Bärenthaler-Festspiele: Laser Run wird zur Familiensache
Die tausenden Finals-Fans, die bei Kaiserwetter am Fronleichnamsfeiertag auf den Rathausplatz strömten, staunten beim Blick auf die Ergebnistafel des Laser Runs nicht schlecht.
Gleich dreimal tauchte in der Allgemeinen Klasse der Herren der Name Bärenthaler in den Medaillenrängen auf. Tatsächlich war der Kombinationssport aus Laufen (5x600m) und Schießen (mit Laserpistole) fest in der Hand des Geschwister-Trios aus der Steiermark.
Drei Brüder am Stockerl
Der älteste im Bunde, Florian Bärenthaler (22), sicherte sich nach einer überlegenen Vorstellung in 10:54,70 min. die Goldmedaille. Dahinter folgte – erwartungsgemäß – Stefan Bärenthaler (20) mit 13,30 Sekunden Rückstand. Überraschend auf Bronze lief Christof Bärenthaler (+01:33,40). Der jüngste der drei Brüder meldete sich nach einer rund einjährigen Wettkampfpause zurück und komplettierte das “Familien-Podium”.
Nach den “Bärenthaler-Festspielen” gab’s bei der Siegerehrung nur ein Thema. “Dass ich mit meinen Brüdern am Podest stehen kann, ist unglaublich”, freute sich Sieger Florian, der auch gleich das Geheimnis des Erfolgs ausplauderte. “Wir trainieren zusammen und wissen daher genau, wie stark wir sein müssen, um ganz vorne zu stehen. Dennoch ist es unglaublich, dass es für meinen kleinen Bruder bei seinem Comeback so gut funktioniert hat.”
“Dass es heute so aufgeht, hätte ich mir nicht erträumen können. Ich bin stolz auf mich und meine Geschwister”, jubelte der Überraschungsmann.
Die drei Medaillengewinner betonten aber auch, von der Stimmung am Rathausplatz getragen worden zu sein. Silbermedaillengewinner Stefan: “Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als zuhause so ein Publikum zu haben. Man hat die Tröten gehört, die Leute haben Vollgas gegeben. Das war eine immense Unterstützung.” Florian fügte hinzu: “Es war unglaublich toll, in diesem Ambiente zu laufen. Die Leute haben uns gepusht.”
Axmann über alle Zweifel erhaben
“Etwas ganz Besonderes” war die Kulisse im Herzen Wien auch für Lisa Axmann. Die Top-Favoritin ließ im Damen-Bewerb keine Zweifel über den Sieg aufkommen und lief in 13:37,80 min. als Erste durchs Ziel. “Aber gerade beim ersten Schießen habe ich die Nervosität stark gespürt – es waren so viele Fans, Freunde und Familie da”, so die Athletin des HSV Wiener Neustadt.
Die Sport Austria Finals waren für Axmann ein letzter Test vor dem Weltcup-Start in Budapest in der kommenden Woche. Ziel ist die Qualifikation für das Semifinale.
Spannend wurde es auf dem Rathausplatz im Kampf um die Plätze hinter Axmann. Anais Suchanek (+02:08,60) von der Lycée Français de Vienne lief unter großem Jubel ihres Fanclubs zu Silber. “Es fühlt sich mega an. Ich bin richtig glücklich und dankbar, was für eine Erfahrung!” Von der Stimmung zeigte sich die junge Athletin überwältigt. “Es war so viel los, die Energie war super. Das hat mir extrem geholfen und beim Laufen einen Schub gegeben.”
Rang drei bei den Damen ging an Birgit Sußmann (+02:41,90).
