf diesem großen Ziel baut alles auf, ansonsten wäre es auch nicht möglich gewesen, dass ich beim Heeressport bin.
Peychär über die erstmalige Olympia-Teilnahme 2028
Erstmaliger Olympia-Traum bereits präsent
Die nächste große und definitiv größte Bühne, die es im Sport gibt, wollen dann beide in gut drei Jahren betreten. Denn Squash hat es nach mehreren Anläufen endlich geschafft und wird 2028 in Los Angeles erstmals bei Olympischen Spielen dabei sein. „Wir wissen noch nicht, ob wir uns wirklich qualifizieren können, weil es vom World-Squashverband noch keine Richtlinien gibt. Aber alleine, dass Squash 2028 dabei ist, ist irre und eine Riesenchance“, weiß der Nationaltrainer, der die „Auswirkungen“ der Olympischen Spiele bereits jetzt spürt. „Bei uns im Verband sind die Olympischen Spiele natürlich schon präsent. Wir haben das Trainingskonzept etwas verändert, das heißt, ich arbeite als Nationaltrainer überwiegend mit Dani und Jacqui. Wir absolvieren sehr viele Einzelstunden, das hatten wir vorher in dieser Intensität nicht.“
Auch die rot-weiß-roten Hoffnungen können nicht leugnen, dass die fünf Ringe schon unterbewusst ein Thema sind. „Mir hat es schon einen großen Push gegeben, als ich erfahren habe, dass Squash olympisch ist. Der Gedanke daran schwingt eigentlich jeden Tag mit. Auf diesem großen Ziel baut alles auf, ansonsten wäre es auch nicht möglich gewesen, dass ich beim Heeressport bin“, sagt Peychär. „Für mich ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen ebenfalls ein großes Ziel. Das wäre schon ein Traum, da dabei zu sein“, pflichtet Lutz seiner ÖSRV-Kollegin bei.
Peychär-Heimspiel bei den Sport Austria Finals
Einen kleinen Vorgeschmack auf Olympia bekommen die Beiden immerhin dieses Jahr bei den World Games und davor bei den Sport Austria Finals in Innsbruck, wo sowohl Lutz als auch Peychär im Rahmen des Mannschaftsbewerbs der Bundesliga im Einsatz sind. Gerade für die gebürtige Innsbruckerin Peychär sind die Spiele in der Heimat etwas Besonderes.
„Daheim zu spielen, ist immer total lässig. Ich bin ja nicht mehr so oft daheim, darum freue ich mich umso mehr, wenn ich mal wieder in Innsbruck sein und spielen kann. Außerdem finde ich die Sport Austria Finals total genial, weil es in die ganze Stadt eine andere Stimmung reinbringt. Wenn so viele Sportler:innen auf einem Haufen sind, herrscht eine ganz eigene Aura. Mir taugt es, wenn so viele gleich Verrückte an einem Platz sind.“
Als Carina Wasle 2008 ihren ersten von bislang sieben Crosstriathlon-Staatsmeistertiteln holte, ist Katja Krenn gerade einmal fünf Jahre alt. Und weiß damals natürlich noch nicht, dass ihr Weg sie ebenfalls in diese Sportart führen sollte.
„Ich habe mit dem Triathlon vor rund 14 Jahren begonnen. Es gab in der Volksschule einen Bezirkslauf-Cup, durch den bin ich zu meinem Verein gekommen. Da wurde dann ein Radtraining angeboten und mein Vater hat zum Spaß gemeint, dass ich nur mehr Kraulen lernen muss, dann könnte ich Triathlon machen. Das habe ich dann auch tatsächlich gemacht und bin so zum Triathlon gekommen“, erzählt die heute 21-Jährige.
Abflug nach Amerika
Dass die Steirerin in dieser Sportart perfekt aufgehoben ist, zeigt sich schnell, als die ersten Erfolge kommen. Bei Nachwuchs-Welt- und Europameisterschaften hat Krenn quasi einen Fixplatz am Podest und sammelt zahlreiche Medaillen. Ihr Talent ist letztlich so auffällig, dass sie von einem US-amerikanischen Coach rekrutiert wird und 2022 den Sprung über den großen Teich wagt. Krenn übersiedelt an die Delaware State University, bleibt dort aber statt der geplanten vier Jahre nur ein Jahr.
