Bei den Kegeln-Staatsmeisterschaften in der Allgemeinen Klasse stehen die Halbfinal-Paarungen fest. Titelverteidiger Matthias Zatschkowitsch gibt sich im Einzel Classic-Bewerb im Rahmen der Sport Austria Finals powered Österreichische Lotterien keine Blöße und gewinnt im Viertelfinale gegen Markus Vsetecka klar mit 3:1 (611:556).
Der Vize-Europameister von 2025 trifft nun im Halbfinale auf Quali-Sieger Philipp Vsetecka. In der zweiten Halbfinal-Paarung kämpfen Martin Rathmayer und Markus Baumgartner um den Finaleinzug.
Bei den Damen kommt es im Viertelfinale zur Neuauflage des Vorjahres-Finales. Dieses Mal kann Monika Nguyen allerdings den Spieß umdrehen und Sophie Windhofer in die Knie zwingen. Die Titelverteidigerin und Quali-Siegerin verliert mit 2:3 (530:563). Nguyen trifft im Halbfinale auf Jessica Gutscher.
Das zweite Halbfinale bestreiten Lisa Vsetecka und Ramona Lienbacher. Alle Spiele finden am Sonntag ab 9:30 Uhr in der Silberstadtarena, Hötting West statt.
Eine Geschichte, die nur der Sport schreibt: Der erst zehnjährige Fabian Seraji skatete bei den Staatsmeisterschaften im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien in der allgemeinen Klasse sensationell zu Silber. Geschlagen wurde das „Wunderkind“ in Innsbruck nur von dem um 19 Jahre älteren Fabian Trojer. Bei den Damen durfte indes Favoritin Julia Placek wie schon im Vorjahr über den Titel jubeln.
Nicht einmal drei Punkte fehlten Seraji am Samstagnachmittag zum ganz großen Coup. Im anschließenden Interview zeigte sich der Wiener ebenso abgebrüht wie auf den Rampen und Hindernissen des Innsbrucker Skateparks. „Ich bin sehr zufrieden mit Platz zwei. Ich bin ja noch sehr jung und habe viel Zeit, den Titel zu holen“, erklärte Seraji, der bereits im Alter von drei Jahren das Brett mit zwei Achsen und vier Rollen für sich entdeckt hatte.
Silbermedaille schmückt Kinderzimmer
„Damals haben mir meine Eltern ein Board geschenkt. Es hat mir von Beginn an Spaß gemacht und ich bin schnell immer stärker geworden.“ Die Silbermedaille wird ab sofort sein Kinderzimmer schmücken, viele weitere Preise sollen zukünftig noch dazukommen.
Eines der größten Talente der Szene träumt im Alter von zehn Jahren bereits groß: „Ich will zu den Olympischen Spielen und Gold gewinnen. Oder auch bei den X-Games.“ Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, ab Montag wartet für den Gymnasiasten wieder der normale Schulalltag.
Auch Staatsmeister Trojer zeigte sich von dem Ausnahmetalent beeindruckt. „Es ist ein Wahnsinn, was er abliefert. Richtig Klasse, wie schnell er die Tricks lernt und abrufen kann.“ Er selbst war nach seinem ersten Titel auf der größten nationalen Bühne überwältigt. „Es fühlt sich superlässig an, ganz oben zu stehen. Ich freue mich irrsinnig, dass es heute geklappt hat“, meinte der 29-Jährige. Die Bronzemedaille ging an Vitus Traun.
Favoritin setzt sich klar durch
Bei den Damen wurde Julia Placek ihrer Favoritenrolle gerecht. Sie verwies Alisa Fessl und Viktoria Kapuscinski auf die Plätze zwei und drei und verteidigte souverän den Titel vom Vorjahr. „Genauso wie letztes Jahr konnte ich wieder gute Runs abliefern. Im ersten Run bin ich ein wenig auf Sicherheit gefahren, im zweiten habe ich dann alles auf eine Karte gesetzt. Und das hat sich ausgezahlt“, analysierte Placek.
