Mladenovic dominiert, Berger räumt ab
Das Wiener Stadthallenbad ist von Donnerstag bis Sonntag Schauplatz der internationalen österreichischen Staats- und Juniorenmeisterschaften im Schwimmen, die im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien stattfinden. Am ersten von vier Wettkampftagen wurden gleich mehrere Limits erreicht.
Die Final-Session im gut gefüllten Stadthallenbad begann mit einer Trauerminute für den vor wenigen Wochen verstorbenen OSV-Sportdirektor Walter Bär. Dann folgten die Finalläufe, die unter einem besonderen Stern standen: Die ÖSTM bildeten die letzte Möglichkeit, sich für die Schwimm-EM in Paris (31. Juli bis 16. August) zu qualifizieren.
Zur Abräumerin des ersten Wettkampftages avancierte Iris Berger. Die 21-Jährige sicherte sich in all ihren drei Starts die Goldmedaille: Die 50 m Schmetterling gewann sie in 26,59 Sekunden und unterbot damit das EM-Limit. Wenig später sicherte sie sich über 50 m Rücken in 28,83 Sekunden den Sieg. Über 200 m Freistil triumphierte sie in 2:01,32 Minuten.
„Ich habe acht Starts bei diesen Staatsmeisterschaften geplant, die ersten drei sind schon einmal sehr gut geglückt. Eigentlich schwimme ich die Bewerbe aus dem Training heraus, dafür war ich sehr positiv überrascht. Es war ein Traumtag“, freute sich Berger. „Es war eine richtig gute Stimmung in der Halle, was nicht immer bei Staatsmeisterschaften der Fall ist.“
Einen gute Tag erwischte auch Luka Mladenovic. Der 22-Jährige, der seine Zelte am College in Michigan vor kurzem abbrach und zur University of Texas wechselt, befindet sich aktuell auf „Heim-Trainingslager“ in Salzburg und nimmt die ÖSTM als Standortbestimmung für die EM mit. Er gewann die 200 m Brust in 2:10,87 Minuten mit mehr als fünf Sekunden Vorsprung und bestätigte dabei das EM-Limit. „Die Saison ist voll auf die Europameisterschaft ausgelegt. Es freut mich, dass ich hier gut in Schwung gekommen bin. In einem Monat geht es nach Texas, worauf ich mich schon sehr freue. Ich brauche neue Reize, um besser zu werden.“
Drei junge Österreicher:innen zeigten ebenfalls auf: Christian Giefing unterbot über 400 m Freistil in 3:50,86 Minuten ebenso das EM-Limit wie Lukas Edl über 50 m Schmetterling (23,74 Sekunden). Nina Omid belegte über 200 m Freistil Rang drei und stellte in 2:03,20 Minuten (J-WM-Limit) einen neuen österreichischen Rekord in ihrer Altersklasse auf.