„Aufgrund eines Trainerwechsels habe ich die Uni gewechselt und bin jetzt das zweite Jahr auf der Wingate University“, so Krenn. In North Carolina fühlt sich die Mitterdorferin, die Criminal Justice, Legal Studies und Political Science studiert, inzwischen pudelwohl. „Wir sind ein großes Team, was für das Training extrem hilfreich ist, da wir alle voneinander lernen können.“
Katja Krenn arbeitet in Amerika an ihrer Profi-Karriere und könnte Carina Wasle als Staatsmeisterin nachfolgen.
Außerdem sei der Stellenwert des Sports in Amerika noch einmal ein ganz anderer als in Österreich. „Die Leute wertschätzen es sehr, was wir leisten und haben eine andere Mentalität. Du wirst als Sportlerin sehr gefördert und es ist auch sehr gut vereinbar mit der Uni. Wir haben zwar auch ganz normal Vorlesungen und Prüfungen, können aber problemlos trainieren und sind für die Wettkämpfe entschuldigt.“ Wie es bei ihr nach dem Abschluss des Studiums im Mai 2026 weitergeht, ist noch offen. „Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass ich weiter in den USA bleibe und ein weiteres Studium absolviere. Es kann aber auch sein, dass ich wieder zurück nach Österreich komme.“
Fest steht für Krenn nur, dass sie es als Profi im Crosstriathlon schaffen will. „Das große Ziel ist schon, als Profi im Weltcup zu starten. Ich habe mich jetzt etwas auf XTERRA fokussiert und daneben auch im Junioren-Bereich Erfolge erzielt. Jetzt wäre es eben ein Traum, das auch im Elite-Bereich zu schaffen.“
Mehr Arbeit, weniger Rennen
Wie das gehen kann, hat Carina Wasle eindrucksvoll gezeigt. Die Tirolerin ist seit mehr als 20 Jahren erfolgreich im Crosstriathlon unterwegs und hielt sich allen Widrigkeiten zum Trotz jahrelang in der Weltspitze auf. Erst in den letzten Jahren musste sie mangels Sponsorengelder wieder ihrem Brotberuf in der Gastronomie nachgehen, wodurch weniger Zeit für Training und Bewerbe bleibt.
„Ich arbeite zwar nicht Vollzeit, habe aber viele Abend-Dienste. Früher habe ich im Sommer meist weniger gearbeitet und dafür mehr Bewerbe bestritten. Diesen Sommer werde ich aber wahrscheinlich normal weiterarbeiten. Es gehen sich deshalb nicht so viele Rennen aus und auch das Trainieren ist schwieriger geworden“, schildert die Ausnahmeathletin ihre aktuelle Situation.
Schweren Herzens musste Wasle deshalb auch auf die Weltcup-Serie verzichten. „Ich habe lange überlegt, ob ich sie heuer noch einmal mitmache, aber es ist dieses Jahr so aufwändig mit Stationen in Australien, Amerika, Kanada, England. Das kostet so viel Geld und ist kaum leistbar. Außerdem müsste ich mir immer eine Woche frei nehmen – so viel Urlaub habe ich dann gar nicht.“
Natürlich geht es jetzt schon dem Ende zu. Aber mir macht es einfach immer noch so viel Spaß.
Carina Wasle
Fokus auf Trailrunning, aber noch kein Karriere-Ende
Deshalb hat Wasle ihren Fokus auch auf eine andere Sportart gelegt. „Ich möchte mich mehr auf das Trailrunning konzentrieren. In Tirol gibt es dahingehend sehr viele Bewerbe. Ich werde auch versuchen, den Elite-Status zu bekommen, um bei internationalen Rennen starten zu können.“ Das Aus ihrer Crosstriathlon-Karriere bedeutet das allerdings nicht. Noch nicht.
„Natürlich geht es jetzt schon dem Ende zu. Aber mir macht es einfach immer noch so viel Spaß. Ich bin zwar aufgrund meiner Arbeit eingeschränkt, trotzdem geht sich noch ein bisschen etwas aus“, sagt die 40-Jährige und fügt – angesprochen auf das fortgeschrittene Alter – lachend hinzu: „Mir kommt nur manchmal vor, dass ich mich nicht mehr so extrem anstrengen will.“
Wachablöse bei den Sport Austria Finals?