In Österreichs Skateboard-Bubble gilt die 2006 geborene Athletin als größte Nachwuchshoffnung. Bei den European Youth Olympic Festival 2023 in Maribor sammelte sie schon erste olympische Erfahrungen, diese sollen bald erweitert werden. „Olympia 2028 wäre ein tolles Ziel für mich.“
Nach dem Erfolg am Freitag ging es im Sportzentrum Rum auch am Samstag zur Sache. Bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften der Damen im Gewichtheben im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien standen die Entscheidungen in den Gewichtsklassen -53 kg, -58 kg, -77 kg und bis 86 kg auf dem Programm.
Wie erwartet setzte sich Anja Steidl in der leichtesten Gewichtsklasse durch. Sie gewann mit 126 Kilogramm im Zweikampf vor Juliane Maderegger, die es auf 100 Kilogramm schaffte.
In der Klasse -58 kg entwickelte sich wie erwartet ein packender Zweikampf zwischen Verena Vaculik und Elisabeth Riegler. Vaculik hatte mit 147 Kilogramm um drei Kilogramm das bessere Ende für sich.
Bis 77 kg feierte Nationaltrainerin Victoria Hahn einen weiteren Staatsmeistertitel. 185 Kilogramm bedeuteten einen souveränen Sieg vor Ines Riffelsberger (164 kg) und Susanne Stückler (146 kg).
Bis 86 kg setzte sich Ex-Bobfahrerin Stefanie Waldkirchner mit 175 Kilogramm wie erwartet vor Victoria Dworschak (160 kg) durch.
Hochspannung im Finale der Österreichischen Meisterschaft im Para-Tischtennis im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien. Im Mannschaftsbewerb im Rollstuhl-Tischtennis entwickelte sich ein packendes Duell – mit dem besseren Ende für Kärnten.
Vier Teams (Kärnten, Oberösterreich, Tirol 1, Tirol 2) waren am Samstag in der Volksschule Reichenau am Start. Spannend wurde es bereits in der Vorrunde – das System: Jeder gegen jeden, die Top-2 kamen ins Finale. Tirol 1 (Gottfried Gratz, Helmut Reiter), Kärnten (Henrik Andersson, Oliver Teuffenbach) und Oberösterreich (Marc Graf, Hans Ruep) hielten bei jeweils zwei Siegen und einer Niederlage, die gewonnenen Matches mussten herangezogen werden. Tirol 1 und Kärnten bildeten das Finale, Oberösterreich und Tirol 2 spielten um Platz drei.
Die Match-Reihenfolge: Zwei Einzel, dann Doppel, zum Abschluss die restlichen Einzel. Wer zuerst drei Siege auf dem Konto hat, gewinnt. Nach den ersten Einzeln stand es 1:1 – Andersson bezwang Reiter, Gratz gewann gegen Teuffenbach. Somit sollte das Doppel für die Vorentscheidung sorgen, es entwickelte sich ein packender Schlagabtausch. Die Tiroler Lokalmatadoren vergaben beim Stand von 2:1 in Sätzen und 10:8 zwei Matchbälle, Kärnten gelang der Satzausgleich. Im Entscheidungssatz machten Andersson/Teuffenbach das Comeback perfekt und gingen mit 2:1 Matchsiegen in Führung.
Das nächstgereihte Einzel (bei den letzten beiden Einzeln hat je nach Setzung ein Spiel „Vorrang“) war Andersson gegen Teuffenbach. Der 28-jährige Wiener Andersson, der für Kärnten spielt, baute am Ende eines langen und intensiven Spieltags immer mehr Druck auf und sorgte schließlich für den entscheidenden Sieg. Das letzte Einzel musste deshalb nicht mehr zu Ende gespielt werden, Kärnten (Andersson/Teuffenbach) jubelte über den Österreichischen Meistertitel im Mannschaftsbewerb.
„Ausschlaggebend war mit Sicherheit das Doppel, als wir zwei Matchbälle abgewehrt und das Comeback geschafft haben. Danach waren wir sehr zuversichtlich“, jubelte Teuffenbach. Andersson ergänzte: „Es ist richtig geil! In der Halle war es den ganzen Tag sehr warm, wir haben viele Matches gespielt und waren ausgelaugt. Sehr cool, dass wir bei den Sport Austria Finals dabei sein können und den Titel geholt haben.“
Besonderes Highlight für die beiden Sieger: Die Siegerehrung am Landestheater-Vorplatz. „So eine große Bühne zu bekommen ist für uns sehr speziell. Einfach schön.“
Im kleinen Finale setzte sich Oberösterreich gegen Tirol 2 durch und holte Rang drei.
