Von Wien nach Paris: Finals bringen EM-Boost
Die Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien feiern heuer ihre Premiere in Wien – und mit ihnen kommt auch Österreichs Schwimm-Elite in die Bundeshauptstadt. Von 4. bis 7. Juni werden im Wiener Stadthallenbad die internationalen österreichischen Staats- und Juniorenmeisterschaften ausgetragen. Mit 403 Athlet:innen aus 53 Vereinen und sechs Nationen zählt das Teilnehmerfeld zu den größten und hochkarätigsten der gesamten Veranstaltung.
Für die Schwimmer:innen geht es dabei um mehr als nationale Titel. Die Staatsmeisterschaften sind eine der letzten Gelegenheiten, sich für die Europameisterschaften von 31. Juli bis 16. August in Paris zu qualifizieren. Die Qualifikationsfrist endet am 14. Juni, entsprechend hoch ist die sportliche Bedeutung der Wettkämpfe. Mit wenigen Ausnahmen werden nahezu alle bereits qualifizierten österreichischen Nationalteam-Athlet:innen in Wien an den Start gehen und die Sport Austria Finals als wichtige Standortbestimmung nutzen.
Für den Österreichischen Schwimmverband bietet die Einbettung in Österreichs größte Multisportveranstaltung eine besondere Bühne. Während in ganz Wien zeitgleich die besten Athlet:innen des Landes um Medaillen und Titel kämpfen, steht auch das Stadthallenbad ganz im Zeichen des Spitzensports. „Die Sport Austria Finals haben einen ganz besonderen Charakter. Es ist etwas Einzigartiges, wenn die besten Athletinnen und Athleten aus so vielen unterschiedlichen Sportarten gleichzeitig um Staatsmeistertitel kämpfen und dabei gemeinsam Teil eines großen Sportfestes sind“, sagt OSV-Generalsekretärin Julia Powischer. „Unsere Schwimmerinnen und Schwimmer bekommen dadurch eine Bühne, die weit über den Schwimmsport hinausreicht.“
Dass das Niveau entsprechend hoch sein wird, zeigt ein Blick auf die Startlisten. Fast alle bereits fixierten EM-Teilnehmer:innen wollen die Staatsmeisterschaften für eine letzte Formüberprüfung nutzen. Gleichzeitig kämpfen zahlreiche Athlet:innen noch um die Erfüllung der Qualifikationskriterien oder um einen Platz in den Staffelaufstellungen für Paris.
Besonders spannend dürfte dabei die Besetzung der österreichischen Staffeln werden. Vor allem die in den vergangenen Jahren so erfolgreiche 4×100-Meter-Lagenstaffel der Herren verfügt aktuell über mehrere Kandidaten auf nahezu allen Positionen. Die Leistungen im Wiener Stadthallenbad könnten daher entscheidende Hinweise für die endgültige Zusammenstellung des Teams liefern.
Für OSV-Präsident Arno Pajek sind die Sport Austria Finals aber nicht nur sportlich von großer Bedeutung. Die Veranstaltung lenkt auch den Blick auf die Rahmenbedingungen, die Spitzensport überhaupt erst ermöglichen. „Wir sehen in Österreich Jahr für Jahr, wie viel Potenzial in unseren Schwimmerinnen und Schwimmern steckt. Damit wir dieses Potenzial langfristig ausschöpfen können, braucht es aber die entsprechende Infrastruktur“, betont Pajek. „Moderne Trainingsstätten, ausreichend Wasserflächen und leistungsfähige Zentren sind entscheidende Voraussetzungen, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Die Sport Austria Finals zeigen eindrucksvoll, wie attraktiv unser Sport ist – gleichzeitig zeigen sie auch, wie wichtig Investitionen in die Zukunft des Schwimmsports sind.“
Für die Zuschauer:innen versprechen die vier Wettkampftage jedenfalls Schwimmsport auf höchstem Niveau. Von den größten Nachwuchshoffnungen bis zu den etablierten Nationalteam-Stars wird die gesamte österreichische Schwimmfamilie vertreten sein. Und während in Wien die Staatsmeistertitel vergeben werden, richtet sich der Blick vieler Athlet:innen bereits auf das nächste große Ziel: die Europameisterschaften in Paris.
