Finals öffnen Bühne für neue Sportwelten
Die Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien wachsen weiter und feiern von 3. bis 7. Juni 2026 in Wien ihre bisher größte und vielfältigste Ausgabe. Urbane Actionsportarten wie BMX Racing, Scootering und Roller Derby bis hin zu traditionellen Disziplinen wie Judo, Faustball oder Billard mit modernen Formaten bringen frischen Wind in das Programm von Österreichs größtem Multisportevent, bei dem rund 7.000 Athlet:innen in 46 Sportarten um Titel, Medaillen und Bestleistungen kämpfen.
„Die Sport Austria Finals sollen den österreichischen Sport in seiner ganzen Breite zeigen. Deshalb ist es wichtig, immer wieder neuen Sportarten die Chance zu geben, sich auf großer Bühne zu präsentieren. Neue Sportarten bringen neue Communities, neue Geschichten und zusätzliche Begeisterung zu den Finals. Diese Entwicklung wollen wir konsequent weiter vorantreiben“, erklärt Sport Austria-Präsident Hans Niessl.
Adrenalin trifft Kreativität
In Vösendorf, vor den Toren Wiens, wird BMX Racing auf einer der traditionsreichsten Anlagen Österreichs ausgetragen. Acht Fahrer:innen starten gleichzeitig, jagen über Sprünge und Steilkurven, die schnellsten vier kommen weiter. „BMX Racing ist im Grunde Motocross auf dem Rad: schnell, direkt, spektakulär“, sagt BMX-Referatsleiter Karl Kager. Für die Szene seien die Finals eine große Chance, „eine olympische Disziplin wieder stärker ins Rampenlicht zu rücken“. Athletin Lena Bauer ergänzt: „Beim BMX entscheidet oft ein einziger Moment. Genau dieser Mix aus Adrenalin, Präzision und vollem Risiko macht den Sport für mich so faszinierend.“
Auch Scootering steht für eine junge und stark vernetzte Szene. In kurzen Runs präsentieren die Athlet:innen ihre besten Tricks, bewertet werden Schwierigkeit, Kreativität, Style und die Nutzung des Parks. Während die Disziplin Street von Stiegen, Rails und technischen Tricks lebt, geht es im Park mit Sprüngen und Flips spektakulär in die Höhe. „Scootering vereint Freiheit und Kreativität. Jeder entwickelt einen eigenen Stil und genau das macht die Szene so besonders“, sagt Nationaltrainer Tobias Bayer.
„Wiener Derby“ auf Rollen
Körperbetont geht es beim Roller Derby zur Sache. Zwei Teams bestehend aus fünf Athlet:innen treten auf einer ovalen Bahn gegeneinander an und versuchen, durch das Überrunden gegnerischer Spieler:innen Punkte zu sammeln. Eine Jammerin – erkennbar am Stern auf dem Helm – kann punkten, indem sie die vier Blocker:innen des gegnerischen Teams überrundet. Die Blocker:innen versuchen indes mit legalen Bodychecks, Schubsern und taktischem Stellungsspiel genau das zu verhindern. „Roller Derby ist schnell, strategisch und unglaublich intensiv“, sagt Jacqueline „Chucky“ Baumgartner. „Von außen wirkt es oft chaotisch, aber hinter jedem Block und jeder Bewegung steckt unglaublich viel Taktik.“
Neben diesen jungen und urbanen Sportarten bekommen bei der Wien-Premiere auch traditionsreiche Disziplinen eine neue, zusätzliche Präsentationsfläche. Judo, Faustball und Billard zeigen moderne Wettkampfformate und präsentieren sich dabei näher am Publikum als je zuvor.
Zwischen Tradition und Innovation
Österreichs besten Judoka wird eine große Bühne geboten. Am Rathausplatz, dem zentralen Dreh- und Angelpunkt der Finals, wird um Gold, Silber und Bronze im olympischen Mixed-Teambewerb gekämpft. Bei diesem bilden jeweils drei Frauen und Männer unterschiedlicher Gewichtsklassen ein Team. „Das Mixed-Team ist ein moderner und attraktiver Bewerb, der perfekt zu den Finals passt“, sagt Judoka Jael Wernert. „Es geht um Teamgeist, Dynamik und Spannung bis zum letzten Kampf.“
Ähnlich kompakte Action bietet Faustball im Zwei-gegen-zwei. Das kleinere Feld und die reduzierte Spieler:innenzahl – drei pro Team weniger als im klassischen Format – machen den Sport dynamischer und publikumsnäher. „Mit dieser Spielidee können wir Faustball näher zu den Menschen bringen“, sagt Generalsekretär Hannes Dinböck. „Es ist kompakter, gleichzeitig aber auch schneller und dynamischer und somit perfekt für ein Multisportevent.“ Spieler Manuel Beck vergleicht die Variante mit kleinerem Feld und niedrigerer Leine mit dem Beachvolleyball: “Zwei gegen zwei, hohe Intensität und viele spektakuläre Aktionen.” Neben der Titelentscheidung in der Sporthalle Eibesbrunnergasse wird es auch ein Show-Match mit Sportstaatssekretärin Michaela Schmidt am Rathausplatz geben.
Auch im Billard kommt eine weitgehend unbekannte Variante zur Austragung: Karambol – gespielt auf Tischen ohne Löcher. Mit drei Bällen geht es um Präzision, Winkelgefühl und Konzentration. Ziel ist es, mit dem eigenen Spielball nacheinander die beiden anderen Bälle zu treffen und so Punkte zu erzielen. „Viele kennen Billard nur mit Löchern, wie beim Snooker oder Pool. Karambol ist aber die traditionsreichste Form unseres Sports, die erste die in Österreich gespielt wurde“, erklärt Präsident Andreas Felser, selbst mehrfacher Staatsmeister.
Vier Premieren auf der Donauinsel
Zudem debütiert bei den Finals auch das olympische Gehen. Bei den Bewerben auf der Prater Hauptallee erhofft sich der Sport „viele Zuschauer, spannende Wettkämpfe und weitergehend mehr Sichtbarkeit in Österreich“, verrät Athletin Theresia Mohr.
Auf der Donauinsel treffen traditionelle und moderne Wassersportarten aufeinander. Bei der Ruder-Premiere geht es im Sprintformat über 350 Meter um Tempo, Intensität und taktisches Timing, ebenfalls mit Olympia-Kandidat:innen wie Lara Tiefenthaler.
Nur wenige Ruderschläge flussaufwärts präsentiert der Segelverband hinter der Steinspornbrücke beziehungsweise vor der spektakulären Kulisse der Donaucity mit WingFoil die moderne Seite des Wasser-und-Windsports. Die Athlet:innen gleiten scheinbar schwerelos und in der Disziplin Racing über die Neue Donau, im Freestyle heben sie sogar ab. Im Rafting ist indes volle Präzision gefragt, wenn sich Viererteams auf der einzigen künstlichen Wildwasseranlage Österreichs durch Wellen und Tore kämpfen.
Eines ist klar: Bei den Sport Austria Finals werden Anfang Juni nicht nur Titel vergeben, sondern die ganze Vielfalt des österreichischen Sports sichtbar gemacht. Mit zehn neuen Sportarten wächst das Multisportevent weiter und bringt neue Szenen, neue Geschichten und neue Communities auf die große Bühne.
