Die Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien bieten nicht nur einzigartige Möglichkeiten, die Vielfalt des heimischen Sports als Fan zu erleben – jede:r kann und soll auch selbst aktiv werden. Der Platz vor dem Tiroler Landestheater verwandelt sich am Freitag und Samstag zur Begegnungs- und Bewegungszone mit vielen sportlichen Stationen.
Bei den Decathlon-Mitmachtagen rund um den Landestheatervorplatz dreht sich alles um sportliche Aktivitäten zum Ausprobieren. Egal ob jung oder alt, Anfänger oder Profi – hier findet von 11:00 bis 17:00 Uhr jede:r eine Herausforderung. Oder sogar eine neue Sportart. Es ist die perfekte Gelegenheit, die eigenen Skills zu testen, Spaß an der Bewegung und unvergessliche Sport-Momente zu erleben – kostenlos und ohne Anmeldung.
Die Decathlon-Mitmachtage haben sich bei den Finals mittlerweile etabliert, nach einem ersten Test in Graz wurde bereits im Vorjahr in Innsbruck gesportelt. Trotz Regens waren zahlreiche Besucher:innen mit Begeisterung bei der Sache. „Das Format hat großes Potenzial. Als oberste Interessensvertretung des Sports fordern wir stets mehr Bewegung in der Gesellschaft, in Innsbruck schaffen wir eine leicht zugängliche Möglichkeit für alle, aktiv zu werden. Zudem kann die Vielfalt des Sports entdeckt und erlebt werden. Ich lade alle ein, sich die Decathlon-Mitmachtage nicht entgehen zu lassen“, sagt Sport Austria-Präsident Hans Niessl.
Das Angebot der drei Dachverbände ASKÖ, ASVÖ und Sportunion umfasst Mini-Tischtennis, Ninja-Parkour, Spikeball oder den Gladiator, eine mehr als 40 Meter lange, aufblasbare Hindernisbahn mit sieben Stationen. Der Bob- und Skeletonverband kürt auf der Anschubbahn nicht nur seine Staatsmeister:innen, es werden auch neue Talente gesucht und hoffentlich wie schon im Vorjahr auch gefunden. Für alle die hoch hinaus wollen, gibt es eine Kletterwand und – Spoiler! – sicher auch den einen oder anderen Kletter-Star, der bei den Decathlon-Mitmachtagen vorbeischaut und mit Tipps und Tricks unterstützt.
Außerdem mit dabei: Boccia, Curling, Schach, Darts, Minigolf oder Rollstuhl-Tennis. Decathlon bringt zahlreiche Sport-Goodies aus seinem Sortiment für mehr als 70 Sportarten von A wie American Football bis W wie Wintersport zum Ausprobieren mit nach Innsbruck. Außerdem haben alle Besucher:innen die Chance, sportliche Preise zu gewinnen. Fest steht: Die Teilnahme bei den Decathlon-Mitmachtagen ist kostenlos, das Erlebnis unbezahlbar.
Die Sport-Austria-Finals-App ist dein Schlüssel zur aufregendsten Sportwoche des Jahres.
Vom 18. bis 22. Juni heißt es bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien wieder: Bühne frei für Action, Gänsehaut und sportliche Höchstleistungen. Innsbruck und Tirol werden zum Hotspot für alle, die Sport nicht nur sehen, sondern auch erleben, ausprobieren und spüren wollen. Zum fünfjährigen Jubiläum des Multi-Sport-Events gibt es ein besonderes Extra: So digital waren die Finals noch nie. Versprochen!
Smarter Finals-Begleiter
Wer mittendrin statt nur dabei sein will, hat sie ab jetzt immer griffbereit: die brandneue Sport-Austria-Finals-App – kostenlos für Android und iOS. Sie vereint alles, was du brauchst – auf einen Blick, in Echtzeit und direkt in deiner Hosentasche. Und das mit vielen Benefits.
Welche Sportarten finden wann und wo statt? Welche Disziplinen laufen parallel? Und wo gibt’s den nächsten Livestream? Die App bündelt alles Wissenswerte: Wettkämpfe, Locations und Startzeiten – inklusive direkter Links zu den Übertragungen. Damit du nichts verpasst, sondern genau dort bist, wo es spannend und unterhaltsam wird. Für alle teilnehmenden Athlet:innen gibt es noch viele weitere exklusive Add-ons.
Aber die App kann noch mehr: Wer auf Finals-Entdeckungstour geht und bei der App-Schnitzeljagd die bei ausgewählten Sportstätten versteckten QR-Codes findet, hat die Chance auf tolle Preise. Die interaktive Event-Map – inklusive Routenplaner – hilft dir dabei, schnellstmöglich zur nächsten Sportstätte zu finden, egal ob zu Fuß oder mit den Öffis.
Damit nicht genug. Freu dich laufend auf Goodies, exklusive Partnerangebote und App-only-Extras – von attraktiven Rabattcodes bis zu überraschenden Specials. Ein Blick in die App zahlt sich immer aus.
Die Finals wachsen – und du wächst mit
Ob als Fan, Sportler:in oder einfach aus Neugier: Mit der neuen App bist du näher dran, besser informiert und immer einen Schritt voraus. Innsbruck ist bereit. Die Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien auch. Und du?
Heute. Für morgen. Für uns. Seit über 100 Jahren gestalten die ÖBB die Mobilität in Österreich. Der Mobilitäts- und Logistikdienstleister sorgt mit seinen knapp 50.000 Mitarbeiter:innen dafür, dass täglich mehr als 1,4 Millionen Fahrgäste pünktlich an ihr Ziel kommen – seit 2021 auch bei den Sport Austria Finals.