Bei den Sport Austria Finals wird Wasle allerdings wieder alles geben (müssen), um ihren Staatsmeistertitel vor heimischem Publikum verteidigen zu können. Vergangenes Jahr konnte sie Katja Krenn mit sechs Minuten Vorsprung auf Distanz halten und ihren siebten Staatsmeistertitel (den vierten in Serie) holen, 2025 könnte die Geschichte schon enger werden.
„Anstrengen muss ich mich auf jeden Fall, damit ich meinen Titel verteidigen kann. Ich war seit September nicht mehr Schwimmen, deswegen wird es für mich auch immer schwieriger. Ich hoffe, dass ich meine Stärke beim Laufen ausspielen kann“, so Wasle, die viel von ihrer designierten Nachfolgerin hält. „Katja ist noch sehr jung, hat aber definitiv viel Potenzial. Sie wird sich wieder weiterentwickelt und ihre Leistung gesteigert haben. Sie wird sicher ihren Weg gehen.“
Kommt es bei den Sport Austria Finals 2025 tatsächlich schon zu einer Wachablöse im österreichischen Damen-Crosstriathlon? „Es würde mich nicht stören, sie zu gefährden“, lacht Krenn, weiß aber auch, dass mit Wasle immer zu rechnen ist. „Sie ist immer noch in Top-Form!“ Mittel- bzw. langfristig möchte die Nachwuchshoffnung allerdings schon das Erbe von Österreichs Grande Madame antreten. „Carina ist ein absolutes Vorbild für mich. Ich hoffe, dass ich einmal in ihre Fußstapfen treten kann. Ihre Karriere ist wirklich toll verlaufen und ich kann mir nur wünschen, dass es bei mir ähnlich verläuft.“
Die Saison in der Sportaerobic nimmt Fahrt auf: 19 österreichische Sportler:innen nahmen am „Slovak Aerobic Open“ vom 10. bis 12. April 2025 in Bratislava (SVK) teil.
Im Teilnehmer:innenfeld aus 17 Nationen erzielten dabei Ex-Staatsmeisterin Lea Robl bei ihrem Comeback als Elite-Zehnte und ihre Linzer Trainingskollegin Jana Kaar als Jugend-15. (unter 90 in dieser Klasse Gewerteten) die wertvollsten heimischen Ergebnisse.
Die beste Platzierung erreichte Valentin Poigner (Stockerau) mit Rang fünf im Jugendbewerb – als einziger männlicher heimischer Teilnehmer, allerdings mit geringerer Wertung als seine Kolleginnen. Die übrigen österreichischen Teilnehmer:innen belegten großteils Plätze in der zweiten Hälfte der jeweiligen Teilnehmer:innenfelder.
Turnsport-Austria-Präsidentin Gabriela Jahn und Sport-Vizepräsidentin Bianca Franzoi nutzten das Slovak Aerobic Open, um sich persönlich vor Ort ein Bild vom Leistungsstand der heimischen Szene im Vergleich zur internationalen Konkurrenz zu machen. Ebenso nahmen sie die Gelegenheit zum Austausch mit dem slowakischen Verbandspräsidenten Lubos Vilcek und der Generalsekretärin Silvia Ruschinova wahr.
Katja Krenn (FC-Donald X-Triathlon Sankt Ruprecht an der Raab) eröffnet mit einem großartigen Erfolg die XTERRA-Triathlon-Saison. Beim Bewerb in Puerto Rico sichert sie sich den zweiten Platz.
Nach einem hervorragenden Schwimm-Split (1,5 km) geht sie als Führende auf die Bike-Trails (31 km) um Cabo Rojo, wo sie die spätere Siegerin Suzie Snyder (USA) zwar ziehen lassen musste, der Stockerlplatz blieb jedoch beim abschließenden Lauf (10 km) auf sandigem Untergrund ungefährdet.
Damit zeigt die steirische Athletin, die bereits im März in der Vorbereitung einen 3. Platz beim NCAA Draft Legal Supersprint in Clermont, Florida geholt hat, dass ihr Weg in Richtung XTERRA Austria, der am 18./19. Juli im Ausseerland stattfindet, stimmt.
