7. – 11. JUNI
IN GRAZ

Vorgestellt: ÖRBV

Der Österreichische Rock’n’Roll und Boogie-Woogie Tanzsportverband (ÖRBV) ist der nationale Fachverband für Rock’n’Roll- und Boogie-Woogie-Tanzsport und seine artverwandten Stilarten. Er ist ein gemeinnütziger, nicht auf Gewinn zielender Amateurverband (§ 34 ff BAO), der über 20 Rock’n’Roll und Boogie-Woogie-Vereine umfasst. Der ÖRBV fördert den Rock’n’Roll- und Boogie-Woogie-Tanzsport im Breiten- und Wettkampfsport-Bereich. Dies geschieht vor allem durch die Durchführung von Lehrgängen, Schulungen, Seminaren und Fördermaßnahmen für die Tanzpaare. Darüber hinaus werden Aus- und Weiterbildungen der TrainerInnen, TurnierleiterInnen und WertungsrichterInnen in regelmäßigen Abständen forciert, um die Qualität der Tanzausbildung auf einem hohen Niveau halten zu können.

Die letzten Monate waren für den Verband aufgrund des „Amateur“-Status nicht unbedingt einfach, aber die Verantwortlichen kämpfen sich durch und sind voller Motivation etwas zu bewegen und Nachhaltigkeit zu schaffen.

Tanzausbildung auf einem hohen Niveau

„Unsere Sportlerinnen und Sportler sind jetzt sehr glücklich, dass sie wieder trainieren dürfen. Bei den jungen Klassen haben nach der langen Corona-Pause leider einige Talente aufgehört beziehungsweise ist die Angst der Eltern noch sehr groß, sodass noch nicht alle zum Training dürfen. All jene, die jetzt wieder trainieren, sind aber mit großer Begeisterung dabei. Wir machen das Beste aus der Situation“, erklärt Jürgen Friedl, der neben seiner Tätigkeit als Nationaltrainer auch dem UTSC Choice Styria bei der Organisation der Rock’n’Roll- und Boogie-Woogie-Bewerbe, die im Zuge der Sport Austria Finals powered by Intersport & Holding Graz ausgetragen werden, tatkräftig unterstützt.

Als Mitglied der World Rock’n’Roll Confederation (WRRC) ist es die Aufgabe des ÖRBV, die sportliche Betätigung in Form des Turniertanzes zu fördern – einschließlich jeglicher akrobatischen Variationen. „Die Entwicklung im Rock’n’Roll sehe ich sehr positiv. Wir haben in letzter Zeit einige Vereine dazugewonnen, haben aber auch im Spitzensport ein Paar, dass sich vor der Corona-Pandemie in die Top 10 der Welt hineingetanzt hat. Ich bin davon überzeugt, dass es trotz der langen Pause an die Leistungen anschließen kann“, ist Friedl vom eingeschlagenen Weg überzeugt. Auch im Boogie-Woogie hat der Verband mit Andreas Aigner und Elsa Köck eine starke Paarung, die ebenfalls am Sprung in die Top 10 sind. Der Österreichische Rock’n’Roll und Boogie-Woogie Tanzsportverband ist gerade dabei, eine Boogie-Woogie-Klasse für den Breitensport zu implementieren. Paare sollen ohne Druck herangeführt und behutsam aufgebaut werden, sowie leicht an Hobbyturnieren teilnehmen können.

Startschuss für eine erfolgreiche Zukunft

„Wir arbeiten daran, dass das mediale Interesse an unserem Sport wieder besser wird und wir wieder einen größeren Zulauf erreichen können. Der Tanzsport hat in den 80iger und 90iger Jahren einen richtigen Boom erlebt, aber das Interesse ist speziell in den letzten zehn Jahren ordentlich zurückgegangen. Das hat mannigfaltige Gründe“, so der engagierte Nationaltrainer. Der Fokus im Verband lag lange nur auf dem Leistungssport sowie auf den Qualifikationen für die Olympischen Spiele. Mit dem Breitensport hat man ein wenig auf die so wichtige Basis vergessen. Der „Comeback-Plan“ wird zwar nicht von heute auf morgen umsetzbar sein, aber der Startschuss für diesen Weg ist bereits erfolgt und die Funktionäre sind in Hinblick einer positiven Zukunft optimistisch und sehr zuversichtlich.

Wir, als Randsportart, können nur profitieren!

„Wir leben nicht von den Spitzenpaaren, sondern von den vielen Paaren, die mit Herz und Leidenschaft tanzen wollen. Wir werden uns dem Breitensportthema intensiv annehmen, Hobbyturnier veranstalten und in den nächsten Monaten einen wichtigen Schritt auf unserem Weg machen“, so Friedl, der große Hoffnung in die Austragung der Sport Austria Finals powered by Intersport & Holding Graz legt. „Wie ich von den Sport Austria Finals das erste Mal gehört habe, habe ich dem Verband gesagt, da müssen wir unbedingt dabei sein. Ich finde es spitze, dass so eine Veranstaltung initiiert wurde. Als Randsportart können wir davon nur profitieren und schätzen diese Möglichkeit sehr. Es wird dem Tanzsport sehr guttun und wir hoffen, damit ein breites Publikum ansprechen zu können.“

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