Vom Sportland zur Sportnation
“Österreich ist ein Sportland, aber noch keine Sportnation”, sagt Sport-Austria-Präsident Hans Niessl. Die Finals haben auch das Ziel, die Menschen wieder zu mehr Bewegung zu motivieren.
Am Mittwoch starten die Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien. Von 3. bis 7. Juni gibt Österreichs größte Multi-Sportveranstaltung gibt 7.500 Athlet:innen und 46 Sportarten einen Boost in Sachen Sichtbarkeit. Disziplinen, die das ganze Jahr über medial de facto unsichtbar sind, werden berichterstattet – teilweise zur Prime Time.
70 Prozent der Sportberichterstattung in Österreich entfällt auf die größten fünf Sportarten. Dass sich die übrigen Sportarten zumindest 30 Prozent des Kuchens teilen, liegt auch an Veranstaltungen wie den Sport Austria Finals. ORF Sport+ überträgt rund 25 Stunden live.
Wichtige Signalwirkung
Durch diese Sichtbarkeit setzen die Finals ein wichtiges Signal für die Gesellschaft. “Unser Ziel ist es, dass sich die Menschen in Österreich wieder mehr bewegen und zum Sport finden”, verdeutlicht Sport-Austria-Präsident Hans Niessl.
“Bei 46 Sportarten ist die Chance groß, dass für jedes Kind etwas dabei ist. Wir haben unser Ziel erreicht, wenn die Fans von den Finals nach Hause gehen und sich sagen: die Sportart, die ich gesehen oder ausprobiert habe, die schau ich mir jetzt einmal genauer an”, unterstreicht Staatssekretärin Michaela Schmidt.
Gerade der Sport biete Alternativen zum Bildschirm, so Schmidt. “Es gibt ein großes Interesse von uns allen, dass Kinder ihre Zukunft wieder am Sportplatz verbringen und nicht am Handy.”
Sport, Sport und noch mehr Sport
Aktuell seien rund 50 Prozent aller Kinder in einem Sportverein gemeldet. Vor der Covid-19-Pandemie waren es noch rund zwei Drittel. Dank der Sport Austria Finals – und Maßnahmen wie der täglichen Bewegungseinheit – soll es auch in dieser Statistik wieder bergauf gehen.
“Wenn Achtjährige mehr Sport betreiben, werden vielleicht auch 18-Jährige mehr Sport betreiben. Und das Ziel wäre, dass auch 80-Jährige mehr Sport betreiben. Das wirkt sich auf die physische und psychische Gesundheit positiv aus und entlastet das Gesundheitssystem”, sagt Niessl. Somit sei die Sichtbarkeit der Finals ein wichtiger Impuls.
Potenziale gebe es dennoch zur Genüge. “Österreich ist ein Sportland, Wien ist eine Sportstadt, aber wir sind noch keine Sportnation. Wir arbeiten alle eifrig daran, Österreich zu einer solchen zu machen.”
