Wr. Neudorf oder Yale? Hauptsache Squash!
Kristina Begeba ist Österreichs größtes Squash-Talent.
Dass sich das nicht nur auf ihre 1,85 Meter Körpergröße bezieht, stellt die 18-Jährige regelmäßig unter Beweis. Zuletzt beim Saisonfinale der Dunlop Squash Bundesliga im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien, wo Begeba ihrem Verein NV Sportunion Wr.Neudorf-Mödling zum zehnten Titel verhalf.
“Als Team bedeutet uns der Meistertitel jedes Jahr sehr viel. Wir trainieren viel, stehen jeden Tag miteinander auf dem Court und unternehmen auch abseits des Trainings viel zusammen”, hob das in der Ukraine geborene Talent nach ihrem letzten Match den Teamspirit hervor. Apropos letztes Match.
Für Begeba war es wohl tatsächlich das letzte Bundesliga-Match für längere Zeit. Die Rechtshänderin zieht es an die renommierte Yale University. “Es war schon immer mein Traum, zum Studieren in die USA zu gehen”, erzählt das Squash-Ass. An der Yale könne sie Squash und Ausbildung perfekt kombinieren.
Von der Skipiste in die Squash-Box
Das Spiel mit dem Kautschuk-Ball ist an der drittältesten Universität der Vereinigen Staaten durchaus populär. Sowohl das Herren- als auch das Damen-Team befanden sich zuletzt in den Top-10 der College Squash Association (CSA). “Ich habe ein Stipendium bekommen und werde in den kommenden vier Jahren für das Team spielen”, so Begeba, die ihre sportlichen Fähigkeiten in Übersee auf das nächste Level heben möchte. “Ich will versuchen, auf der Profi-Tour Fuß zu fassen, sofern es sich mit dem College vereinbaren lässt”, äußert sie ambitionierte Ziele. Jedoch sei es schwierig, den Anschluss an die Weltelite zu schaffen. “Es fehlt mir noch an den athletischen und technischen Fähigkeiten. Auch mental sind die Top-Spielerinnen weiter, sie haben schon viel erlebt”, sagt Begeba.
Während die Besten der Besten gewissermaßen mit dem Racket in der Hand aufgewachsen sind, war Österreichs Youngster früher auf anderem Terrain unterwegs. “Ich sollte Skifahrerin werden, wie meine Mutter, aber das hat mir nicht so gut gefallen. Dann habe ich in einem Verein in der Ukraine zufällig Squash ausprobiert und hatte sofort Spaß”, erinnert sich die nunmehrige Wienerin. Schon bald startete sie in ihrer neuen Sportart durch, führte im Nachwuchs sogar die Europarangliste an.
Vor acht Jahren zog es Familie Begeba nach Österreich. Squash war damals hierzulande wenig populär, befinde sich aber längst wieder im Aufwind. “Wir versuchen, wieder mehr Kinder für Squash zu begeistern. Hoffentlich schaffen wir es gemeinsam, unsere Sportart wieder beliebter zu machen.”