Um ein Haar hätte es bei den Wakeboard-Staatsmeisterschaften eine faustdicke Überraschung gegeben. Nur vier Punkte fehlten Rosa Pacher am Ende auf Seriensiegerin und Dominatorin Mariella Flemme, die im zweiten Run nochmal ihr ganzes Können auspacken musste, um ihren sechsten Staatsmeistertitel in Serie einzufahren.
„Ich habe schon sehr gehofft, dass es sich heute ausgeht“, sagte die erst 17-Jährige und fügte mit einem Grinsen hinzu: „Ich möchte Mariella schon gerne überholen und auch einmal am obersten Stockerl stehen. Ich schaue, dass ich so nah wie möglich an sie rankomme. Dieses Mal war es schon sehr nahe, vielleicht klappt es dann im nächsten Jahr.“
Pacher machte Flemme nervös
Pacher, die noch zur Schule geht und kommendes Jahr maturiert, war bei den diesjährigen Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien schon auf Augenhöhe mit der Weltranglisten-Zweiten. 2024 gewann Flemme noch mit über 18 Punkten Vorsprung, dieses Mal waren es lediglich vier. Pacher legte einen starken zweiten Run (49,67 Punkte) hin, setzte sich sogar vor Flemme an Rang eins und die Top-Favoritin damit unter Druck.
„Ich war vor dem zweiten Run schon etwas nervös, weil ich wusste, dass ich etwas drauflegen muss. Aber ich habe geschaut, dass ich fokussiert bleibe und mich auf die Tricks konzentriere. Das hat gut geklappt“, war Flemme nach ihrem Sieg (53,67 Punkte) erleichtert. Dass Pacher wieder eine heiße Podiums-Kandidatin sein würde, war spätestens nach ihrem Quali-Sieg klar. Ihre Performance im Finale hat aber selbst die Fachleute überrascht.
Der Traum vom Profi
„Wir haben schon gewusst, dass Rosa Gas gibt, aber dass sie so Gas gibt, hat mich selbst etwas überrascht. Mit Rosa ist jetzt wieder eine da, die von hinten nachdrängt“, freute sich Wakeboard-Sportdirektor Michael Krikula, der die Steirerin schon in diesem Jahr immer mehr in der allgemeinen Klasse einsetzen wird. „Wir haben entschieden, sie zur EM mitzunehmen. Das ist ein wichtiges Signal an sie. Sie wird nächstes Jahr mit der Schule fertig und hat dann noch mehr Zeit fürs Wakeboarden. Da ist auf jeden Fall einiges möglich.“
Das sieht auch Pacher selbst so, die Flemme als ihr Vorbild bezeichnet und ehrgeizige Ziele verfolgt. „Ich will im Sport einfach weiterkommen und regelmäßig bei Welt- und Europameisterschaften dabei sein. Es war immer mein Traum, Profi zu werden und da arbeite ich mich hin.“ Dass sie am besten Weg dorthin ist, hat sie mit ihrer Leistung bei den Sport Austria Finals eindrucksvoll untermauert.
Sport, Sport und noch mehr Sport. Die Reise zu den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien (18. bis 22. Juni 2025) war für ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer ein voller Erfolg. Bereits am Freitagabend schaute der Oberösterreicher beim Hütten-Abend von Turnsport Austria vorbei, traf dort auf ÖOC-Vorstandsmitglied Gaby Jahn.
Am Samstagvormittag startete Nussbaumer seinen Finals-Tag im Tivoli Bad, wo die Mannschaftsmeisterschaften im Schwimmen über die Bühne gingen und zahlreiche Rekorde purzelten. Weiter ging’s zur XXL-Bühne am Landestheatervorplatz im Herzen der dreifachen Olympia-Stadt, wo der 54-Jährige gemeinsam mit OSV-Präsident Arno Pajek die schnellsten Schwimmer:innen ehrte.