Der Countdown läuft! In rund zwei Monaten werden die Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien im Herzen Innsbrucks eröffnet. Danach geht es von Donnerstag bis Sonntag für die mehr als 6.500 Athlet:innen in knapp 250 Meisterschaftsentscheidungen um Edelmetall. Objekt der Begierde ist die Medaille für Österreichische Staatsmeisterschaft, die höchste nationale Sportauszeichnung. Das Sportfolio des größten heimischen Multisport-Events reicht von Klettern über Cross-Triathlon und Cheerleading, von Taekwondo, Rollenrodeln und Skateboard, von Softball, Open Water-Schwimmen bis Kick- und Thaiboxen. Neu mit dabei: Boccia, Drachenfliegen von der Seegrube, Flag Football und Rollstuhl-Badminton. Wieder mit dabei: Darts, Kegeln und Radsport mit einem Bergzeitfahren.
„Die Sport Austria Finals sind ein einzigartiges Schaufenster für die unglaubliche Vielfalt und das hohe Niveau des österreichischen Sports. Wir freuen uns sehr, dieses großartige Event noch einmal in Innsbruck und Tirol auszutragen und laden alle herzlich ein, die beeindruckenden Leistungen unserer Athlet:innen live mitzuerleben. Seien Sie dabei, wenn sportliche Träume wahr werden“, so Sport Austria-Präsident Hans Niessl, der heuer die 50.000-Zuschauer:innen-Marke deutlich übertreffen möchte.
Tirol als Sportland mit Herz und Tradition
Philip Wohlgemuth, erster Landeshauptmannstellvertreter und Sportlandesrat, freut sich über die erneute Austragung in Tirol: „Wir sind ein Sportland mit Herz und Tradition und die Sport Austria Finals bieten eine fantastische Gelegenheit, zu zeigen, wie sehr wir diese Verbindung leben. Es ist aber auch die Chance, die Vielfalt und die integrative Kraft des Sports in Tirol zu feiern. Diese Veranstaltung ist eine Bereicherung für unsere Sportlandschaft und unterstreicht einmal mehr die Attraktivität Tirols als Sportdestination von internationalem Format.“
Auch Bürgermeister Johannes Anzengruber unterstreicht die Bedeutung der Finals für Innsbruck: „Innsbruck ist eine Sportstadt, und die Sport Austria Finals passen perfekt zu unserem dynamischen und sportbegeisterten Image. Der Landestheatervorplatz wird wieder zum pulsierenden Zentrum, und wir freuen uns darauf, Athlet:innen, Trainer:innen, Betreuer:innen und hoffentlich wieder ganz viele Besucher:innen aus ganz Österreich in unserer Stadt willkommen zu heißen. Diese Veranstaltung ist ein Gewinn für Innsbruck und die gesamte Region.“
Sport Austria Finals als wichtiger Impulsgeber
Neben dem wirtschaftlichen Impact – die Sport Austria Finals generieren eine Wertschöpfung in Höhe von knapp drei Millionen Euro – ist das Sport-Event auch ein touristischer Faktor. 92 Prozent der Teilnehmer:innen und Besucher:innen bleiben über Nacht, im Schnitt sogar 1,9 Nächte. Barbara Plattner, Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus weiß, dass „die Finals nicht nur ein sportliches Highlight, sondern auch ein wichtiger Impulsgeber für den Tourismus in Innsbruck und Tirol“ sind.
„Sie stärken unser Image als sportbegeisterte Destination und die Kombination aus medialer Aufmerksamkeit und vielen positiven Erlebnissen der Athlet:innen und Zuschauer:innen tragen dazu bei, unser Stadt national und international noch attraktiver zu machen. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Veranstaltung und die damit verbundenen positiven Impulse.“
Sportler:innen schon voller Vorfreude
Bei den Sportler:innen ist die Vorfreude mindestens so groß wie die Intensität der Vorbereitung. Tabea Fiegl, Flag Footballerin bei den Swarco Raiders Tirol, fiebert ihrer Finals-Premiere schon entgegen. „Für uns ist die Premiere eine großartige Chance, im Rahmen der Sport Austria Finals um die nationale Meisterschaft zu spielen. Die tolle Atmosphäre und die zu erwartende mediale Aufmerksamkeit werden uns zusätzlich motivieren, dass wir uns für das Final-Turnier qualifizieren.“
Wakeboarder Simon Wieser möchte in der Area 47 seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen. „Im letzten Jahr war mein Sieg noch eine kleine Überraschung, aber ich wusste, was ich draufhabe. Das möchte ich auch in diesem Jahr wieder abrufen“, freut sich der Tiroler auf den Wettkampf auf seinem Home-Cable.
