Finals setzen starkes Zeichen für Safe Sport
Sicherheit, Vertrauen und klare Strukturen: Sport Austria etabliert bei Österreichs größtem Multisport-Event umfassende Safe-Sport-Maßnahmen für Athlet:innen, Betreuer:innen, Verbände und alle Beteiligten. Die Sport Austria Finals 2026 powered by Österreichische Lotterien in Wien (3. bis 7. Juni 2026) sollen damit nicht nur sportlich Maßstäbe setzen, sondern auch zeigen, wie moderne Sport-Großveranstaltungen Verantwortung übernehmen, Prävention sichtbar machen und sichere Rahmenbedingungen schaffen können.
Die Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien bringen rund 7.500 Athlet:innen aus insgesamt 46 Sportarten nach Wien. Davon sind mehr als 50 Prozent Frauen. Bei Österreichs größtem Multisport-Event stehen sportliche Höchstleistungen, Vielfalt und Emotionen im Mittelpunkt. Gleichzeitig setzt Sport Austria ein klares Zeichen dafür, dass große Sportveranstaltungen auch sichere Räume sein müssen: für Athlet:innen, Trainer:innen, Betreuer:innen, Funktionär:innen, Volunteers und natürlich auch die Zuschauer:innen.
„Die Sport Austria Finals sind die größte Bühne für die Vielfalt des österreichischen Sports. Gerade deshalb tragen wir eine besondere Verantwortung: Sportliche Leistung braucht ein Umfeld, in dem sich alle sicher, respektiert und ernst genommen fühlen. Safe Sport ist für uns kein Zusatzthema, sondern ein zentraler Bestandteil professioneller Event-Organisation. Wir liefern den Verbänden hier ein Best-Practice für ihre Veranstaltungen“, sagt Sport Austria-Geschäftsführer Gerd Bischofter.
Mit einem umfassenden Safe-Sport-Konzept übernimmt Sport Austria bei den Finals 2026 eine aktive Vorbildrolle für seine Mitgliedsverbände. Ziel ist es, Schutz, Prävention und klare Handlungsmöglichkeiten nicht nur mitzudenken, sondern sichtbar und niederschwellig vor Ort verfügbar zu machen.
Klare Strukturen und sichtbare Ansprechpersonen
Verantwortlich für die Umsetzung des Safe-Sport-Bereichs seitens Sport Austria ist Martin Domes, der auf klare Zuständigkeiten, geschulte Ansprechpersonen, Vertrauenspersonen und transparente Informationswege setzt. An den Sportstätten werden entsprechende Aushänge angebracht, über die sich Beteiligte rasch informieren können, wohin sie sich bei Fragen, Unsicherheiten oder konkreten Anliegen wenden können.
„Jeder Sportfachverband, jeder Veranstalter muss bei den Sport Austria Finals eine Vertrauensperson melden. Diese muss während der Veranstaltung vor Ort sein und sollte sich auch optisch sichtbar machen. Die Vertrauenspersonen sind nicht mehr nur im Bereich Prävention sexuelle Gewalt im Einsatz, sondern auch im Bereich Prävention interpersoneller Gewalt. Also Konflikte zwischen Personen lösen, zum Beispiel zwischen Funktionär:innen und Schiedsrichter:innen oder zwischen Sportler:innen“, erklärt Domes.
Die Maßnahmen richten sich bewusst an alle Beteiligten der Finals. Besonders im Fokus stehen jedoch die Athlet:innen. Sie sollen wissen, dass es Personen gibt, an die sie sich wenden können – vertraulich, ernsthaft und ohne Hürden. Dafür bürgt auch die Zusammenarbeit der Finals mit vera* – Vertrauensstelle gegen Belästigung und Gewalt in Kunst, Kultur und Sport. Safe Sport bedeutet dabei nicht nur Reaktion im Anlassfall, sondern vor allem Prävention, Sensibilisierung und eine Kultur des Hinschauens.
„Wir bieten zusätzlich ein Interventionsteam an, das aus drei Personen besteht. Barbara Katzenhofer, Sportpsychologin Andrea Engleder und meine Wenigkeit. Wir unterstützen unsere Vertrauenspersonen und sind auch vor Ort. Sollte es einen gravierenden Übergriff geben, kommt unsere Sportpsychologin zum Einsatz. Ich selbst bin 24/7 abrufbereit und bei Problemen immer erreichbar. Man kann mich als Notstelle auch mitten in der Nacht anrufen“, so Domes.
Safe Sport als Qualitätsmerkmal moderner Sportveranstaltungen
Bei Sport-Großveranstaltungen, wo große Emotionen, enge Zusammenarbeit und intensive Belastungen an der Tagesordnung stehen, braucht es klare Standards. Mit den Safe-Sport-Maßnahmen bei den Sport Austria Finals wird Sicherheit nicht dem Zufall überlassen, sondern strukturiert in die Veranstaltung integriert.
Dazu zählen unter anderem sichtbare Informationen an den Sportstätten, definierte Meldewege, Ansprech- und Vertrauenspersonen sowie die enge Abstimmung mit den beteiligten Verbänden – im Vorfeld und beim Event. Damit wird sichergestellt, dass Anliegen nicht ins Leere laufen und Betroffene rasch Orientierung und Unterstützung erhalten.
„Das Ziel ist, im Ernstfall ein psychologisches Gespräch zu führen, um eine Erstorientierung zu bekommen und eine emotionale Stütze zu sein. Dann kann man weitere Schritte mit der Person planen, aber nicht über den Kopf der Person hinweg entscheiden, sondern sie psychologisch begleiten. Im Sport gibt es natürlich viel mehr Druck und dementsprechend viel mehr Emotionen“, sagt Sportpsychologin Andrea Engleder.
Die Sport Austria Finals werden damit nicht nur sportlich zu einem Schaufenster der Vielfalt, sondern auch organisatorisch zu einem Beispiel dafür, wie moderne Sportevents Verantwortung übernehmen können.
Vorbildwirkung für Verbände und den organisierten Sport
Für Sport Austria ist das Safe-Sport-Konzept bei den Finals auch ein Signal an die Verbände: Sicherheit, Respekt und klare Schutzstrukturen müssen selbstverständlicher Teil des organisierten Sports sein. Großveranstaltungen bieten die Chance, diese Haltung sichtbar zu machen und nachhaltig zu verankern.
„Dieses Setup hatten wir auch in den vergangenen Jahren schon. Zum Glück gab es bei den Sport Austria Finals nie wirklich große Probleme – wir hatten bis dato pro Jahr einen Fall, der gemeldet wurde. Und das war auch nie ein körperlicher Übergriff“, sagt Domes. Dass die Zahl an Vorfällen so gering ist, ist auch der vorbildhaften Umsetzung des Safe-Sport-Konzepts geschuldet. In Wien soll im Idealfall kein neuer Fall dazukommen.