„Diesen Spirit brauchen wir“
„Sport Austria-Präsident Hans Niessl spricht immer von den Spielen – und genau das ist es. Bei den Finals finden unglaublich viele Sportarten statt, diesen Spirit brauchen wir“, so Nussbaumer, der mit Ringen und Taekwondo in der Olympiaworld, der neuen Olympia-Sportart Squash und Rhythmische Gymnastik bei weiteren Wettkämpfen von olympischen Fachverbänden vorbeischaute.
Aber nicht nur das, der ÖOC-Präsident wurde auch selbst aktiv, versuchte sich erfolgreich beim Bob-Anschub. Erkenntnis: Fitness-Level hoch, war Nussbaumer doch sogar schneller als Snowboard-Gesamtweltcupsieger und Vizeweltmeister Arvid Auner. Beim Interview im Finals-Studio waren dann neben Österreichs größter Multisport-Veranstaltung auch der Nachwuchs („Wäre ich Politiker, würde ich alles in die Kinder und Jugend investieren!“) und natürlich die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand Cortina ein Thema.
Parallelen zu Mailand/Cortina
Die Parallelen zu den Finals liegen für den ehemaligen Weltklasse-Ruderer – Nussbaumer war als Athlet selbst drei Mal bei Olympia am Start – auf der Hand. „Auch Mailand Cortina 2026 wird ein unglaubliches Sportfest, die Organisationskomitees sind da und dort mit großem Eifer dabei und stellen sich den Herausforderungen. Bei den Finals ist das sicher die Vielzahl an Wettkämpfen in nur vier Tagen, in Italien ist es die Topographie mit Bergen und Tälern, mit sechs Clustern in drei verschiedenen Verwaltungsregionen.
Aber ich bin überzeugt, dass es dennoch tolle Olympische Winterspiele werden.“ Mit hoffentlich vielen Fans aus Tirol und ganz Österreich. „Diese Chance gibt es nicht oft, dass man Olympische Spiele nur wenige Kilometer entfernt hat. Wir wissen, dass sich viele Österreicher:innen schon ihre Tickets gesichert haben und dabei sein werden. Und im Austria House in Cortina werden sich ganz viele Unternehmen präsentieren und die Bühne Olympische Spiele für sich nutzen können“, blickt Nussbaumer nach vorne.
Diese Premiere war ein voller Erfolg! Denn die erstmalige Teilnahme von Boccia bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien bot Spannung bis zum Schluss – und brachte einen Vorarlberger Doppelsieg. Denn im Finale der Österreichischen Zweier-Staatsmeisterschaft setzten sich Othmar und Simon Klaus vom Bocciaclub Hard gegen ihre Teamkolleg:innen Andrea Steininger und Günther Baur mit 8:7 durch.
Die Entscheidung um Gold fiel erst auf der allerletzten Kehre zugunsten des Vater-Sohn-Duos, das sich danach emotional zeigte. „Dieser Titel ist ganz besonders! Erstmals bei den Sport Austria Finals dabei, dann auch noch mit meinem Sohn hier den Titel zu holen. Das wird uns ewig in Erinnerung bleiben“, verdrückte Othmar Klaus die eine oder andere Träne.
Finals-Premiere macht Lust auf mehr
Die Verlierer:innen nahmen es sportlich: „Es war ein langer, intensiver Wettkampf für uns mit insgesamt sechs Spielen. Leider konnten wir im Finale nicht mehr an unsere Leistungen aus der Gruppenphase anknüpfen, aber es war dennoch ein erfolgreicher Tag für uns als Team und für unseren Verein.“
Platz drei ging an Beate Reinalter und Niki Natale, Boccia-Weltmeister 2010, vom ESK Tivoli. „Es war heute nicht unser Tag, aber diese Finals-Premiere macht Lust auf mehr. Hoffentlich können wir im nächsten Jahr mit unserer Sportart auch wieder mit dabei sein!“
„Wir werden nächstes Jahr zurückschlagen!“ Das waren die Worte von Jan Lattner nach der Finalniederlage im Vorjahr. Gesagt, getan: Mit einer fulminanten Leistung im Endspiel besiegten die Crocodiles Innsbruck die Adler aus Kitzbühel mit 9:4 und krönten sich bei den Sport Austria Finals zum Staatsmeister im Inline Hockey. Die Bronzemedaille blieb ebenfalls in Tirols Landeshauptstadt und ging an die Warriors.