Seit der Erstausgabe von Österreichs größter Multisport-Veranstaltung sind die ÖBB an Bord. Dass die Partnerschaft für die mittlerweile fünfte Finals-Edition in Innsbruck und Tirol verlängert wurde, ist für Sport Austria-Geschäftsführer Gerd Bischofter ein wichtiger und wertvoller Beitrag zum Gelingen des sportlichen Mega-Events. „Es freut uns sehr, dass die Teilnehmer:innen aus ganz Österreich bequem, komfortabel und umweltfreundlich zu den Finals kommen. Dank der Erfahrung und Flexibilität können wir auch maßgeschneiderte Lösungen für Verbände und Vereine finden.“
Die Nachfrage nach Reisen mit Bahn und Bus ist ungebrochen: 511,3 Millionen Menschen waren 2024 mit den ÖBB auf Schiene und Straße unterwegs – damit konnte der Rekord von 2023 noch einmal übertroffen werden. „Noch nie sind so viele Menschen in Österreich mit der Bahn gefahren. Der Zuspruch und Zustrom freut mich enorm und lässt uns zuversichtlich in die Zukunft schauen“, so ÖBB CEO Andreas Matthä, der sich auch darüber freut, dass die Zahl der Bahnreisenden deutlich dynamischer wächst als das Wachstum der Bevölkerung. „In den vergangenen zehn Jahren ist sie um 27 Prozent gewachsen, die Bevölkerung im gleichen Zeitraum um acht Prozent. Bahn wirkt“, so der ÖBB-Chef.
Sport Austria unterstreicht mit der Kooperation seine Vorreiterstellung in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz im heimischen Sport und sorgt schon vor dem Start der Finals für eine Win-Win-Situation für Athlet:innen und Verbände, die entspannt und klimaschonend nach Innsbruck und Tirol reisen können. „Der Moment, wenn man in den Zug einsteigt und weiß, dass man zu einem der wichtigsten Wettkämpfe des Jahres fährt, ist immer wieder ganz besonders – eine Mischung aus Vorfreude auf den Bewerb einerseits und viele Begegnungen und tolle Erfahrungen andererseits“, erklärt Wakeboarderin Mariella Flemme.
Auch die heimischen Flag-Footballerinnen reisen mit der Bahn zu ihrer Finals-Premiere in die Tiroler Landeshauptstadt. „Das Angebot von Sport Austria und ÖBB ist perfekt für unsere Athletinnen, Trainer:innen und Betreuer:innen“, freut sich AFBÖ-Präsident Michael Eschlböck.
Die teilnehmenden Sportverbände erhielten im Rahmen der Partnerschaft Gutscheine, die in den ÖBB-Reisezentren, online im ÖBB-Ticketshop oder direkt in der ÖBB-App eingelöst werden können.
Packende Wettkämpfe, mitreißende Stimmung und ein Rahmenprogramm für alle Generationen: Vier Tage (18. bis 22. Juni) lang wird ganz Innsbruck und Tirol mit den Sport Austria Finals 2025 wieder zur pulsierenden Bühne für Sport, Emotion und Erlebnis. Hier ein Überblick über die Highlights.
Wenn die Sport Austria Finals 2025 powered by Österreichische Lotterien die österreichische Sportnation nach Innsbruck und Tirol holen, beginnt das Spektakel nicht leise – sondern laut, leuchtend und lebensfroh. Schon am Mittwochabend (18. Juni) verwandelt sich der Vorplatz des Tiroler Landestheaters in eine Open-Air-Arena mit Festival-Flair.
Popstar Rian, mehrfacher Amadeus-Award-Gewinner, bringt mit Songs wie „Verwandtschaftstreffen“ die Menge zum Mitsingen – und direkt danach steigt die legendäre Ö3-Disco unter freiem Himmel. Ein mitreißender Start in vier Tage voller Emotion, Bewegung und sportlicher Höhepunkte.
Denn von Donnerstag bis Sonntag wird Innsbruck sowie das Umland zum Zentrum des heimischen Spitzensports. Über 6.500 Athlet:innen kämpfen in 37 Sportarten um Staatsmeistertitel – von A wie Aerobic bis W wie Wakeboard. Insgesamt stehen rund 250 Medaillenentscheidungen am Programm. Und das Beste daran: Alle Bewerbe sind kostenlos zugänglich. Egal, ob Indoor oder Outdoor, Randsportart oder Publikumsmagnet – jede:r ist eingeladen, Österreichs Sport-Elite hautnah zu erleben.
Sport Austria-Präsident Hans Niessl blickt bereits voller Enthusiasmus auf die fünfte Ausgabe der Sport Austria Finals, die als oberstes Ziel haben, kleinen Sportarten eine große Bühne zu geben und möglichst viele Menschen mit Sport in seiner ganzen Vielfalt in Berührung zu bringen. „Die Sport Austria Finals sind weit mehr als die rund 250 Medaillen-Entscheidungen in 37 Sportarten. Sie sind ein Fest des Sports, das die Menschen zusammenbringt und begeistert. Mit unserem vielfältigen Rahmenprogramm wollen wir diesen Spirit noch stärker in die Stadt tragen und allen Besucher:innen ein unvergessliches Erlebnis bieten. Die Eröffnungsfeier mit Rian und der Ö3-Disco wird ein fulminanter Start und die Decathlon-Mitmachtage laden alle dazu ein, selbst aktiv zu werden. Wir freuen uns riesig auf vier Tage voller Leidenschaft, Bewegung und vor allem ganz viel Sport.“
Riesige Bewegungszone für Groß & Klein
Wer nicht nur zusehen, sondern selbst aktiv werden will, sollte sich den Freitag und Samstag (20. & 21. Juni) vormerken: Bei den Decathlon-Mitmachtagen wird das Gelände rund um das Landestheater zur Bewegungszone für Groß & Klein. Ob Mini-Tischtennis, Ninja-Parkour, Spikeball, eine 40 Meter lange Hindernisbahn oder Klettern mit echten Profis – hier kann man sich durch das Sportangebot der Zukunft testen.
ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION sorgen mit vielen spannenden Stationen für Action, Spaß und neue Lieblingssportarten. Einfach vorbeikommen, mitmachen – und vielleicht sogar Preise abstauben.
Was die Sport Austria Finals so besonders macht, ist nicht nur die sportliche Vielfalt, sondern auch das Miteinander – quer durch alle Generationen, Leistungsniveaus und Regionen. Ob im Herzen von Innsbruck oder auf Sportstätten in der Umgebung: Von der Innenstadt bis zu den Bergen ist ganz Tirol im Sportfieber.
Wenn Nikolaus Gstättner über seine Sportler:innen spricht, dann klingt das nicht nach nüchterner Funktionärssprache. Da spürt man Leidenschaft, Stolz auf die Erfolge – und eine tiefe Überzeugung, dass Kampfsport weit mehr ist als Sieg oder Niederlage. „Wir haben gerade eine sehr spannende Phase“, sagt der Managementdirektor des Österreichischen Bundesfachverbands für Thai- und Kickboxen (ÖBFK). „Mit den Sport Austria Finals und den World Games in Chengdu stehen uns im Sommer zwei echte Highlights bevor – und gleichzeitig setzen wir mit dem Para-Sport ein starkes gesellschaftliches Zeichen.“
Für die World Games in Chengdu (CHN) haben sich zwei ÖBFK-Athleten aus dem Nationalteam qualifiziert: Erik Zimmermann aus Kärnten und Noel Salzburger aus Tirol – beide im Pointfighting, und – sehr erfreulich – beide aktuell in starker Form. Und also, so Gstättner, mit realistischen Medaillenchancen. „Europa ist im Kickboxen die mit Abstand stärkste Region weltweit. Wer sich hier durchsetzt, hat auch global das Potenzial für Edelmetall.“
Zimmermann überzeugte zuletzt beim World Cup in Istanbul mit einer dominanten Vorstellung, während Salzburger seine Form beim Heim-Highlight der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien in Innsbruck testen will – für den Tiroler ein fast schon symbolischer Vorlauf vor dem ganz großen Ziel in China. „Es ist nicht nur ein Formcheck, sondern auch eine emotionale Geschichte“, sagt Gstättner. „Innsbruck ist sein Heimspiel – und diese Verbindung zum Publikum gibt nochmal einen besonderen Push.“
Heimspiel für Salzburger
Salzburger ergänzt: „Das erste Mal bei den World Games dabei zu sein, ist natürlich etwas ganz Besonderes. Das erlebt man als Sportler nicht jeden Tag – so ehrlich muss ich sein. Es wird eine große Dynamik entstehen, das wird sicherlich einmalig. Natürlich will ich eine Medaille gewinnen – das ist immer das höchste Ziel. Und wir Sportler sind nun mal so gepolt, dass wir nach dem Höchsten streben! Aber davor warten noch die Finals, die für mich ebenfalls einen extrem hohen Stellenwert haben.“
Die Vorbereitung ist ebenso professionell wie individuell. Beide Athleten trainieren in ihren Heimvereinen, unterstützt von den jeweiligen Olympiazentren, und nehmen regelmäßig an nationalen Teamlehrgängen teil. Sparring, Leistungsdiagnostik, mentale Vorbereitung – nichts wird dem Zufall überlassen. „Wir tun alles, was in unserer Macht steht, um die Burschen optimal vorzubereiten. Und sie wissen, dass sie nicht nur für sich kämpfen – sondern für ein ganzes Land.“
Innsbruck wird zum Kampfsport-Cluster
Auch bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien, die in diesem Jahr mit einem echten Kampfsport-Feuerwerk aufwarten. „Wir sind gemeinsam mit Taekwondo und Judo in der Olympiahalle“, erzählt Gstättner. „Das wird ein Cluster, den es so in dieser Form noch nie gegeben hat.“ Die Bühne ist also bereitet – für nationale Meistertitel, internationale Ausblicke und ein ganz besonderes Pilotprojekt.
Para-Sport im Kickboxen: Der stille Star der Finals
Denn mitten im Trubel der traditionellen Wettkämpfe wird es auch ruhigere, aber nicht weniger bedeutende Momente geben: die erste offizielle Para-Kickbox-Demonstration in Österreich. „Es ist uns ein riesiges Anliegen, das Thema Inklusion endlich sichtbar zu machen“, sagt Gstättner. „Der Parasport gehört in vielen Kampfsportarten längst zum festen Repertoire – wir wollen da nicht hinterherhinken.“
Im Para-Kickboxen stehen keine Kämpfe gegeneinander im Fokus, sondern kontrollierte Bewegungsformen – sogenannte Forms und Schlagschule. Dabei arbeiten die Athlet:innen mit ihren Trainer:innen und Pads, präsentieren Technik, Haltung und Ausdruck, ähnlich einer Kür im Eiskunstlauf. Bewertet wird nicht, wer stärker oder schneller ist, sondern wie sauber und ausdrucksstark Bewegungsabläufe durchgeführt werden. Es geht um Stärkung der Persönlichkeit, Selbstwirksamkeit und Sichtbarkeit.
