Top-Favoriten holen sich den Carambol-Titel zurück
Andreas Efler und Andreas Felser vom Billard Club Elite Wien haben sich bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften im Biathlon-Teambewerb (Kombination der Carambol-Disziplinen Dreiband und 5-Kegel-Billard) den Titel zurückgeholt. Die Bewerbe wurden erstmals im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien ausgetragen und boten spannende Entscheidungen bis zum Finale.
Dabei verlief der Turnierstart für die Topfavoriten alles andere als nach Wunsch. Nach einer Auftakt-Niederlage in der Gruppenphase mussten Efler und Felser früh um den Aufstieg zittern, schafften diesen mit einem Sieg im zweiten Match aber doch noch als Gruppenzweiter.
Ab der K.-o.-Phase präsentierte sich das Duo dann in Bestform. Im Viertelfinale gelang gegen Heike Hingerl und Manfred Herfert die erfolgreiche Revanche für die Niederlage aus der Vorrunde, ehe im Halbfinale die Titelverteidiger Karl Makik und Thomas Haselsteiner mit 200:143 bezwungen wurden.
Im Endspiel warteten mit Alois Rötzer und Martin Vavra die Überraschungsfinalisten der Wiener Billard Assoziation. Eine starke Leistung von Andreas Efler im Dreiband verschaffte dem BC-Elite-Wien-Duo früh einen komfortablen Vorsprung, den Andreas Felser im 5-Kegel-Billard souverän verwaltete. Mit einem klaren 200:93-Erfolg sicherten sich die beiden verdient ihren zweiten Staatsmeistertitel im Team-Biathlon.
„Wir waren nach den Vorrundenergebnissen einerseits gewarnt und aufgerüttelt und haben andererseits gewusst, dass die K.-o.-Phase immer ein bisschen anders ist. Aus der Gruppenphase steigt man als Erster oder Zweiter auf, und im K.-o. zählt nur, das Match zu gewinnen. Dementsprechend hat Andreas im Dreiband, der ersten Disziplin, mir immer einen recht guten, recht hohen Vorsprung verschafft, und den konnte ich auch sehr konsequent verwalten, teilweise ausbauen und teilweise ein bisschen schrumpfen lassen, aber immer noch mit einem gewissen Blick darauf, dass das Match bei 200 vorüber ist“, sagte Felser.
Auch Efler zeigte sich nach dem Titelgewinn erleichtert: „Wir sind als Favoriten in das Turnier hineingegangen, aber das hat noch nichts zu sagen, wie man am ersten Tag gesehen hat. Da haben wir gleich einmal eine Partie verloren. Am Finaltag haben wir aber alles wettgemacht und sehr, sehr gut agiert und sehr gut gespielt. Die erstmalige Teilnahme von Carambol-Billard an den Sport Austria Finals ist ein Meilenstein, und ich hoffe, das wird öfter so sein. Da konnten wir uns wirklich als Sport präsentieren.“
Überraschungsfinalisten sorgen für Ausrufezeichen
Für die große Überraschung des Turniers sorgten Alois Rötzer und Martin Vavra. Das dritte Team der Wiener Billard Assoziation kämpfte sich nach einer starken K.-o.-Phase bis ins Finale vor und gewann damit die Silbermedaille.
Nach dem Aufstieg aus der Gruppenphase setzten sich Rötzer und Vavra zunächst gegen Gerhard Ralis und Christian Urbancic durch, ehe sie im Halbfinale auch ihre höher eingeschätzten Vereinskollegen Andreas Simperler und Herbert Sedlak ausschalteten. Erst im Finale mussten sie sich den Favoriten Efler/Felser geschlagen geben.
„Es war total überraschend, dass wir uns diese Silbermedaille erspielen konnten. Wir hatten uns nur überlegt, dass wir die Gruppenphase schaffen wollten. Alles Weitere war einfach nur eine Draufgabe für uns. Als Team haben wir perfekt funktioniert“, sagte Rötzer.
Vavra ergänzte: „Gegen Andreas Felser gerät man im Kegel-Billard sehr oft in Rückstand. Ich habe es probiert, bin aber sehr schwer ins Spiel gekommen. Wir sind trotzdem überglücklich. Es war auch nicht zu erwarten, dass wir überhaupt die Silbermedaille holen würden.“
Erfolgreiche Finals-Premiere für das Biathlon-Teamformat
Das Biathlon-Teamformat verbindet die Carambol-Disziplinen Dreiband und 5-Kegel-Billard. Jeder Dreibandpunkt wird dabei mit dem Faktor vier multipliziert, ehe nach 100 Punkten in die zweite Disziplin gewechselt wird. Sieger ist jenes Team, das als erstes 200 Punkte erreicht.
Mit zwölf Teams war das Teilnehmerfeld bei den dritten Staatsmeisterschaften größer als je zuvor. Die erstmalige Austragung im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien unterstrich das wachsende Interesse an diesem noch jungen Bewerb, der seit der Saison 2023/24 im Teammodus ausgetragen wird.
