Laufen gegen den Knock-Out: “Die Hax’n waren einfach gut”
Der Trend hin zu kürzeren Formaten für etablierte Sportarten machte zuletzt auch von Orientierungslauf nicht halt. Am Donnerstag feierte der Knock-Out-Sprint Premiere.
Das Beste am neuen Modus: Jede Läuferin und jeder Läufer hat die Chance, ganz nach oben zu laufen und sich den erstmals vergebene Staatsmeisterschaftstitel zu sichern.
“Der Orientierungslauf kann dadurch in die Städte gehen. Es ist eine Chance für unsere Sportart, gesehen zu werden”, erklärte Tina Tiefenböck. Lukas Novak ergänzte: “Es ist leicht nachvollziehbar. Wer als Erster ins Ziel kommt, gewinnt.”
Grundlage für die “K.o.-Phase”, die am Nachmittag im Herzen Wiens rund um den Rathausplatz stattfand, war der zu Mittag ausgetragene Sprint-Bewerb. Dort holten sich Jasmin Gassner – vor Anna Smikovics und Tiefenböck – sowie Nicolas Kastner – vor Novak und Moritz Czech – die Goldmedaillen.
In den folgenden Heats und Semifinals wurden die Karten aber dann gänzlich neu gemischt. Schlussendlich standen sich die besten sechs Damen und Herren im Finale gegenüber. In einem packenden Finale übertrumpften die Zweitplatzierten aus dem Sprint-Bewerb die Führenden noch.
Die Zweiten werden die Ersten sein
Bei den Damen gewann somit Simkovics. “Ich habe mir am Start gedacht, dass ich heute Geschichte schreiben kann. Es war der Wille, der mich am Ende zum Sieg getragen hat”, jubelte die Athletin des OLC Wienerwald. Die Taktik? “Es war technisch anspruchsvoll. Ich habe durch bessere Routen Zeit gut gemacht und voll durchgezogen.”
Auf Rang zwei lief Tiefenböck. “Ich bin sehr happy mit meinem Lauf, auch wenn ich physisch nicht ganz so stark war, wie Anna.”
Bei den Männern hing sich Novak die K.o.-Goldmedaille um. “Ich habe mir schon lange vorgenommen, Staatsmeister zu werden. Meine Hax’n waren einfach gut.”
Kastner zeigte sich im Gegenzug als fairer Verlierer. “Lukas ist physisch ein Level über mir. Ich habe versucht, das Tempo hochzuhalten, aber irgendwann hat er mich dann eingeholt.”