Bereits in der Gruppenphase untermauerten die Crocodiles mit drei Erfolgen ihre Favoritenrolle. Im Endspiel ließen sie sich durch einen frühen Rückstand nach zehn Sekunden nicht beirren, behielten die Ruhe und feierten in der zweiten Hälfte ein wahres Schützenfest. „Ich bin überglücklich, dass wir es diesmal geschafft haben. Riesenkompliment an die ganze Mannschaft. Wir sind eine große Familie, und das haben wir heute eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, verriet Lattner die Siegesformel.
Auch Finalisten zufrieden
Die Kitzbüheler haderten verständlicherweise mit der zweiten Spielhälfte. Maximilian Mackner – Doppeltorschütze im Finale – machte „fehlende Konsequenz in der Defensive sowie zu wenig Effizienz in der Offensive“ für den mageren zweiten Spielabschnitt verantwortlich. Silber sei dennoch als Erfolg zu bewerten. „Wir haben trotzdem ein gutes Turnier gespielt. Ich bin zufrieden mit unserer Darbietung.“
Bestückt waren beide Finalteams mit zahlreichen Eishockey-Profis, die in der Sommerpause die Kufen durch Rollen ersetzen. „In den Sommermonaten spiele ich sehr gerne Inline Hockey. Im Endeffekt kommt wieder ein Teil der Eishockey-Community zusammen“, erzählte Mackner. Selbige Eindrücke schilderte auch Lattner: „Ich liebe es, Inline Hockey zu spielen. Es ist eine super Zeit, mit meinen Freunden zusammenzuspielen.“
Im Winter ist der Skibob zuhause, doch kann er in Zukunft auch im Sommer Heimat finden? Diese Frage kam im Rahmen der Staatsmeisterschaften bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien in Innsbruck immer wieder auf und wurde zwischen den Sportlern heiß diskutiert. Eines ist jedenfalls unbestritten: Um den Sport vom Schnee auf den Asphalt zu übertragen, müssen Strukturen verändert und gewisse Risiken in Kauf genommen werden.
Die Austragung im Sommer befindet sich erst in den Anfängen. Wettkampfmäßig geboren wurde die Idee im vergangenen Jahr bei den Sport Austria Finals, bis zu den diesjährigen Wettkämpfen gab es keine weiteren. Ein Umstand, der eine Sportart maximal stagnieren aber keinesfalls entfalten lässt. Im Verband und dessen Umfeld ist dennoch eine Aufbruchstimmung der sommerlichen Zukunft zu vernehmen. Auch weil die Anzahl der Teilnehmer:innen und die Interessenten progressiv steigen.
Entwicklung schreitet langsam voran
„Es hat auf jeden Fall Potenzial. Wir werden jedes Jahr mehr. Heuer waren in Innsbruck mehr als doppelt so viele Leute am Start wie letztes Jahr“, erklärte Martin Knapp. Der frischgebackene Staatsmeister gilt als einer der Pioniere im Skibob, nimmt bewusst Risiken in Kauf und verschiebt damit Grenzen. „Im Materialsektor wird extrem viel getüftelt. Da geht einiges weiter und das wird es auch in Zukunft.“
Knapp war bei den Staatsmeisterschaften am Donnerstag der einzige im Starterfeld, der sich den Bergisel mit Inline-Skatern anstatt von Schuhen „hinunterstürzte“. Trotz eines Missgeschicks kurz vor der Ziellinie distanzierte er die Konkurrenz um viereinhalb Sekunden. Ein jeder Zuseher erkannte bei seinem Lauf einen Geschwindigkeitsüberschuss im Vergleich zum Rest, die Fahrt wirkte spektakulärer und actionreicher.
