Straka und Wiener trotzen Wind und Regen
Windböen, Regenschauer und kühle Temperaturen machten den Bogenschütz:innen bei der Qualifikation der Österreichischen Staatsmeisterschaften Outdoor Recurve und Compound im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien in Wien das Leben schwer. Dennoch präsentierten sich die Favorit:innen am Freitag in starker Form. Olympiateilnehmerin Elisabeth Straka und Compound-Ass Nico Wiener sicherten sich die Spitzenplätze in den Qualifikationen.
Straka führt Recurve-Feld an
Trotz schwieriger Bedingungen bewies Elisabeth Straka einmal mehr ihre Klasse. Die Olympiastarterin setzte sich in der Recurve-Konkurrenz der Damen mit 650 Ringen klar durch und verwies Jasmin Hye (600) sowie Petra Bruchbauer (575) auf die Plätze. Im Compound-Bewerb der Frauen entwickelte sich ein spannender Dreikampf an der Spitze. Verena Hoheneder setzte sich mit 677 Ringen knapp vor Ingrid Ronacher (676) und Andrea Rather (673) durch.
„Es war heute nicht einfach. In der Früh war es kalt, dazu kamen Regen und wechselnde Windverhältnisse. Sobald die Finger kalt werden, wird es schwierig. Mit entsprechender Kleidung und Regenausrüstung kann man aber viel ausgleichen“, erklärte Straka. Mit ihrer Leistung zeigte sich die Niederösterreicherin zufrieden: „Mein Ziel sind immer 660 Ringe. Die habe ich diesmal zwar knapp verpasst, aber unter diesen Bedingungen bin ich mit den 650 Ringen sehr zufrieden. Vor allem freue ich mich darauf, hoffentlich am Sonntag vor Publikum am Rathausplatz schießen zu dürfen.“
Die Entscheidung, die Staatsmeisterschaften im Rahmen Österreichs größtem Multisport-Even mitten in die Stadt zu bringen, sieht die Olympiateilnehmerin als wichtigen Schritt für den Sport: „Normalerweise finden Staatsmeisterschaften irgendwo statt, wo kaum jemand zuschaut. Hier kommen wir direkt zu den Menschen. Das ist wichtig für die Sichtbarkeit unseres Sports und hoffentlich auch für den Nachwuchs.“
Wiener setzt Ausrufezeichen im Compound-Bewerb
Bei den Compound-Herren führte kein Weg an Nico Wiener vorbei. Der internationale Spitzenathlet erzielte mit starken 709 Ringen den Bestwert des Tages und setzte sich deutlich vor Thomas Preisser (693) und Michael Matzner (689) durch. Auch bei den Recurve-Herren gab es ein hochklassiges Feld. Lukas Kurz sicherte sich mit 656 Ringen Platz eins vor Andreas Gstöttner (644) und Jonas Molnar (604).
„Das waren wahrscheinlich die schwierigsten Bedingungen, die wir heuer hatten. Es gab Regen, Wind, Kälte und ständig wechselnde Verhältnisse. Man darf dabei nicht zu viel nachdenken, sondern muss einfach seinen Ablauf durchziehen“, sagte Wiener nach der Qualifikation. Mit seiner Leistung zeigte sich der Salzburger zufrieden: „Es war okay. Nicht perfekt, aber unter diesen Bedingungen absolut in Ordnung.“
Besonders groß ist die Vorfreude auf die Finalentscheidungen am Wiener Rathausplatz. „Das wird wahrscheinlich das coolste Finale, das wir je bei einer Staatsmeisterschaft in Österreich hatten. Vielleicht schaffen wir sogar eine Stimmung wie bei den großen internationalen Bewerben in Mexiko. Das wäre großartig.“
Platzhalter Mixed-Team-Bewerbe
Auch in den Mixed-Team-Bewerben wurden am Freitag die Qualifikationen ausgetragen. Im Compound setzte sich das Duo Ingrid Ronacher und Clemens Schöber mit starken 1.359 Ringen nach insgesamt 144 Pfeilen knapp vor Irene Sumper und Ralph Hintenaus (1.355) durch. Rang drei ging an Karin Moser und Michael Matzner, die auf 1.345 Ringe kamen.
In der Recurve-Konkurrenz sicherten sich Olympiateilnehmerin Elisabeth Straka und Andreas Gstöttner mit 1.294 Ringen die Bestmarke der Qualifikation. Dahinter klassierten sich Jasmin Hye und Lukas Kurz mit 1.245 Ringen auf Rang zwei. Platz drei belegten Petra Bruchbauer und Michael Hofer. Die besten Teams haben damit eine vielversprechende Ausgangsposition für die entscheidenden Medaillenduelle geschaffen.
