Die Stars der Sport Austria Finals
Wenn zwischen 3. und 7. Juni rund 7.000 der besten heimischen Athlet:innen bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien auftrumpfen, wimmelt es in der Bundeshauptstadt nur so von (inter-)nationalen Sportstars. Die Finals locken die Olympia-Medaillengewinnerinnen Janine Flock und Michalea Polleres ebenso nach Wien, wie die (ehemaligen) “Wunderkinder” Stefan Burmetler (Tischfußball) und Fabian Seraji (Skateboard), die lange vor ihrem 18. Geburtstag zu Stars ihres Sports aufstiegen. Dank ihnen und der folgenden Stars avancieren die Sport Austria Finals 2026 zum “Stelldichein” der spektakulärsten, stärksten und schnellsten Athlet:innen Österreichs.
Janine Flock (Skeleton)
Flock ‘n‘ Roll bei den Sport Austria Finals! Skeleton-Olympiasiegerin Janine Flock beehrt Österreichs größte Multisport-Veranstaltung – und kommt direkt aus dem Sport-Olymp. Vor drei Monaten krönte die Skeleton-Queen ihre Karriere in Cortina mit der langersehnten Olympia-Goldmedaille. Der emotionale Triumph sicherte ihr endgültig einen Eintrag in die heimischen Sportgeschichtsbücher. Deshalb zählt Flock bei den Staatsmeisterschaften im Anschub-Bewerb, der vor tausenden Fans am Wiener Rathausplatz über die Bühne geht, selbstredend zu den Favoritinnen. Unabhängig davon ist bei der Variante, die eine perfekte Sommer-Alternative zum Eiskanal-Training ist, ein absoluter Hundertstel-Krimi garantiert! Den Auftritt der “Tiroler Eis(h)eiligen”, die zu den prägendsten Sportpersönlichkeiten des Landes zählt und heuer gute Chancen hat, „Sportlerin des Jahres“ zu werden, sollten sich die rot-weiß-roten Sportfans keinesfalls entgehen lassen.
Johannes Horak und Gernot Riegl (Jiu-Jitsu)
Johannes Horak und Gernot Riegl gehören zu Österreichs erfolgreichsten Sportlern überhaupt. Die beiden Jiu-Jitsu-Asse eroberten bereits Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften sowie auch bei den World Games – und das jeweils mehrfach! Mit ihren atemberaubenden und perfekt abgestimmten Wurf- und Hebetechniken markieren die beiden das wohl spektakulärste Duo dieser Finals. Mit 170.000 Instagram-Followern sind die sympathischen Niederösterreicher zudem auch echte Social-Media-Stars. Apropos Stars: Bei den World Games 2025 begeisterten die beiden “Pfundskerle” mit einer an den Filmklassiker Star Wars angelegten Choreografie. Den Bösewicht gab damals ironischerweise Riegl, der im Hauptberuf als Polizist den “Bösen” das Handwerk legt. Mittelschullehrer Horak glänzte als Jedi. Was lässt sich das kongeniale Duo bei “Mini-Olympia” in Wien einfallen? Wir hätten einen Vorschlag: Die Herren der Ringe!
Michaela Polleres (Judo)
Auf der Matte zuhause ist auch Michael Polleres. Die Niederösterreicherin zählt seit Jahren zu den besten Judoka der Welt, gewann mit Silber in Tokio und Bronze in Paris zwei Olympia-Medaillen und ist unter den Top-10 der Weltrangliste zuhause. Polleres versteht es wie kaum eine andere, ihre Gegnerinnen mit explosiven Würfen, gnadenlosen Griffduellen und mentaler Stärke aus dem Konzept zu bringen. Die Ausnahmeathletin aus Ternitz packt zu, wenn andere loslassen würden, bleibt selbst unter höchstem Druck standfest. Am 6. und 7. Juni ist sie bei den Judo-Bewerben der Sport Austria Finals die Athletin, die es übers Knie zu legen gilt. Erfahrungsgemäß dürfte das aber sehr, sehr schwer werden.
Sarah Fischer (Gewichtheben)
Sarah Fischer ist seit vielen Jahren Österreichs stärkste Frau. Die Gewichtheberin hat unglaubliche 329 österreichische Rekorde aufgestellt, 40 Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften gewonnen und 34 Staatsmeistertitel in ihrer Vita stehen. Dafür trainiert die Niederösterreicherin auch dementsprechend – an einem “normalen Trainingstag” stemmt sie laut eigenen Angaben zwölf Tonnen, ging aber zuletzt sogar eine Gewichtskategorie (bis 87 Kilogramm) nach unten. Die Olympia-Zehnte von 2021 ist zudem eine echte Finals-Veteranin, die fast alle Ausgaben der Multi-Sportveranstaltung “gestemmt” hat. Mit 25 Jahren soll in Wien der 35. Staatsmeistertitel folgen und auch die Olympischen Spiele Los Angeles 2028 sind nicht mehr weit.