„Noch ist die Community klein“, gibt Gstättner ehrlich zu. „Aber wir haben in den letzten Monaten viel Aufbauarbeit geleistet. Sechs, sieben Vereine in Österreich sind bereits involviert, zahlreiche Sportler:innen mit Handicap trainieren regelmäßig.“ Das Ziel: Aufzeigen, was möglich ist. Und den Raum schaffen, damit diese Bewegung wachsen kann. Nicht mit Druck – aber mit echtem Respekt. Die Präsentation beim Multisport-Event in Tirols Landeshauptstadt ist daher bewusst als Demonstrationsbewerb angelegt. „Wir wollen nicht bewerten, sondern Bewusstsein schaffen.“
Ein Verband mit Geschichte – und Vision
Der Blick auf das große Ganze fehlt dabei nie. 2026 feiert der Verband sein 50-jähriges Bestehen. Gstättner arbeitet bereits an einer umfangreichen Chronik – ursprünglich geplant als schlanker Rückblick, inzwischen angewachsen auf 288 Seiten. „Da steckt so viel Geschichte drin. So viele bewegende Stories. Und mit dem Schritt in den Para-Sport schreiben wir jetzt ein wieteres, besonders wichtiges Kapitel.“
Wenn sich also im Juni die Kickbox-Elite in Innsbruck trifft, geht es um mehr als um Medaillen und Pokale. Es geht um Vorbilder wie Zimmermann und Salzburger, um Chancen auf Gold bei den World Games in Chengdu – aber auch um ein mutiges Zeichen für eine inklusive Zukunft. Die Matte wird damit zum Symbol: für Leistung, für Gemeinschaft, für gelebte Vielfalt. Und Nikolaus Gstättner? Der lächelt und sagt: „Der Kampfsport hat viele Gesichter. Wir wollen, dass man sie alle sieht.“
Wenn Annalena Danereder über Minigolf spricht, leuchten ihre Augen. Es ist diese Mischung aus jugendlicher Freude, sportlichem Ehrgeiz und echter Leidenschaft, die man sofort spürt. Die 15-Jährige ist längst kein Freizeitspielerinnen-Talent mehr – sie ist Österreichs große Hoffnung im Nachwuchsbereich. Und alles begann mit einem Ausflug.
Ein Vater, ein Ball – und der Beginn einer Karriere
„Mein Papa hat wegen eines Arbeitskollegen mit dem Minigolf angefangen – und irgendwann hat er gefragt, ob ich nicht mal mitkommen will“, erzählt Danereder. Aus dem neugierigen „Ja“ wurde schnell mehr. Heute spielt sie für den MGV Enns – und ist auf heimischen wie internationalen Anlagen zuhause.
Dass es mehr als ein Ferienspaß werden könnte, hat sie früh gemerkt. „Gleich am Anfang habe ich ein Turnier gespielt. Es hat mir total getaugt – nicht nur das Spiel selbst, sondern auch die Leute. Man lernt ständig neue Menschen kennen, schließt Freundschaften. Das ist ein Teil, den ich sehr schätze.“
Trainingsfleiß trifft Talent
Mindestens einmal pro Woche steht sie auf dem Platz – in Ferienzeiten oder vor Turnieren deutlich öfter. Dass der Minigolfplatz nur fünf Minuten von ihrem Zuhause entfernt liegt, ist dabei natürlich ein Glücksfall. „Wenn ein Turnier bevorsteht, trainieren wir schon vier Tage hintereinander“, sagt sie ganz bestimmt.
Denn wer vorne mitspielen will, muss üben. Und zwar viel. Konzentration, Technik, Präzision – das sind die Bausteine ihres Spiels. Ihre größte Stärke? „Viele sagen, dass ich einen sehr geraden Schlag habe. Und ich kann mich gut fokussieren.“ Nicht selbstverständlich in einem Sport, bei dem ein Schattenwurf schon entscheidend sein kann.
Besonders im Winter zieht es die 15-Jährige regelmäßig in die Halle. Eine steht in Eferding, unweit ihres Wohnorts. „Dort spielen wir auch im Winter einmal pro Woche. Es ist schon anders als draußen – kein Wind, konstante Bedingungen, aber manchmal macht das Licht Schatten und man muss extrem aufpassen, andere nicht abzulenken.“
Dass Fairness großgeschrieben wird, ist für sie selbstverständlich. „Man schaut nicht nur auf seine eigene Bahn. Wir achten alle darauf, einander nicht zu stören. Das ist bei uns oberste Prämisse und wir versuchen somit für faire Verhältnisse für alle zu sorgen.“
Eine Familie, 400 Bälle – und kleine Wettkämpfe
Minigolf ist Familiensache. Zwischen 360 und 400 Bälle haben sie zu Hause – „mit den meisten davon habe ich schon gespielt“. Und natürlich gibt’s hin und wieder kleine Challenges mit dem Papa. „Wer besser spielt, bekommt manchmal ein Getränk. Aber eigentlich ist er eh immer stolz, wenn ich vorne bin. Trotzdem ist so ein Battle immer cool.“
Obwohl sie Rechtshänder ist, ihr Vater aber eine starke linke Hand hat, ähneln sich ihre Spielstile. Kein Wunder – er hat ihr viel beigebracht. „Natürlich gibt’s Unterschiede bei der Perspektive, aber sonst passt’s ganz gut.“
Erfolge, Ziele – und die Lust auf mehr
Bei der Jugend-WM 2024 in Voitsberg schrammte die begeisterte Minigolfspielerin nur knapp an einer Medaille vorbei – wurde Vierte. Mit dem österreichischen Team konnte am Ende nach einer starken Leistung über Silber gejubelt werden. Doch noch wichtiger: Sie war die beste Österreicherin. Mit gerade einmal 14 Jahren spielte sie sich unter die Besten der Welt– eine beeindruckende Leistung. „Das war schon was Besonderes. Ich habe dort gelernt, nie aufzugeben – auch wenn mal ein schlechter Schlag dabei ist. Wenn man bedenkt, dass manche Spielerinnen fünf Jahre älter waren, kann ich auf die auf meine Leistung sehr stolz sein?“
Ihr Ziel für 2025? Landesmeisterin, Staatsmeisterin – und bei internationalen Turnieren möglichst weit vorne mitspielen. „Ich möchte einfach das Beste rausholen“, sagt sie und wirkt dabei ruhig und fokussiert.