Cheer-Fest und Kletter-Party
Cheerleaderin Livia Unterweger setzt auf den Heimvorteil, für sie und für ihren Verein, die Tyrolean Angels, ist es mehr als nur eine große Ehre, vor Familie und Freund:innen und in einer randvollen Olympiaworld an- und aufzutreten. „Wir stecken mitten in den Vorbereitungen für die Finals, wollen am Tag X unsere Bestleistung abrufen. Vor allem aber freuen wir uns auf ein weiteres Cheer-Fest im XXL-Format, das sich niemand entgehen lassen sollte.“
Kletterer Tobias Plangger schaute im Vorjahr ebenso bei den Cheer-Entscheidungen vorbei, wie Bürgermeister Anzengruber. Es war nicht der einzige Ausflug zu einer anderen Sportart für das heimische Speed-Ass. „Du gehst aus der Kletterhalle raus und kannst bei den Skatboarder:innen reinschauen, am Weg nach Hause gibt es fünf, sechs, sieben weitere Möglichkeiten, tollen Live-Sport zu erleben. Ich kann es schon nicht mehr erwarten, das Programm zu studieren und mir wieder einen Finals-Plan für das ganze Wochenende zu machen.“
Das ist schon in Kürze noch einfacher möglich: die neue Sport Austria Finals-App für Athlet:innen und Zuschauer:innen wird in Kürze gelauncht. Mit vielen interaktiven Features, Lageplan, Gewinnspielen und ganz vielen Stories, News und Hintergründen zu den teilnehmenden Verbänden und Athlet:innen.
In 16 Tagen startet die Weltcup-Saison 2025 im Klettern. Die Reise führt die Kletter-Asse nach China, vom 18. bis 20. April findet in Keqiao ein Boulder-Weltcup statt, Speed und Vorstieg folgen vom 25. bis 27. April in Wujiang. Mit dem Heim-Weltcup im Juni in Innsbruck und der Weltmeisterschaft im September in Seoul (KOR) warten zwei große Highlights auf die KVÖ-Athlet:innen. Die Vorfreude auf den Weltcup-Auftakt ist groß, Jakob Schubert wird verspätet in die Saison einsteigen.
Sechs Monate sind seit dem letzten Kletter-Weltcup Anfang Oktober 2024 in Seoul (KOR) vergangen. Während die nationale Saison mit den Österreichischen Staatsmeisterschaften im Bouldern in Klagenfurt bereits Anfang März Fahrt aufnahm, beginnt in etwas mehr als zwei Wochen die IFSC Weltcup-Saison.
Erfolg verpflichtet
„Das vergangene Jahr war ein ganz besonderes für den Klettersport – speziell für uns als Kletterverband Österreich. Nach Tokio durften wir erneut zwei außergewöhnliche Athlet:innen zu den Olympischen Spielen nach Paris entsenden. Das war bereits an sich etwas Außergewöhnliches. Dass Jakob und Jessica dann auch noch Medaillen gewinnen konnten, war die sprichwörtliche Kirsche auf der Torte. Diese Erfolge waren beeindruckend – und sie bringen auch eine gewisse Verantwortung mit sich. Der Erfolg verpflichtet, vor allem uns als Verband gegenüber unseren Athlet:innen“, sagt KVÖ-Geschäftsführer Heiko Wilhelm.
