Bühne frei für Rock ’n’ Roll
Während beim Song Contest in Wien vergangene Woche Pop, Techno oder Balladen den Ton angaben, heißt es Anfang Juni bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien: Bühne frei für Rock ’n’ Roll. Gleich vier Sportarten auf Rollen vereinen bei Österreichs größtem Multisport-Event Action, Dynamik, Fan-Nähe und spektakuläre Show-Elemente. Speedskating und Skateboard sind Stammgäste im Finals-Lineup, Scootering und Roller Derby feiern hingegen ihre Premiere.
Rollsport Austria ist seit 2021 und also seit der ersten Ausgabe in Graz Teil der Sport Austria Finals und nutzt die große Bühne seither konsequent, um seine unterschiedlichen Disziplinen sichtbar zu machen. „Wir wollen nicht nur eine oder zwei Sportarten entwickeln, sondern die ganze Vielfalt des Rollsports abbilden“, erklärt Präsident Andreas Freiberger. „Die Finals sind für uns eine erstklassige Möglichkeit, unsere Sportarten österreichweit ins Rampenlicht zu stellen.“
Rollsport setzt auf Vielfalt
Hinter diesem Vorhaben steckt ein Verband, der von der Breite lebt und leben will. Insgesamt vereint Rollsport Austria elf unterschiedliche Sportarten unter einem Dach. „Wir verstehen uns als große Rollsport-Familie“, so Freiberger. „Mit vier Sportarten erreichen wir bei den Finals unterschiedliche Communities und zeigen die gesamte Kraft des Rollsports.“
Als Finals-Pionier auf Rollen gilt Speedskating. Die von Tempo und Dynamik geprägte Sportart war bereits bei der ersten Ausgabe in Graz im Programm, bei den Athlet:innen stieß das Multisport-Event stets auf große Beliebtheit. Für die elffache Staatsmeisterin Anna Petutschnigg sind die Finals Jahr für Jahr ein Saison-Höhepunkt: „Die Atmosphäre ist etwas ganz Spezielles. Es sind immer viele Fans vor Ort, man trifft viele andere Sportlerinnen und Sportler und spürt, dass man Teil von etwas Größerem ist“, meint Petutschnigg, die 2025 bei The World Games für Österreich am Start war, und ergänzt: „Dass wir heuer in Wien starten, macht es noch spezieller.“
Speedskating ist zwar (noch) nicht olympisch, dennoch wechseln vor allem im Sommer regelmäßig Olympia-Teilnehmer:innen von Kufen auf Rollen – und nehmen an den Sport Austria Finals teil. Mit Alexander Farthofer und Jeannine Rosner holten im vergangenen Jahr zwei Eisschnellläufer Staatsmeistertitel auf Rollen, wenige Monate später standen sie bei den Olympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026 am Start. „Speedskating ist ein optimaler Trainingsreiz und eine perfekte Vorbereitung für den Winter auf Eis“, sagt die Olympia-Achte Rosner. „Und ganz ehrlich: Es macht auch irrsinnig viel Spaß.“
Skateboard als Publikumsliebling
Bereits Teil der olympischen Familie ist seit 2020 das klassische Skateboarden. Freiberger war es demnach wichtig, auch „unseren Olympia-Anteil zu den Sport Austria Finals zu bringen“. Dies gelang 2024 – mit großem Erfolg. Die spektakulären Tricks und kreativen Runs der Boarder:innen stießen in Innsbruck auf großes Interesse.
Zum Liebling der Fanszene avancierte der erst elfjährige Fabian Seraji. Im vergangenen Jahr nur von dem um 19 Jahre älteren Fabian Trojer geschlagen, will er bei seinem Heimspiel aufs oberste Treppchen klettern. „Ich freue mich sehr, in der Skatehalle in Wien, in der ich schon so oft trainiert habe, den vielen Fans eine coole Show bieten zu können“, sagt das Ausnahmetalent.
Junge Szenen bringen frische Energie
Premiere feiern in Wien Scootering und Roller Derby – zwei Sportarten, die unterschiedlicher kaum sein könnten und dennoch perfekt zur Entwicklung des modernen Rollsports passen. „Beim Scootering stehen Kreativität, Style und spektakuläre Tricks im Mittelpunkt. Jeder entwickelt dabei seinen eigenen, ganz besonderen Stil“, erklärt Sebastian Salge. Durch die Teilnahme bei den Finals erhoffe sich der Scooter-Athlet, dass “viele Menschen erstmals einen echten Eindruck davon bekommen, wie vielseitig, anspruchsvoll und richtig lässig Scootering eigentlich ist.“
Roller Derby wiederum bringt Tempo, Taktik und Vollkontakt auf die Bahn. Gespielt wird auf einem ovalen Track, dazu gehören nicht nur harte Duelle, sondern auch eine ganz eigene Kultur inklusive kreativer Spitznamen wie Catrin „The Crushinger“ Freundlinger oder Jacqueline „Chucky“ Baumgartner. „Roller Derby ist schnell, strategisch und unglaublich intensiv“, erklärt Freundlinger und verspricht: „Wer nicht zuschauen kommt, verpasst so einiges.“
Von olympischem Skateboard über temporeiches Speedskating bis hin zu jungem Scootering und körperbetontem Roller Derby: Rollsport Austria zeigt bei den Sport Austria Finals 2026 die ganze Bandbreite einer Sportwelt, die sich ständig weiterentwickelt.
Präsident Freiberger betont abschließend: „Genau diese Vielfalt wollen wir in Wien sichtbar machen. Die Sport Austria Finals geben uns die Möglichkeit, unsere Sportarten gemeinsam auf großer Bühne zu präsentieren und neue Menschen für den Rollsport zu begeistern.“