Warum Minigolf?
Was sie anderen Jugendlichen raten würde? „Es macht einfach Spaß. Man trifft viele Leute, die man sonst nicht kennenlernen würde. Und für die Schule hilft’s auch – wegen der Konzentration.“
Dass hinter ihrem Erfolg auch viel familiäre Unterstützung steckt, betont sie mehrmals. „Gerade am Anfang hat mir mein Vater viel geholfen – mit dem Fahren, mit Tipps, mit Motivation. Sie feuern mich an, wenn’s läuft, und helfen mir, wenn’s mal nicht so gut geht.“
Wenn man in Österreich von Floorball spricht, führt kein Weg an ihm vorbei: Timo Schmid. 259 Spiele, 533 Tore, neun Meistertitel – diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Doch hinter dieser beeindruckenden Bilanz steckt weit mehr als nur ein treffsicherer Schläger. Schmid ist das Gesicht des VSV Unihockey, der Rekordmeister aus Kärnten – und ein echtes Urgestein seines Sports.
Von der Schulhalle zum Rekordmeister
„Mit zwölf Jahren habe ich durch die Schule zum Floorball gefunden“, erzählt Schmid. Ein Lehrer war es, der das Feuer für den damals noch recht unbekannten Sport entfacht hat – inklusive Auslandsreisen zu Turnieren nach Schweden. Was als Schulprojekt begann, wurde zur sportlichen Lebensaufgabe. Seit über 20 Jahren trägt er das Trikot des VSV. Eine Treue, wie man sie heute nur noch selten findet – schon gar nicht im modernen Vereinssport.
„Viele gehen mit 18 oder 19 zum Studieren nach Wien oder ins Ausland. Ich bin geblieben.“ Und geblieben ist er nicht nur – er hat geliefert. Jahr für Jahr. Tor um Tor.
Eine Ära mitgestaltet
Während viele Teamkollegen kamen und gingen, wurde Schmid zur Konstante. Er hat die Entwicklung des Floorballs in Kärnten nicht nur miterlebt – er hat sie mitgestaltet. Was früher ein Sport „aus dem Kofferraum“ war – Fahrgemeinschaften in Privat-Pkws, improvisierte Hallenzeiten – hat heute Struktur: „Wir fahren mit Bussen, haben mehr Organisation, das Niveau ist insgesamt deutlich gestiegen.“
Ein großer Sprung gelang durch die Integration der International Floorball League (IFL) mit Teams aus Ungarn und Slowenien. „Seitdem ist das Spiel schneller, körperlicher – einfach besser.“ Auch wenn der Abstand zu den Top-Nationen wie Schweden oder Finnland weiterhin groß sei, sieht Schmid die Entwicklung positiv.
Neun Titel – und trotzdem hungrig
Dass der VSV neun Meistertitel gesammelt hat, liegt nicht zuletzt an seinem Topscorer. Und ja – bei allen Titeln war Timo Schmid dabei. „Ich glaube, es gibt noch zwei, die auch so lange mit dabei waren – aber die spielen nicht mehr.“ Er hingegen steht immer noch auf dem Feld, als wäre es sein erstes Jahr. Und trifft. Verlässlich. Woche für Woche.
Wie das geht? „Leidenschaft, gute Mitspieler – und der Spaß ist einfach nie verloren gegangen.“ Das eine große Highlight seiner Karriere? „Da gibt’s viele“, sagt er. Und lacht. „Da kann ich mich gar nicht entscheiden.“
Mit 34 Jahren denkt Timo Schmid noch lange nicht ans Aufhören. Der VSV verpasste heuer nur knapp den Titel – eine Finalserie gegen Wien auf Augenhöhe, mit vollen Hallen, hoher Intensität und großem medialem Echo. „Top Niveau, geile Serie. Das war Werbung für unseren Sport.“
Zukunft mit Vision
Auch wenn er bereits alles erreicht hat, ist Schmid noch lange nicht am Ende seines Weges. „Ein IFL-Titel fehlt mir noch – den will ich unbedingt. Und wer weiß – vielleicht noch eine WM-Teilnahme mit dem Herren-Nationalteam.“ Auch wenn er 2023 seinen Rücktritt vom Nationalteam bekannt gegeben hat, so ganz scheint das Kapitel noch nicht gänzlich abgeschlossen.
Was ihn neben Toren und Titeln antreibt? Die Vision eines professionelleren Floorballs in Österreich. „Mehr Sichtbarkeit, mehr Jugend, mehr Schulen – Floorball ist eigentlich perfekt. Du brauchst kaum Ausrüstung, kannst überall spielen. Es muss einfach nur bekannter werden.“
Der Teamplayer bleibt
Und wie lange noch? „Solange’s mir Spaß macht und ich fit bin.“ Viermal pro Woche Training, dazu Matches am Wochenende, zweimal individuelles Zusatztraining – und das alles neben einem Fulltime-Job in der Werbetechnik. Dort produziert er unter anderem Merchandising für den Ironman oder den Mozart 100. Sport ist bei ihm eben überall – auf dem Platz, in der Firma, im Leben.
Timo Schmid ist mehr als nur eine Statistik. Er ist ein Botschafter seines Sports. Einer, der mit Bodenständigkeit, Ehrgeiz und Freude vorangeht. Und solange er Lust hat, wird der Ball rollen – und Timo treffen. Immer wieder.
