Wr. Neudorf holt erneut Double und bleibt Squash-Hochburg
Die NV Sportunion Wr.Neudorf-Mödling bleibt das Maß aller Dinge im heimischen Squash-Sport.
Der Verein aus Niederösterreich sicherte sich am letzten Spieltag der Dunlop Squash Bundesliga mit einer überzeugenden Vorstellung die Meistertitel bei Damen und Herren.
“Es braucht Konstanz und Glück”
Die Herren jubelten beim Saisonfinale im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien über den insgesamt 17. Titel der Geschichte. Die Dominatoren der vergangenen beiden Jahre fixierten Platz eins schon am Vormittag mit einem klaren Sieg über SC Veldidena Boasters (4:0). Jakob Dirnberger: “Der Meistertitel ist eine Bestätigung für unsere Leistungen über die gesamte Saison. Es ist einfach schwierig, eine Konstanz über das ganze Jahr an den Tag zu legen. Man braucht auch ein wenig Glück.”
Der Kapitän nennt auch Gründe für den “Repeat”: “Wir haben ein super Rumpfteam, das immer seine Leistung bringt. Auch unser Legionär aus Ungarn hat uns immer ausgeholfen. Wir alle wollen einfach den Titel jedes Jahr holen. Jetzt hoffen wir, dass die Jugend nachzieht und bald reif für die Bundesliga ist.”
Für die SG EDER Mat Couture Team OÖ um Top-Spieler Aqeel Rehman, die von 2020 bis 2024 ganz oben stand, reichte es zu Platz zwei. Die Oberösterreicher sicherten mit einem 4:0 im direkten Duell über Konkurrent Union Squash Club 2000 Graz den Rang hinter Champion Wr. Neudorf ab.
Rehman: “Wir sind sehr zufrieden, weil wir unser Ziel erreicht haben. Der zweite Platz war unser Anspruch, der Meistertitel wäre mit unseren derzeitigen Mitteln eine große Überraschung gewesen.”
Damen unterstreichen Vormachtstellung
Die Damen um Youngster Kristina Begeba machten den zehnten Meisterpokal ihrer Historie ebenfalls schon im ersten Spiel des Vormittags klar. Die 18-Jährige, die es in wenigen Wochen an die renommierte Yale-Universität zieht, und ihre Teamkolleginnen waren nach dem 3:0 über die Vienna Squash Knights nicht mehr von Platz eins zu verdrängen.
“Als Team bedeutet uns der Meistertitel jedes Jahr sehr viel”, verdeutlicht Begeba, dass der Erfolg noch lange nicht zur selbstverständlichen Routine geworden ist. Als Grundstein für den Erfolg ortet die Athletin vor allem den Teamspirit. “Wir trainieren viel und stehen jeden Tag miteinander auf dem Court und unternehmen auch abseits des Trainings viel zusammen.”
Der Union Squash Club 2000 Graz schlug die Kautschukkugel in dieser Saison am zweitbesten und wurde bei den Damen Vizemeister. “Wir sind froh über den zweiten Platz”, sagte Karina Seiner, die mit ihrer Mutter Birgit gemeinsam in einem Team spielt. Die Mutter-Tochter-Kombo will in der nächsten Saison wieder voll angreifen. “Wir hoffen, dass wir auch einmal den Meistertitel erreichen können. Je nachdem, wie Wiener Neustadt aufgestellt ist, ist alles offen.”