„Unser Ziel ist es, die Erfahrungen und die positive Energie von Paris an die jungen Athlet:innen weiterzugeben. Gleichzeitig stehen wir vor großen strukturellen Aufgaben – vom Eventmanagement über interne Prozesse bis hin zur aktuellen Trainersuche. Auch da gibt es aktuell einige Veränderungen. Diese bringen Herausforderungen mit sich, aber ebenso Chancen.“
Schubert: „Denke nicht ans Karriereende“
Jakob Schubert, der in Paris wie in Tokio Olympia-Bronze gewinnen konnte, trat in den letzten Monaten kürzer. „Ich habe es in erster Linie sehr genossen, nach den Olympischen Spielen mal kurz eine Pause einzulegen. Mein Körper hat sich ein wenig erholen können – das war wichtig. Gleichzeitig hatte ich mit einer Entzündung zu kämpfen, es hat einfach die Spannung etwas ausgelassen. Aber ich hatte ohnehin vor, den Herbst hauptsächlich am Felsen zu verbringen. Das habe ich dann auch getan – ich war viel auf Mallorca unterwegs. Danach ging’s weiter nach Frankreich, wo ich begonnen habe, an einer der neuen 9c-Routen zu arbeiten. Die Route ist noch nicht abgeschlossen, aber ich habe das Projekt zumindest gestartet.“
Den Weltcup-Auftakt in China lässt der 34-jährige Innsbrucker aus, aller Voraussicht nach wird er vor heimischer Kulisse ins Geschehen einsteigen – beim IFSC Climbing World Cup Innsbruck 2025 im Juni. In diesem Jahr wird er sich auf seine Spezialdisziplin Vorstieg fokussieren. „Fakt ist: Ich bin immer noch genauso motiviert wie vor 15 Jahren. Ich habe nach wie vor riesigen Spaß am Klettern – deshalb denke ich momentan überhaupt nicht ans Karriereende. Da muss sich also niemand Sorgen machen. Wichtig ist vor allem, dass ich gut auf meinen Körper achte. Das ist mit zunehmendem Alter natürlich die größte Herausforderung. Letztlich ist das Alter ja nur eine Zahl – aber man muss sich eben mehr um seinen Körper kümmern und gezielter trainieren. Solange ich das im Griff habe, bin ich auf jeden Fall noch lange motiviert.“
Vorfreude auf zahlreiche Highlights
Den Boulder-Auftakt in Keqiao nehmen Lea Kempf, Sandra Lettner, Raffael Gruber, Jan-Luca Posch, Timo Užnik und Julian Wimmer in Angriff – Durchschnittsalter 21,5 Jahre. „Es wird richtig spannend zu sehen, wie sich die jungen Athlet:innen entwickeln. Einige konnten bereits ihr Potenzial zeigen – jetzt bleibt abzuwarten, ob sie das auch auf internationalem Niveau abrufen können. Sie bringen auf jeden Fall frischen Wind ins Team, sind hochmotiviert und freuen sich über jede Startmöglichkeit, die sie bekommen. Man merkt, dass sie auf einem sehr guten Weg sind – sie haben sich in kurzer Zeit stark verbessert. Für sie geht es vor allem darum, wertvolle Erfahrungen zu sammeln“, sagt KVÖ-Nationalcoach Katharina Saurwein.
Jessica Pilz wird eine Woche später beim Lead-Weltcup in Wujiang in die Saison einsteigen und sich ihren Fokus auf ihre Paradedisziplin legen. Neben ihr sind im Vorstieg Julia Fiser, Eva-Maria Hammelmüller, Flora Oblasser, Mattea Pötzi und Stefan Scherz am Start.
Die Höhepunkte der Saison sind klar definiert: Im Juni wird Innsbruck zum Kletter-Hotspot, zunächst finden am 19. Juni im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien die Österreichischen Staatsmeisterschaften im Vorstieg und Speed statt, in der Folgewoche steigt der IFSC Climbing World Cup Innsbruck (23. bis 29. Juni). Mit den World Games in Chengdu im August und der Kletter-Weltmeisterschaft in Seoul (KOR) vom 20. bis 28. September stehen zwei internationale Großereignisse an.
Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte erreicht KSK Union Orth das Final-4 der Champions League – und zum zweiten Mal gelingt der Sprung ins Finale!
Im hessischen Mörfelden trafen die vier besten Teams Europas aufeinander. Im Halbfinale setzten sich die Niederösterreicher klar mit 8:0 gegen KK Mertojak Split durch. Dank starker Leistungen von Patrick Fritz, Martin Rathmayer, Jan Mecerod sowie dem Schlusstrio Matthias Zatschkowitsch, Lukas Temistokle und Michal Kratochvil gelang ein souveräner Sieg.
Im Finale gegen Raindorf konnten die Österreicher leider nicht ganz an die starke Halbfinalleistung anknüpfen. Trotz aller Bemühungen reichte es am Ende nicht: Raindorf setzte sich mit 6:2 durch. Matthias Zatschkowitsch überzeugte zwar mit 667 Kegeln als Tagesbester des Teams, insgesamt musste sich Orth aber mit 3769:3885 Kegeln geschlagen geben.
Der Name Martin Hinteregger ist österreichischen Sport-Fans ein Begriff. Solange die Rede vom Fußballspieler ist, der 67 Länderspiele für das ÖFB-Team absolviert hat. Der Judoka Martin Hinteregger ist wohl weniger Leuten bekannt, erfolgreich ist er in seiner Sportart ebenfalls – national und international. Verwandtschaft zum fußballerischen Namensvetter gibt es keine, Berührungspunkte sehr wohl.