Wenn Nikolaus Gstättner über seine Sportler:innen spricht, dann klingt das nicht nach nüchterner Funktionärssprache. Da spürt man Leidenschaft, Stolz – und eine tiefe Überzeugung, dass Kampfsport weit mehr ist als Sieg oder Niederlage. „Wir haben gerade eine sehr spannende Phase“, sagt der Managementdirektor des Österreichischen Bundesfachverbands für Thai- und Kickboxen. „Mit den World Games in Chengdu steht uns im Sommer ein echtes Highlight bevor – und gleichzeitig setzen wir mit dem Parasport ein starkes gesellschaftliches Zeichen.“
Zwei Kickbox-Asse für Österreich
Für Chengdu haben sich zwei Athleten aus dem Nationalteam qualifiziert: Erik Zimmermann aus Kärnten und Noel Salzburger aus Tirol – beide im Pointfighting, beide in starker Form. Und beide, so Gstättner, mit realistischen Medaillenchancen. „Europa ist im Kickboxen die mit Abstand stärkste Region weltweit. Wer sich hier durchsetzt, hat auch global das Potenzial für Edelmetall.“
Zimmermann überzeugte zuletzt beim World Cup in Istanbul mit einer dominanten Vorstellung, während Salzburger seine Form beim Heim-Highlight der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien in Innsbruck testen will – für den Tiroler ein fast schon symbolischer Vorlauf vor dem ganz großen Ziel in China. „Es ist nicht nur ein Formcheck, sondern auch eine emotionale Geschichte“, sagt Gstättner. „Innsbruck ist sein Heimspiel – und diese Verbindung zum Publikum gibt nochmal einen besonderen Push.“
Zwischen Turnierfieber und Trainingsdisziplin
Die Vorbereitung ist ebenso professionell wie individuell. Beide Athleten trainieren in ihren Heimvereinen, unterstützt von den jeweiligen Olympiazentren, und nehmen regelmäßig an nationalen Teamlehrgängen teil. Sparring, Leistungsdiagnostik, mentale Vorbereitung – nichts wird dem Zufall überlassen. „Wir tun alles, was in unserer Macht steht, um die Burschen optimal auf Chengdu vorzubereiten. Und sie wissen, dass sie nicht nur für sich kämpfen – sondern für ein ganzes Land.“
Innsbruck wird zum Kampfsport-Cluster
Auch abseits der Einzelschicksale steht viel Bewegung am Programm. Die Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien kehren nach der gelungenen Premiere 2024 wieder nach Innsbruck zurück – mit einem echten Kampfsport-Feuerwerk. „Wir sind gemeinsam mit Taekwondo und Judo in der Olympiahalle“, erzählt Gstättner. „Das wird ein Cluster, das es so in dieser Form noch nie gegeben hat.“ Die Bühne ist also bereitet – für nationale Meistertitel, internationale Ausblicke und: ein ganz besonderes Pilotprojekt.
Parasport im Kickboxen: Der stille Star der Finals
Momente geben: die erste offizielle Para-Kickbox-Demonstration in Österreich. „Es ist uns ein riesiges Anliegen, das Thema Inklusion endlich sichtbar zu machen“, sagt Gstättner. „Der Parasport gehört in vielen Kampfsportarten längst zum festen Repertoire – wir wollen da nicht hinterherhinken.“
Im Para-Kickboxen stehen keine Kämpfe gegeneinander im Fokus, sondern kontrollierte Bewegungsformen – sogenannte Forms und Schlagschule. Dabei arbeiten die Athlet:innen mit ihren Trainern und Pads, präsentieren Technik, Haltung und Ausdruck, ähnlich einer Kür im Eiskunstlauf. Bewertet wird nicht, wer stärker oder schneller ist, sondern wie sauber und ausdrucksstark Bewegungsabläufe durchgeführt werden. Es geht um Stärkung der Persönlichkeit, Selbstwirksamkeit und Sichtbarkeit.
„Noch ist die Community klein“, gibt Gstättner ehrlich zu. „Aber wir haben in den letzten Monaten viel Aufbauarbeit geleistet. Sechs bis sieben Vereine in Österreich sind bereits involviert, rund 40 bis 50 Sportler:innen mit Handicap trainieren regelmäßig.“ Das Ziel: Aufzeigen, was möglich ist. Und den Raum schaffen, damit diese Bewegung wachsen kann. Nicht mit Druck – aber mit echtem Respekt.
Mehr als ein Bewerb: Eine gesellschaftliche Aufgabe
Inklusion ist für Gstättner kein PR-Begriff, sondern eine Haltung: „Ich kenne das Thema auch aus der Wirtschaft – Barrierefreiheit wird immer wichtiger. Webseiten, Gebäude, Kommunikation: Das alles muss künftig inklusiv gedacht werden. Und der Sport darf da keine Ausnahme machen.“ Die Präsentation beim Multisport-Event ist daher bewusst als Demonstrationsbewerb angelegt. „Wir wollen nicht bewerten, sondern Bewusstsein schaffen.“
Ein Verband mit Geschichte – und Vision
Der Blick auf das große Ganze fehlt dabei nie. 2026 feiert der Verband sein 50-jähriges Bestehen. Gstättner arbeitet bereits an einer umfangreichen Chronik – ursprünglich geplant als schlanker Rückblick, inzwischen angewachsen auf 288 Seiten. „Da steckt so viel Geschichte drin. So viele Geschichten. Und mit dem Schritt in den Parasport schreiben wir jetzt ein besonders wichtiges Kapitel.“
Wenn sich also im Juni die Kickbox-Elite in Innsbruck trifft, geht es um mehr als Pokale. Es geht um Vorbilder wie Zimmermann und Salzburger, um Chancen auf Gold in Chengdu – aber auch um ein mutiges Zeichen für eine inklusive Zukunft. Der Ring wird damit zum Symbol: für Leistung, für Gemeinschaft, für gelebte Vielfalt.