Auch der zweitplatzierte Roland Wlezcek sieht für den Sommer ein „riesiges Potenzial“. Dem Niederösterreicher ist aber ebenso klar, dass es Veränderungen und Verbesserungen der Austragung betreffend benötigt, um die Attraktivität und die Sichtbarkeit des Sports zu erhöhen. „Wir sind am Überlegen, ob wir uns neu erfinden“, stellte Wlezcek klar und hatte auch schon einen präzisen Verbesserungsvorschlag parat: „Man kann beispielsweise auch Stangen in den Kurs setzen.“
Problematisch sieht er die zwei Flügel im Verband. Das eine Lager vertritt die Meinung, dass Skibob auf den Schnee gehöre. Andere seien der Meinung, dem Ganzen müsse eine faire Chance gegeben werden. „Ich sage ganz klar: Probieren wir es“, stellte Wlezcek klar.
Sorge um Zukunft
Die Frage, in welche Jahreszeit der Skibob gehört, könnte sich schon bald gar nicht mehr stellen. Stichwort: Klimawandel. Roland Fritsch, Präsident des Österreichischen Skibobverbandes, macht sich große Sorgen um die Zukunft „seiner“ Sportart im Winter. Denn noch knapper als die finanziellen Ressourcen, die der ÖSBV als kleiner Verband einer Randsportart zur Verfügung hat, sind jene der Natur.
„Es wird mit den Pisten im Winter immer schwieriger und das wird sich aufgrund des Klimawandels auch nicht mehr ändern“, betont Fritsch realistisch. „Das kannst du dann nur mehr mit Geld kompensieren und da können wir als kleiner Verband nicht mehr mithalten“, sagte Fritsch.
Nach der Katastrophen-Saison 2023/24, wo aufgrund akuten Schneemangels nur an zwei Orten Weltcup-Rennen stattfinden konnten, war es in der abgelaufenen Saison zwar besser, von einer Entspannung kann aber keine Rede sein. Umso wichtiger ist es deshalb, sich um Alternativen zu bemühen. Und die aktuell wohl einzig realistische dürfte der Sommer sein.
Im Crosstriathlon-Bewerb bei den Sport Austria Finals 2025 powered by Österreichische Lotterien gab es beim Zieleinlauf die erwarteten Siegergesichter. Sowohl bei den Herren als auch bei den Damen setzten sich die Favorit:innen souverän durch.
Titelverteidiger Marcel Spandl lag im Ziel über vier Minuten vor dem Zweitplatzierten David Zechleitner und feierte seinen dritten Staatsmeistertitel in Folge. Dritter wurde Johannes Sommer. „Es war ein Traum-Rennen vor einer Traum-Kulisse. Die Nordkette im Hintergrund, die tollen Leute an der Strecke – einfach ein Traum“, jubelte der Steirer, der sich trotz des Hattricks richtig freute.
Wasle erneut nicht zu schlagen
„Sowas wird nicht langweilig. Ich freue mich jedes Mal aufs Neue und bin auch stolz. Ich werde auch nicht jünger“, so der 37-Jährige. Auch Carina Wasle hat für eine Sportlerin schon ein etwas fortgeschritteneres Alter erreicht. Das hinderte die Tirolerin aber nicht, erneut zu zeigen, dass sie immer noch Österreichs beste Crosstriathletin ist.
Die 40-Jährige gewann bei ihrem ersten Crosstriathlon dieses Jahres mit 2:37 Minuten Vorsprung auf Jacqueline Jauk ihren fünften Staatsmeistertitel in Serie. Rang drei ging an Monika Dorfner. „Ein Staatsmeistertitel ist immer etwas Besonderes, noch dazu zu Hause. Es war heute ein perfektes Rennen von mir. Man geht als Favoritin an den Start und hat schon Druck. Aber ich habe von Anfang an geführt – es ist alles aufgegangen.“
Bedingungen nahezu perfekt
Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, wo die Bedingungen auf der Innsbrucker Freizeitanlage Rossau (Baggersee) aufgrund von Dauerregen und Temperaturen von nur neun Grad äußerst schwierig waren, war es dieses Mal nahezu perfekt. Knapp 30 Grad und strahlender Sonnenschein ermöglichten ein optimales Rennen.
„Das Beste ist: Ich muss heute das Rad nicht waschen“, lachte Spandl. „Aber im Ernst: Die heutigen Bedingungen sind natürlich einfacher. Es rollt besser, man muss beim Radln nicht so aufpassen und hat einfach ein schönes Rennen.“
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