Stefan Burmetler (Tischfußball)
Sieht man Stefan Burmetler „wuzzeln“, drängen sich schnell Vergleiche mit Lucky Luke auf. Während der Comic-Cowboy schneller schießt als sein Schatten, „zieht“ und „snapt“ der 19-Jährige derart geschwind, dass die Bälle nur so glühen. Seine außergewöhnlichen technischen Fertigkeiten, sein Talent und eine beinahe unerschöpfliche Spielfreude brachten dem gelernten Maurer schon als Teenager das Prädikat „Wunderkind“ ein. Seit seinem siebenten Lebensjahr komponiert der Niederösterreicher aus der Tischfußball-Hochburg Kirchberg an der Pielach Tricks, Pässe und Tore zu wahren Symphonien auf vier Stangen. Mit dem enormen Erwartungsdruck ging der mehrfache Champions-League- und World-Series-Champion stets souverän um. 2025 krönte sich Burmetler schließlich zum jüngsten Einzel-Weltmeister aller Zeiten. Zwischen 3. und 7. Juni kehrt „Bumm-Bumm-Burmetler“ auf die Finals-Bühne nach Wien zurück – als mehrfacher Staatsmeister, großer Favorit und zugleich großer Gejagter.
Fabian Seraji (Skateboard)
Im Vorjahr tauchte Fabian Seraji erstmals auf der Finals-“Landkarte” auf. Bei den Staatsmeisterschaften der Street-Skateboarder in Innsbruck belegte der damals zehnjährige Wiener Platz zwei und “trickste” sich in die Herzen der Fans. Seit er im Alter von drei Jahren von seinen Eltern sein erstes Board geschenkt bekommen hat, ist er der trendigen Sportart verfallen, trainiert in den angesagtesten Skate-Parks Wiens. Da trifft es sich gut, dass die Finals nun in Serajis Heimatstadt umziehen, und der Schüler den nächsten Schritt in seiner Karriere machen kann. Das Fernziel des von Skateboard-Legende Roman Hackl trainierten Youngsters sind die Olympischen Spiele und die X-Games. Die Sport Austria Finals sind für ihn damit nicht nur Bühne, sondern auch nächste Etappe auf einem Weg, der konsequent nach oben zeigt.
Mariella Flemme (Wakeboard)
Auch ihr Brett bedeutet ihr die Welt. Anders als Fabian Seraji lenkt Mariella Flemme das ihre aber durchs Wasser – oder fliegt damit durch die Lüfte. Um zu gewinnen, muss die Oberösterreicherin mit ihrem Wakeboard regelmäßig abheben. Spektakuläre Tricks in mehreren Metern Höhe gehören zu ihrem Sport einfach dazu, ebenso das kreative Bezwingen von Obstacles in unterschiedlichen Formen und Größen. Als eine der Besten ihrer Zunft hat Flemme in Wien das nächste Finals-Gold im Visier – es wäre bereits ihr siebenter Streich en suite. Ob Inverts, Saltos, Rolls, Wien ist bereits jetzt Feuer und Flemme!
Mehmet Hajirli (3×3 Basketball)
Als der Europameistertitel auf dem Spiel stand, war er zur Stelle: Bei der allerersten 3×3-Rollstuhl-Basketball-EM 2024 der Geschichte auf der Wiener Kaiserwiese stand es im Endspiel zwischen Österreich und Polen 14:14. Da fasste sich Mehmet Hajirli ein Herz und warf Österreich mit dem entscheidenden Korb zu EM-Gold und Rollstuhl-Basketball ins kollektive Sportgedächtnis. Mit seinem Klub kommt der Nationalteam-Spieler der Sitting Bulls Klosterneuburg, mehrfacher Österreichischer Meister und Cup-Sieger in der Halle, im Rahmen der Finals nun auf den Rathausplatz. Denn ein Titel fehlt ihm noch: der im 3×3-Rollstuhl-Basketball, denn es ist erst die erste Ausgabe der Staatsmeisterschaft in der Halbfeld-Variante.