Der perfekte Ablauf. Einer Vorgabe so nahe wie möglich zu kommen. Das zeichnet „Kata“ im Judo aus. Im Wortsinn bedeutet „Kata“ Form, Stil oder Muster. Praktisch handelt es sich um eine Serie von Judotechniken, bei denen die Grundlagen des Sports demonstriert werden. Österreichs Aushängeschilder sind die Hinteregger-Brüder Martin und Philipp.
Mit Ausnahme des Jahres 2020 sicherten sich die Brüder aus Kärnten seit 2017 jeden österreichischen Kata-Meisterschaftstitel. Ihren bisherigen Karriere-Höhepunkt erreichten sie 2019, als sie in der „Nage-no-Kata“ bei den Europameisterschaften in Gran Canaria (ESP) die Bronzemedaille gewannen – als erste Österreicher überhaupt in dieser Disziplin. Nur zwei Jahre setzte das Duo mit der Silbermedaille bei der EM in Warschau (POL) noch einen drauf.
Die Suche nach Perfektion
„Wir trainieren seit Jahren hart dafür, um international mitzuhalten. Das ist nicht immer einfach, weil wir auch nebenbei Funktionen haben“, sagt Martin Hinteregger, der in einem IT-Konzern arbeitet, als Vereinstrainer aktiv ist und zudem Präsident des Judo Landesverband Kärnten ist. Geld verdient er mit seinem Sport keines. „Wir sind deshalb nicht so schlecht, weil wir uns sehr für Judo interessieren. Man muss sich dafür begeistern können und sich hineinfuchsen.“
Eine Technik müsse man in einem Training 50 bis 60 Mal wiederholen. „Es gibt genaue Vorgaben für die Bewegungsabläufe. Man kann sich an den Weltbesten orientieren, mit Videos arbeiten. Ich liebe es, an Techniken zu tüfteln“, schwärmt der ältere Bruder. „Das ist mein Ansporn: Einem Idealpunkt so nahe wie möglich zu kommen.“
Ziel Titelverteidigung bei Sport Austria Finals
Schon im Training ist das Zusammenspiel mit dem Partner, in seinem Fall dem Bruder, sehr wichtig. Genau das ist die Krux: Die Hinteregger-Brüder wohnen mittlerweile 60 Kilometer entfernt voneinander. „Einmal pro Woche schaffen wir es, vor internationalen Wettkämpfen meistens sogar zweimal.“
Die Liebe zum Sport hat sich bereits in jungen Jahren entwickelt. „Ich habe mit sieben Jahren eine Vorführung gesehen, das waren Leute mit schwarzem Gürtel, das wollte ich auch schaffen. Diesen Traum habe ich mir erfüllt, aber ich wollte in der Entwicklung nicht stehenbleiben.“
Der Saisonhöhepunkt ist die Kata-EM in Riga (LAT) Ende Mai. Danach folgen die Österreichischen Staatsmeisterschaften im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien (18. bis 22. Juni) in Innsbruck. Dort haben die Hinteregger-Brüder letztes Jahr den Titel gewonnen und wollen ihn in diesem Jahr verteidigen.
Bekanntschaft mit Fußballer Hinteregger
„Die Finals waren letztes Jahr ein cooles Event, obwohl wir ja eigentlich in unserer Halle unterwegs waren. Bei den Siegerehrungen haben wir dann erlebt, was alles passiert. Die Berichterstattung war beeindruckend – Website, Social Media, Videos. Gefühlt war an jeder Ecke der Stadt ein Event“, erinnert sich Hinteregger.
Wie oft er auf den gleichnamigen Fußballer angesprochen wird? „Nie. Welcher Fußballer?“ stellt er die Gegenfrage mit einer großen Portion Ironie. „Natürlich passiert das oft. Wir kommen ja sogar aus der gleichen Gegend, sind aber nicht verwandt.“
Zur Begegnung der beiden Martin Hintereggers kam es schon öfter. „Man trifft sich ab und zu bei Veranstaltungen. Er weiß, dass ich im Judo aktiv bin, ich habe ihm schon öfter angeboten, dass er vorbeikommt.“ Sollte der Fußballer Martin Hinteregger eines Tages auf das Angebot zurückkommen, ist klar: Auf der Tatami beim ASVÖ Judo Feldkirchen ist der Judoka Martin Hinteregger der größere Star.
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