Ruder-Premiere: Kleine Distanz, große Spannung
Der Rudersport schlägt bei den Sport Austria Finals erstmals seine Zelte auf – und bringt gleich ein neues, spektakuläres Wettkampfformat mit nach Wien. Statt der gewohnten Langstrecken-Duelle stehen beim größten heimischen Multisport-Event Sprintbewerbe auf dem Programm. Die Rennen dauern nur rund 50 Sekunden, Entscheidungen fallen oft um wenige Zehntelsekunden.
„Wir haben in den vergangenen Jahren beobachtet, wie gut die Sport Austria Finals funktionieren, und freuen uns riesig, heuer endlich selbst dabei zu sein“, sagt ÖRV-Vizepräsident Dieter Boyer. „Wir bringen unsere besten Athletinnen und Athleten nach Wien und sind stolz, Teil dieser großen Multisportveranstaltung zu sein.“
Die Premiere erfolgt dabei gleich mit einer Premiere innerhalb des Rudersports: Erstmals werden österreichische Sprint-Meisterschaften ausgetragen. Das neue Format verspricht maximale Dynamik. „Die Rennen sind sehr kurzweilig. Fahrtzeiten von rund 50 Sekunden sorgen für Spannung, knappe Entscheidungen und viel Action“, erklärt Boyer.
Austragungsort ist das Wiener Ruderzentrum, die sportliche Heimat vieler österreichischer Spitzenruderinnen und -ruderer. Für Olympiateilnehmerin Louisa Altenhuber ist die Bühne der Sport Austria Finals daher etwas Besonderes. „Für den Rudersport ist es extrem toll, dabei zu sein. Es ist eine großartige Möglichkeit, unsere Sportart zu präsentieren. Gerade in diesem Sprintformat wird es unglaublich spannend.“
Während bei klassischen Regatten Ausdauer und Renneinteilung entscheidend sind, verschieben sich im Sprint die Anforderungen. „Der Start wird viel wichtiger“, erklärt Altenhuber. „Man muss von Beginn an sehr schnell und kräftig sein, viele Watt produzieren können und eine hohe Schlagzahl fahren.“
Ob ihr das neue Format entgegenkommt? Die Wienerin bleibt vorsichtig optimistisch. „Ich komme ursprünglich aus dem Leichtgewichtsbereich und bin nicht unbedingt die Größte oder Stärkste. Aber Schnellkraft bringe ich mit. Mal schauen, was möglich ist.“
Neben dem sportlichen Reiz schätzt Altenhuber vor allem den Charakter der Sport Austria Finals. Als Olympiateilnehmerin kennt sie die besondere Atmosphäre großer Multisport-Events. „Es entsteht eine eigene Stimmung, weil so viele Sportarten zusammenkommen. Man fällt richtig in ein Sportfieber. Das macht solche Veranstaltungen besonders.“
An den Start geht Altenhuber im Mixed-Doppelzweier, im Mixed-Doppelvierer sowie im Damen-Achter. Gerade Letzterer liegt ihr besonders am Herzen. „Im Damen-Achter freuen wir uns, ein großes Feld an Ruderinnen zu repräsentieren, die in Wien trainieren.“
Die ersten österreichischen Sprint-Meisterschaften machen Prognosen allerdings schwierig. Viele Duelle finden in dieser Form erstmals statt. Altenhuber formuliert ihre Erwartungen dennoch klar: „Ich kann die Konkurrenz noch nicht ganz einschätzen, aber über eine Medaille würde ich mich sehr freuen.“
