Hauser krönt emotionales Comeback mit Heimsieg
Emotionales Comeback mit Heimsieg! Julia Hauser kehrte am Donnerstag zehn Monate nach ihrem schweren Rad-Unfall bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien (3. bis 7. Juni 2026) in den Triathlon-Rennzirkus zurück – und jubelte vor rekordverdächtiger Kulisse und bei Olympia-Stimmung nach sensationeller Aufholjagd über den Staatsmeistertitel im Sprint. Bei den Herren wurde Lukas Pertl vor dem Start in die Olympia-Qualifikation für seinen Mut zum Risiko belohnt.
Die Seestadt Aspern war Schauplatz der ersten Triathlon-Entscheidung im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien. 1.700 Athlet:innen – im Alter von sechs bis 80 Jahren – gingen an zwei Tagen an die Startlinie. Höhepunkt waren die beiden Elite-Rennen für Damen und Herren, die am Donnerstagnachmittag bei perfekten Bedingungen über die Seestadt-Bühne gingen. Bei den Damen waren in Abwesenheit von Therese Feuersinger alle Augen auf Julia Hauser gerichtet.
Die Lokalmatadorin feierte zehn Monate nach ihrem schweren Rad-Sturz auf der Donauinsel, bei dem sich die dreimalige Olympia-Starterin sechs Brüche zugezogen hat, ein emotionales Comeback. Und zeigte gleich in der ersten Disziplin, dass dabei sein für sie nicht alles ist. Nach dem Schwimmen (750 m) lag die 32-Jährige auf Rang drei, weniger Sekunden hinter der Vorarlbergerin Hanna Roser und Juniorin Kathrin Ritter.
Das Duo arbeitete auf dem Rad gut zusammen und macht es den von Hauser angeführten Verfolgerinnen auf der 19-km-Strecke schwer, die Lücke zu schließen. Mehr noch: Roser und Ritter bauten ihren Vorsprung auf dem heißen Asperner Asphalt weiter aus. Nach dem zweiten Wechsel betrug der Vorsprung auf Hauser bereits 1:40 Minuten.
Hauser zündet Turbo
Aber die Wienerin zündete in der dritten Disziplin den Turbo: „Ich wollte schauen, was mein Körper imstande ist zu leisten, das hat mir geholfen, an die Grenze zu gehen“, so die Athletin von Tri Kagran, die sich nach rund 3,5 Kilometern an die Spitze setzte und in 1:00:08,3 Stunden zum Titel lief. Silber ging an Hanna Röser (1:00:24,66 Std.) vor Kathrin Ritter (1:00:43,7 Std.).
Im Ziel ließ Hauser ihrer Freude freien Lauf: „Ich bin unglaublich happy, wie das heute funktioniert hat. Es war mein erstes richtiges Rennen seit dem Sturz und die Leistung gibt mir viel Zuversicht und Selbstvertrauen. Jetzt freue ich mich umso mehr, nächstes Wochenende auch international einzusteigen und die Qualifikation für Los Angeles 2028 in Angriff zu nehmen“, so Hauser, bei der schon in der Seestadt Olympia-Flair aufkam.
„Es war irrsinnig cool, wie viele Menschen heute zuschauen waren und meinen Namen gerufen haben. Die Stimmung war fast auf dem Niveau von den Olympischen Spielen 2024 in Paris!“
Bereit für Olympia-Qualifikation
Bei den Herren fiel Favorit Lukas Pertl nicht aus der Rolle und sicherte sich seinen bereits vierten Sprint-Titel. „Ich hatte einen super Tag, konnte beim Schwimmen den Rückstand auf die Führenden in einem brauchbaren Rahmen halten.“ Auf dem Rad machte der Salzburger dann ordentlich Druck und schloss gemeinsam mit seiner Verfolgergruppe die Lücke zur Spitze.
„Das war der Grundstein zum Sieg, dadurch konnte ich beim Laufen mein Trumpf-Ass ausspielen“, lief auch der 31-Jährige solo zum Sieg. Seine Zeit: 53:22,1 Minuten. Die Plätze zwei und drei gingen an Peter Luftensteiner (53:51,5 Min.) und Julian Piller (54:11,6), den Führenden nach dem Schwimmen. Für Pertl war es „super-wichtig, dass es mir heute so aufgegangen ist, denn die Beine waren heute richtig gut – und genau das brauche ich in Richtung Olympia-Qualifikation.“
Und die ist eine Triathlon-Tournee deluxe: „Jetzt geht es einmal um die Welt – Mexiko, Kanada, Brasilien, Paraguay und im Herbst sind wir in Asien.“ Der Weg nach Los Angeles ist klar: „Zwölf gute Rennen in zwei Jahren, dann bin ich bei 2028 bei den Olympischen Spielen dabei!“
Werbung für den Triathlon-Sport
Das hofft auch Triathlon Austria-Generalsekretär, der nach zwei intensiven Race-Days eine mehr als positive Bilanz zog: „Wir haben spannende Rennen mit tollen Sieger:innen und einigen Talentproben erlebt, die Atmosphäre war richtig gut und dank der Live-Übertragung im ORF hatten wir auch österreichweit ein großes Publikum. Genau das wollen wir in unserem Sport, der sich heute auch als Sieger fühlen darf.







