Dramatisches Finals-Ende: “Mozart” spielte bis zum Schluss
Vor genau vier Tagen wurden die Sport Austria Finals mit “Rock me Amadeus” und einer Musical-Hommage an Wolfgang Amadeus Mozart eröffnet. Am Sonntagabend sorgte dann ein anderer Mozart für die letzten Klänge bei Österreichs größter Multi-Sportveranstaltung. Es waren Jubelschreie.
Antonio “Mozart” Schaffer und sein Partner Dalibor Suvajac sicherten sich in einem dramatischen Tischfußball-Finale gegen Markus Rosicky und Markus Schützenhofer Gold im Doppel. Die Entscheidung im letzten Bewerb der sechsten Finals-Auflage fiel dabei erst im fünften und allesentscheidenden Satz.
“Ich habe immer an den Sieg geglaubt, auch wenn ich – gerade auf dem Tornado – richtig schlecht gespielt habe. Dalibor hat mich am Leben gehalten. Erst am Schluss bin ich dann reingekommen und hab’ ein bisschen helfen können”, sagte der in Anlehnung an den berühmten Klavier-Virtuosen “Mozart” genannte Schaffer nach dem 5:4, 4:5, 4:5, 5:3 und 8:6.
“Wie in Trance”
Das Finale des Tischfußball-Doppels war als abschließender Höhepunkt der Sport Austria Finals auf den Rathausplatz verlegt worden – und enttäuschte die Fans nicht. Suvajac merkte von all dem nicht viel: “Es war wie in Trance. Ich kann nicht sagen, was alles passiert ist, ich war im Tunnel.”
Passiert war eine Menge: Schützenhofer/Rosicky hatten nach einem “Break” im dritten Satz beim Stande von 2:1 die Chance, das Match auf “ihrem” Tornado zu entscheiden. Doch die späteren Sieger behielten die Nerven, schafften das Re-Break und schickten das Match in einen Entscheidungssatz. Anschließend vergaben beide Seiten Matchbälle, ehe ein “Edelroller” die Begegnung entschied.
Nuancen entschieden den Klassiker zwischen zwei der besten Doppelpaarungen im Tischfußball-Sport. “Es ist oft so, dass ein kleiner Funken mehr Glück auf Seiten der Gegner ist und dann verliert man die Partie”, sagte Schützenhofer. Rosicky erlebte ein Wechselbad der Gefühle: “Es war sehr aufreibend. Wir haben einmal auf unserem Tisch verloren, dann auf ihrem Tisch gewonnen, echt spannend für die Zuschauer.”
Auf ihrem Weg ins Endspiel schlugen Schaffer/Suvajac im Halbfinale Philipp und Lukas Mayerhofer nach 0:2-Rückstand noch 3:2. Rosicky/Schützenhofer eliminierten die späteren Bronzenen Daniel Burmetler/Ludwig Gansch (3:1).
Drittes Finals-Gold für Tabakovic
Bei den Damen ging der Titel an das favorisierte Duo Karen Scheuer und Marina Tabakovic. Die Paarung von Hot Shots Graz gewann dabei im Semifinale gegen Verena und Sabrina Rohrer (3:2) und im Endspiel gegen Marisa Müller-Kobler und Elli McDonald.
Marina Tabakovic avancierte mit drei Goldmedaillen – die Steirerin gewann schon im Mixed (mit Stefan Burmetler) und im Classic (mit Julia Holler) – zur erfolgreichsten Tischfußballerin bei den Sport Austria Finals 2026.