Angelino Zeller (Para-Climbing)
Wenn Angelino Zeller die Kletterwand hochzieht, bleibt selbst erfahrenen Sportfans kurz die Luft weg. Der Grazer zählt zu den absoluten Superstars des internationalen Para-Climbings – und das völlig zurecht. Seit einem Gleitschirm-Unfall im Jahr 2017 querschnittsgelähmt, bezwingt der Steirer die bis zu 15 Meter hohen Kletter-Wände ausschließlich mit den bloßen Händen – und schreibt regelmäßig Sport-Geschichte. Vier Weltmeisterschaften hat Zeller bislang bestritten – und viermal Gold gewonnen. Seit 2021 ist er im Weltcup ungeschlagen. Dafür trainiert der Ausnahmeathlet zwischen 15 und 20 Stunden pro Woche. Neben intensivem Klettertraining stehen Kraftkammer, Fitnessstudio und Schwimmbecken auf dem Programm. Para-Climbing ist 2028 in Los Angeles erstmals paralympisch, seine Klasse ist dort aber nicht vertreten. Umso wichtiger sind für ihn Veranstaltungen wie die Sport Austria Finals. In Wien will der Steirer nicht nur gewinnen, sondern vor allem zeigen, wie spektakulär Para-Climbing sein kann – und das sogar live auf ORF Sport+ (für all jene, die nicht selbst in die Halle kommen können)
Benjamin Wizani (Trampolin)
Nicht die Cheersportlerinnen, nicht die Wakeboarder – niemand fliegt bei den Sport Austria Finals höher als Benjamin “Benny” Wizani. Der Olympia-Teilnehmer auf dem Trampolin katapultiert sich auf seinem Sportgerät regelmäßig in neue Sphären und wird in der Sporthalle Brigittenau garantiert die Höhenkontrolle auslösen. Mit nur 24 Jahren ist Wizani längst der erfolgreichste heimische Trampolinspringer aller Zeiten. Seine Kreuzband-Operation hat der Niederösterreicher, der die Spiele in Los Angeles 2028 ins Auge gefasst hat, endgültig weggesteckt. In Wien soll auf dem Weg dahin der erste Staatsmeistertitel seit 2023 gelingen.
Julia Hauser (Triathlon)
Schwimmen, Radfahren, Laufen – und dazwischen ein Wille, der stärker ist als jeder Gegenwind auf der Donauinsel: Triathletin Julia Hauser hat längst bewiesen, dass sie auf den größten Bühnen dieser Sportwelt zuhause ist. Drei Mal startete die Wienerin bei Olympischen Spielen, 2023 holte sie bei den European Games sensationell Silber, 2024 war sie in Paris die beste Österreicherin im olympischen Triathlon-Bewerb. Doch ihr vielleicht beeindruckendster Wettkampf begann abseits von Startlinie und Wechselzone: Nach einem schweren Trainingsunfall kämpfte sich Hauser mit jener Zähigkeit zurück, die man sonst nur aus den härtesten Kilometern eines Triathlons kennt. Bei den Sport Austria Finals kehrt die Lokalmatadorin nun dorthin zurück, wo ihre Geschichte besonders viel Strahlkraft hat: nach Wien. In der Seestadt Aspern wartet auf die mehrfache „Triathletin des Jahres“ nicht nur ein Heimspiel, sondern eine emotionale Standortbestimmung. Wer sehen will, wie Comeback, Klasse und Kämpferherz in einer Person aussehen, sollte Julia Hauser bei diesen Finals auf keinen Fall verpassen. Anfeuern nicht vergessen!
Elisabeth Straka (Bogenschießen)
Auf dem Rathausplatz wird scharf geschossen! Ausrufe wie dieser, lassen Sicherheitspersonal und Behörden normalerweise reflexartig zusammenzucken. Nicht so, wenn Elisabeth Straka den Schuss abgegeben hat. Die Recurve-Athletin ist der Top-Star der Bogenschießen-Bewerbe in Wien – und sie tritt mit einem entscheidenden Startvorteil an. Denn die Niederösterreicherin schoss bei den Olympischen Spielen Paris 2024 auf der Esplanade des Invalides und damit ebenfalls in historischem Ambiente. Pfeile in Richtung des Rathauses abzufeuern, damit sollte Straka jedenfalls kein Problem haben – und als eine der besten Bogenschütz:innen des Landes auch nicht mit dem Treffen des Ziels. Zur besseren Einordnung was die 26-Jährige und ihre Konkurrent:innen leisten: der kleinste Ring auf der Zielscheibe hat einen Durchmesser von gerade einmal zwölf Zentimetern. Schon einmal versucht, aus 70 Metern mit einem Pfeil eine CD-Rom zu treffen?
Karl Mühllehner (Faustball)
Premiere für Faustball bei den Sport Austria Finals – und das mit einem neuen Format. Mit Karl Mühllehner betritt gleich einer der ganz großen Stars der Szene die Wiener Bühne. Der Oberösterreicher gilt seit Jahren als einer der spektakulärsten Angreifer der internationalen Faustball-Szene – explosiv, trickreich und mit einem Abschluss, der selbst die weltbesten Defensivreihen regelmäßig verzweifeln lässt. Mit der österreichischen Nationalmannschaft gewann Mühllehner Welt- und Europameisterschaftsmedaillen, dazu zahlreiche nationale und internationale Titel auf Klubebene. Vor allem aber steht Mühllehner für spektakulären Faustball voller Tempo, Technik und Überraschungsmomente. 2021 wurde der “Faustball-Maradona” zum Weltfaustballer des Jahres gewählt. Da drängt sich die Frage auf: Was ist die Hand Gottes gegen die Faust Mühllehners? Ob Mexiko oder Wien – Hauptsache Finals!