Und Nikolaus Gstättner? Der lächelt und sagt: „Der Kampfsport hat viele Gesichter. Wir wollen, dass man sie alle sieht.“
Wenn in Innsbruck im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien wieder gejubelt, geschwitzt und gefeiert wird, steht eine Sache ganz klar im Mittelpunkt: die Begeisterung für den Sport. Doch heuer bekommt diese Begeisterung eine neue Facette – eine inklusive, eine besondere. Denn mit dem Unified Floorball Cup zeigt Special Olympics Österreich, wie Sport Menschen verbindet, die auf den ersten Blick vielleicht verschieden erscheinen. Auf dem Spielfeld sind sie dann nur noch eines: ein Team.
„Es ist sehr cool, einen kleinen Bewerb im Zuge der Finals auszurichten. Aber es ist noch viel cooler, dass wir einen inklusiven Floorball Cup auf die Beine gestellt haben“, bringt es Sebastian Koller von Special Olympics Österreich auf den Punkt. Der ehemalige Zivildiener, heute Sportdirektor-Stellvertreter, Projektleiter, Motivator und unermüdlicher Antreiber für mehr Sichtbarkeit, war von Anfang an überzeugt von der Idee, Menschen mit und ohne intellektuelle Beeinträchtigung gemeinsam Floorball spielen zu lassen.
Ein Bewerb mit Strahlkraft
Der Spieltag selbst ist – rein sportlich gesehen – ein kleiner. Vier Teams treten im Westen gegeneinander an. Jeder gegen jeden, zweimal zehn Minuten. Der Rahmen wirkt überschaubar, doch was hier passiert, ist groß. „Es gibt diesen inklusiven Bewerb in dieser Form weltweit kein zweites Mal im Special-Olympics-Kontext. Das ist schon besonders“, sagt Koller nicht ohne Stolz. Und recht hat er.
Denn beim Unified Floorball Cup geht es nicht bloß um Tore, Punkte und Tabellen. Es geht um ein Miteinander, das gelebt wird. Um Sport, der nicht trennt, sondern verbindet. „Nur ein Spieler ohne Beeinträchtigung darf pro Team gleichzeitig am Feld sein. Damit stellen wir sicher, dass das Teamplay wirklich im Fokus steht – und alle gemeinsam Verantwortung übernehmen“, erklärt Koller.
Zusammenarbeit, die wirkt!
Dass Special Olympics mit Floorball gerade bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien andockt, ist kein Zufall. Die Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Floorball Verband, insbesondere mit Generalsekretär Gerold Rachlinger, besteht schon länger – teils informell, teils strukturell. Koller sitzt selbst im Verbandsvorstand und kümmert sich dort um das Thema Inklusion. „Wir wollen die Kooperation bei den Finals auch offiziell machen“, kündigt er an. Ein sichtbares Zeichen für eine gelebte Partnerschaft.
Das Multisport-Event selbst bietet dafür die perfekte Bühne. Der Freitag als Spieltag passt organisatorisch perfekt – viele Ehrenamtliche müssen keinen Urlaub nehmen, die Halle ist da, das Equipment steht. Für Koller, der normalerweise Turniere in Eigenregie organisiert, ein willkommener Lichtblick: „Ich genieße das richtig, dass ich mich diesmal nicht um Bandentransport, Schiris und Verpflegung kümmern muss.“
Große Ziele, kleiner Anfang
Was in Innsbruck beginnt, soll wachsen. Der inklusive Spirit soll sich ausbreiten, andere Verbände zum Nachdenken bringen. „Unser Ziel ist, dass wir in Zukunft nicht nur mit dem Floorball Verband zusammenarbeiten, sondern mit vielen anderen auch. Segeln, Judo, Powerlifting – da gibt es Potenzial“, so Koller. „Wir haben vor kurzem ein Turnier in Hartberg gehabt, da waren zehn Teams am Start. Im Westen sind wir gerade erst dabei, das aufzubauen. Wir sind sehr optimistisch, dass wir da aufschließen können.“
Inklusion mit Gänsehautmomenten
Was bleibt, ist die Emotion. Die Kraft des Sports. Die Geschichten, die man nicht in Worte fassen kann – oder nur schwer. Auch für Sebastian Koller. Auf die Frage nach einem besonderen Moment fällt ihm keine einzelne Anekdote ein. „Es sind so viele kleine Erlebnisse, die mich berühren. Wenn man sieht, wie der Sport Menschen zusammenbringt – das bewegt mich. Das macht mich glücklich.“
Der Unified Floorball Cup – drei Spieltage im Westen (2x Vorarlberg, 1x Innsbruck) und drei weitere Spieltage (Mitte/Ost) in Hartberg, Wien und Weiz münden im Finalturnier in Graz – ist also mehr als nur ein Bewerb. Er ist ein Statement. Eine Einladung, genauer hinzuschauen. Und ein Versprechen: Inklusion ist möglich. Und sie beginnt mit einem gemeinsamen Spiel.
Wenn Felix Blohberger über Schach spricht, dann leuchten seine Augen. Der 22-jährige Großmeister aus Wien ist ein Denker mit Tiefgang, ein Athlet des Geistes, der seine Faszination für das königliche Spiel früh entdeckte – ganz zufällig, im Kindergarten.
