Karate-Asse von Outdoor-Premiere begeistert
Blauer Himmel, offene Kulisse, neugieriges Publikum und Karate auf großer Bühne: Die Staatsmeisterschaften im Rahmen der Sport Austria Finals 2026 powered by Österreichische Lotterien haben am Rathausplatz für ein besonderes Kapitel in der heimischen Karate-Geschichte gesorgt.
Erstmals wurden die Titelkämpfe outdoor ausgetragen – und die Premiere zeigte eindrucksvoll, welches Potenzial in dieser Form der Präsentation steckt.
“Würde ich am liebsten jedes Jahr machen”
Wo Karate sonst meist in Sporthallen, auf vertrautem Boden und vor einem Fachpublikum stattfindet, wurde der Rathausplatz diesmal zur Wettkampfarena. Mitten im öffentlichen Raum, sichtbar für Passant:innen, eingebettet in die Atmosphäre der Sport Austria Finals.
Für die Athlet:innen bedeutete das neue Rahmenbedingungen, aber auch eine besondere Bühne: mehr Aufmerksamkeit, mehr Nähe zum Publikum und ein Wettkampferlebnis, das vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
„Unter so einem wunderschönen blauen Himmel zu kämpfen, ist schon etwas Besonderes. Das würde ich am liebsten jedes Jahr machen“, schwärmte Armin Selimovic, der sich in der Klasse über 84 kg seinen zweiten Staatsmeistertitel sicherte.
Für ihn war der Triumph auch aus persönlicher Sicht bemerkenswert: Nach Pfeifferschem Drüsenfieber bestritt er eines seiner ersten Turniere. „Von der Kondition war es schon schwierig, aber technisch bin ich auf einem guten Niveau. Es hat sich gut angefühlt zu kämpfen“, erklärte Selimovic, der nach seinem Erfolg „überglücklich“ war.
Viele Fürsprecher
Auch Mykyta Hrihorashenko, Staatsmeister in der Klasse bis 75 kg, nahm die Premiere als positives Signal wahr.
„Für uns war der Wettkampf unter quasi freiem Himmel eine ganz neue Erfahrung. Ich finde das wirklich cool – genau in diese Richtung müssen wir weitermachen“, sagte er.
Sportlich zeigte er sich mit seinem Auftritt hochzufrieden: „Ich bin mit dem Tag heute sehr zufrieden und stolz, dass ich den Titel holen konnte.“
Auch Kata-Staatsmeisterin Tamara Lehner war nach der Outdoor-Premiere begeistert: “Es war unglaublich und ein komplett anderes Gefühl, einmal outdoor einen Wettkampf zu bestreiten. Und dann noch vor so vielen Menschen. Ich habe mich gefühlt wie vor zwei Wochen bei der EM, da war ich auch so nervös. Aber ich bin mit meiner Performance heute ganz zufrieden.”
Premiere mit Potenzial
Bei den Frauen bis 55 kg krönte sich Ceylin Cetin zur Staatsmeisterin. Auch sie hob die Besonderheit des Austragungsortes hervor: „Es war schon etwas Besonderes, am Rathausplatz zu kämpfen, da wir ja sonst nie draußen sind.“ Das Publikum wurde dabei zum zusätzlichen Faktor. „Ich hatte heute einen guten Tag und auch das Publikum hat mich gepusht“, so Cetin.
Die Premiere unter freiem Himmel hat gezeigt, dass Karate auch außerhalb der Halle funktioniert – emotional, spannend und publikumsnah. Für die Sieger:innen bleiben die Titel. Für den Sport bleibt die Erkenntnis, dass eine Staatsmeisterschaft am Rathausplatz nicht nur außergewöhnlich klingt, sondern auch außergewöhnlich wirken kann.
