Jiu Jitsu und Tausende schauten zu
Die österreichische Jiu-Jitsu-Szene durfte sich bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien über einen ganz besonderen Rahmen freuen. Nach den Vorrunden in der Sport Arena Wien wurden die Finalkämpfe mitten im Herzen der Bundeshauptstadt ausgetragen. Auf dem Wiener Rathausplatz kämpften die Athlet:innen vor tausenden Zuschauer:innen um die Staatsmeistertitel – und sorgten dabei für starke sportliche Leistungen und beeindruckende Bilder.
Insgesamt wurden mehr als 25 Staatsmeisterschaftsklassen entschieden. Zu den prominentesten Siegerinnen zählte Lisa Fuhrmann. Die mehrfache WM-Medaillengewinnerin und eine der erfolgreichsten österreichischen Jiu-Jitsu-Athletinnen setzte sich im Fighting-Bewerb bis 63 Kilogramm durch. Im Finale besiegte sie Yelyzaveta Shyshkina und sicherte sich den Staatsmeistertitel.
Für die Burgenländerin war dabei nicht nur der sportliche Erfolg besonders: „Ich glaube, das war generell das erste Mal, dass ich so eine Atmosphäre bei einem Wettkampf erlebt habe. Es war wirklich etwas Besonderes, draußen vor so vielen Menschen zu kämpfen. Die Zuschauer:innen haben mitgefiebert, es war Stimmung da und auch viele Freund:innen waren vor Ort. Das war richtig schön.“
Die Niederösterreicherin sieht Veranstaltungen wie die Sport Austria Finals auch als große Chance für ihre Sportart: „Es ist eine große Möglichkeit für unsere Sportart. Viele Menschen kommen zufällig vorbei, bleiben stehen und schauen zu. So können sie Jiu Jitsu ganz unkompliziert kennenlernen. Gerade für kleinere Sportarten ist es ein großer Vorteil, wenn man zu den Menschen hinausgeht und sich präsentieren kann, anstatt darauf zu hoffen, dass die Leute von selbst in die Halle kommen.“
Im Duo Open ging der Staatsmeistertitel an Johannes Horak und Gernot Riegl. Das eingespielte Duo verwies Ariadne Holzer und Viktoria Chantal Gyenes auf Rang zwei und zeigte sich mit dem Auftritt am Rathausplatz rundum zufrieden.
„Heute hat einfach alles gepasst. Die Bedingungen waren hervorragend. Das Wetter hat super mitgespielt. Vorher hat es noch geregnet, dann war es bewölkt – für den heutigen Wettkampftag waren das eigentlich perfekte Voraussetzungen“, sagte Horak.
Dass die Vorbereitung diesmal ohne kurzfristige Änderungen auskam, wertete Riegl als einen der Erfolgsfaktoren: „Natürlich gibt es immer Dinge, an denen man arbeiten kann. Gerade wir sind echte Tüftler und ändern manchmal sogar noch kurz vor einem Wettkampf Details. Diesmal haben wir das aber bewusst nicht gemacht. Wir sind bei unserem Plan geblieben, und das hat sich ausgezahlt.“
Von der Stimmung zeigte sich das Duo beeindruckt: „Wir waren schon bei Welt- und Europameisterschaften und World Games, aber von der Atmosphäre her war das gefühlt unser größter Auftritt. Danke an alle, die dabei waren!“