„Ich habe damals gesehen, wie die Hort-Kinder gespielt haben und wollte unbedingt mitmachen“, erinnert sich Blohberger. Es war diese kindliche Neugier, die ihn an das Schachbrett zog. Der Trainer vor Ort erkannte sofort das Talent – und schickte den kleinen Felix zu seinem ersten Turnier. Und so nahm eine äußerst erfolgreiche Schachkarriere ihren Lauf.
Schach als Schule fürs Leben
Was hat ihn am Schach so gepackt, dass er dabeigeblieben ist? Für Blohberger liegt der Reiz in der Eigenverantwortung: „Am Ende ist man selbst verantwortlich für das Ergebnis – und das hat mir gefallen. Die Arbeit, die man reinsteckt, zahlt sich aus. Niemand kann’s für dich richten, du hast alles in der Hand.“
Diese Haltung prägt nicht nur sein Spiel, sondern auch seine Persönlichkeit. Im Gespräch wird schnell klar: Hier sitzt ein ruhiger, reflektierter junger Mann, dessen Spielstil genauso bedächtig ist wie sein Denken. „Ich bin eher introvertiert und spiele auch eher positionell. Das spiegelt sich auf dem Brett wider“, erklärt er.
Zwischen Bits und Brett – wie Training heute aussieht
Schachtraining heute? Das läuft nicht mehr wie früher. Blohberger trainiert vor allem mit dem Computer, auch wenn er lieber Face-to-Face spielt. „Der Schachcomputer ist mittlerweile so stark, dass wir alle versuchen, von ihm zu lernen. Ich spiele viel gegen ihn, studiere seine Züge.“
Doch trotz aller Technik bleibt der Schach-Großmeister auch ein Bücherwurm: „Ich liebe es, kommentierte Partien zu lesen. Das ist eine alte Schule, aber sie bringt mir viel und bleibt im Kopf hängen.“ Er gehört damit zu einer Generation, die zwischen digitaler Welt und klassischer Methode pendelt – und genau diese Balance scheint ihn stärker zu machen.
Verlieren als Lebenslehrer
Zu den stärksten Erfahrungen zählt für Blohberger nicht ein spektakulärer Sieg – sondern ein bitteres Turnier. „Vor zwei Monaten hatte ich eines, das richtig schlecht gelaufen ist. Da lernt man am meisten. Nicht nur was das Schachspielen angeht, vor allem aber auch menschlich.“ Es ist diese Widerstandsfähigkeit, die ihn auszeichnet: das Durchtauchen schlechter Phasen, um gestärkt zurückzukehren.
Und um überhaupt auf diesem Level zu funktionieren, braucht es mehr als Taktik und Theorie. Blohberger setzt auf körperliche Fitness: „Ich mache Krafttraining seit ich 15 bin. Das hilft nicht nur physisch, sondern auch mental. Es hält den Kopf klar.“
„Ich will die 2.600 knacken“
Felix Blohberger hat im Schach schon viel erreicht – aber er hat noch große Ziele. Die magische Marke von 2.600 ELO-Punkten soll in seiner Karriere noch fallen. „Das klingt vielleicht nach einem kleinen Sprung, aber das ist nochmal ein richtiges Level-Up. Das dauert, aber ich arbeite hart daran.“
Parallel dazu entwickelt er sich auch abseits des Spielbretts weiter: als Trainer, YouTuber, Kommentator. „Ich liebe es, über Schach zu sprechen. Und dass sich mittlerweile Tausende meine Videos anschauen – das hätte ich nie gedacht. Es ist schön zu sehen, dass man etwas zurückgeben kann.“
Sport Austria Finals – der große Schachmoment
Auch bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien wird Blohberger wieder angreifen. „Letztes Jahr wurde ich einmal Zweiter, einmal Erster. Heuer will ich wieder einen Titel holen. Ziel ist eine Top-3-Platzierung in beiden Events – und ein Sieg.“ Dass Schach dort neben anderen Sportarten auftritt, gefällt ihm besonders: „Es ist cool, dass wir gleichwertig behandelt werden – auch wenn viele meinen, Schach sei kein Sport. Für uns fühlt sich das auf jeden Fall so an.“
Vor kurzem hat Dominik Horvath das Triple als persönliches Ziel ausgegeben. „Ich finde es cool, wenn er sein Ziel so klar kommuniziert. Es gibt eine Hand voll Spieler, die das grundsätzlich schaffen können. Unser Niveau liegt sehr nahe beisammen, aber für ein perfektes Jahr muss alles zusammenpassen und man braucht in den entscheidenden Momenten auch Glück. Bislang hat das in der Geschichte noch niemand geschafft. Das zeigt, dass das definitiv nicht einfach ist!“
Der Schachsport in Österreich? Er blüht. „Ohne Markus Ragger gäbe es unsere Generation nicht“, betont der Wiener. Der Kärntner habe als Vorbild die Tür geöffnet. Heute kommen die Talente von selbst: „Lukas Dotzer zum Beispiel – der ist 15 und steht kurz davor, Großmeister zu werden. Da wächst was heran. Sie haben einen ganz neuen Ansatz Schach zu spielen. Sie spielen mutig, scheuen das Risiko nicht und fordern uns schon richtig heraus.“
Warum Kinder Schachspielen sollten
Am Ende des Gesprächs wird Felix nochmals ernst. Der vielleicht wichtigste Punkt kommt zum Schluss: „Schach hat einen enorm positiven Einfluss auf Kinder. Es fördert das Denken, die Konzentration, die Disziplin. In einer Zeit, in der alles automatisiert wird und von digitalen Aspekten beherrscht wird, ist es wichtig, dass Kinder lernen, selbst zu denken. Schach kann da richtig viel bewirken.“
Ein Appell, der bleibt – von einem, der selbst als Kind begonnen hat und heute weiß, wie weit diese Reise führen kann.
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